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Worauf muss ich bei einem Gasgrill achten

Mit ihnen geht das Grillen schneller: Gasgrills benötigen nur eine kurze Aufheizzeit. Das ist aber nicht der einzige Vorteil.

Ein einfacher Dreh am Knopf oder Knopfdruck genügt, um den Grill zu zünden und ihn in wenigen Minuten auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Die Temperaturregulierung ist wesentlich präziser als bei Kohlgrills: Mit individuellen Brennern können Sie verschiedene Hitzezonen einrichten, was ideal für das gleichzeitige Grillen verschiedener Lebensmittel ist.

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Gasgrills produzieren weniger Asche und Ruß als Holzkohlegrills, was die Reinigung erleichtert. Darüber hinaus gibt es keine schädlichen Rauchentwicklungen, die beim Holzkohlegrillen auftreten können. Dank der Temperaturregelung und Sonderfunktionen wie Seitenbrennern, Rotisserie-Spießen oder Räucherkammern können Gasgrills vielfältig genutzt werden. Sie sind sowohl für schnelles Grillen als auch für langsames Garen geeignet.

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Da Gasgrills weniger Rauch und Geruch erzeugen, sind sie ideal für kleinere Außenbereiche wie Balkone oder Terrassen in städtischen Umgebungen. Wer es sehr kompakt benötigt, für den sind Tisch-Gasgrills bestens geeignet.

Gasgrill anschaffen – die Checkliste

  • Achten Sie darauf, dass der Grill über Sicherheitszertifikate und Prüfzeichen verfügt, die den geltenden Standards entsprechen.
  • Überprüfen Sie, ob der Grill eine automatische Zündsicherung hat, die das Gas abschaltet, wenn die Flamme erlischt.
  • Die Größe des Grills sollte Ihren Bedürfnissen entsprechen. Berücksichtigen Sie, wie viele Personen Sie normalerweise bekochen.
  • Mehrere Brenner ermöglichen unterschiedliche Temperaturen für verschiedene Garbereiche. Achten Sie darauf, dass die Temperatur individuell für jeden Brenner einstellbar ist.
  • Überlegen Sie, ob der Grill sowohl mit Propan als auch mit Butan betrieben werden kann und welche Flaschengröße passt.
  • Ein integriertes Thermometer ist hilfreich, um die Garzeit zu kontrollieren.
  • Achten Sie darauf, dass der Gasgrill leicht zu reinigen ist. Herausnehmbare Grillroste, Fettauffangschalen und beschichtete Oberflächen sind hier hilfreich.
  • Überprüfen Sie, ob der Grill eine gute Belüftung hat, um eine Ansammlung von Gas zu vermeiden.
  • Wenn Sie Ihren Grill oft bewegen müssen, achten Sie darauf, dass er Räder oder Rollen hat.
  • Stellen Sie sicher, dass die Räder arretierbar sind (feststellbar), um den Grill sicher zu positionieren.

Kein echtes Grillerlebnis

Holzkohlegrill-Liebhaber wenden ein, dass das besondere Raucharoma, das durch die Verbrennung von Holzkohle oder Holzchips entsteht, beim Gasgrill fehlt. Manchmal wird auch behauptet, dass Gasgrill-Benutzer nur „schnelles Grillen“ wollen und keine Geduld für den Prozess und die Hingabe haben, die das traditionelle Holzkohlegrillen erfordert. Einige Holzkohle-Fans sehen Gasgrills als Outdoor-Version eines normalen Küchenherds und argumentieren, dass das kein echtes Grillen sei. Die Antwort darauf: Hybride Gasgrill-Modelle geben inzwischen die Möglichkeit, auf das authentische Aroma eines Kohlegrills zu wechseln.

Grillen mit Gas gesünder?

Grillen mit Gas kann in einigen Aspekten gesünder sein als Grillen mit Holzkohle.

  • Weniger krebserregende Stoffe: Beim Grillen mit Holzkohle entstehen oft Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) und Heterocyclische Amine (HCAs), beides bekannte krebserregende Substanzen. Diese entstehen durch die Verbrennung von Fett, das auf die heißen Kohlen tropft und verbrennt. Gasgrills haben weniger direkte Flammen, wodurch weniger Fett verbrennt und weniger dieser schädlichen Substanzen entstehen.
  • Bessere Temperaturkontrolle: Gasgrills ermöglichen eine präzisere Temperaturkontrolle, was bedeutet, dass das Grillgut nicht so oft überkocht oder verbrennt. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit, dass schädliche Substanzen durch verbrannte Lebensmittel entstehen.
  • Weniger Rauch und Ruß: Gasgrills erzeugen im Allgemeinen weniger Rauch und Ruß als Holzkohlegrills, was zu einer besseren Luftqualität im Grillbereich führen kann. Weniger Rauch bedeutet weniger eingeatmete Schadstoffe.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Grillen mit Gas völlig frei von Risiken ist. Bei jeder Grillmethode können ungesunde Substanzen entstehen, besonders wenn Lebensmittel bei hohen Temperaturen oder für lange Zeiträume gegrillt werden. Um die gesundheitlichen Risiken beim Grillen zu minimieren, können Sie folgende Tipps beachten:

  • Vermeiden Sie verbrannte oder verkohlte Stellen: Diese enthalten oft die meisten schädlichen Substanzen.
  • Marinieren Sie das Grillgut: Marinaden können die Bildung von HCAs reduzieren.
  • Verwenden Sie eine Tropfschale: Diese verhindert, dass Fett in die Flammen tropft und verbrennt.
  • Grillen Sie bei niedrigeren Temperaturen: So vermeiden Sie das Überkochen oder Verbrennen von Lebensmitteln.

Ein Gasgrill ist ideal für Personen, die regelmäßig grillen und keine Zeit für langwierige Vorbereitungen wie das Anzünden von Holzkohle haben. Der Gasgrill eignet sich auch für Wohnumgebungen, in denen Rauchentwicklung und Geruch eingeschränkt werden müssen.

Was ist günstiger: Grillen mit Gas oder mit Kohle?

Ob Gas oder Kohle günstiger ist, hängt von mehreren Faktoren ab, darunter der Kosten für Gas oder Kohle, die Größe der Grillfläche und die Dauer der Grillgänge. Hier sind einige Punkte, die dabei helfen, die Kosten für beide Methoden abzuschätzen:

Gasgrill

  • Anschaffungskosten: Gasgrills können in der Anschaffung teurer sein, je nach Marke und Modell.
  • Gasverbrauch: Eine 11-kg-Propangasflasche kostet etwa 20 bis 30 Euro für die reine Füllung. Diese Flasche hält im Schnitt zwischen 22 und 36 Stunden Grillen.
  • Grillgänge: Wenn Sie pro Grillgang etwa 1 Stunde lang grillen, kommen Sie mit einer 11-kg-Flasche auf 20 bis 30 Grillgänge.
  • Gesamtkosten: Bei einer 11-kg-Flasche für 25 Euro und einer Haltbarkeit von 30 Stunden würde jeder Grillgang etwa 1,25 Euro kosten.

Holzkohlegrill

  • Anschaffungskosten: Holzkohlegrills sind oft günstiger in der Anschaffung.
  • Kohleverbrauch: Ein Sack Holzkohle (3 bis 5 kg) kostet etwa 5 bis 10 Euro. Ein durchschnittlicher Grillgang verbraucht etwa 1 bis 2 kg Holzkohle.
  • Grillgänge: Bei 20 Grillgängen und einem Verbrauch von 1,5 kg pro Grillgang brauchen Sie ca. 30 kg Holzkohle.
  • Gesamtkosten: Wenn Sie pro Sack mit 7 Euro rechnen und 1,5 kg pro Grillgang verwenden, kostet jeder Grillgang etwa 3,50 Euro.

Ergebnis

  • Gasgrill: Bei einem Kostenaufwand von ca. 1,25 Euro pro Grillgang (25 Euro pro Gasflasche / 20 Grillgänge).
  • Holzkohlegrill: Bei einem Kostenaufwand von ca. 3,50 Euro pro Grillgang (7 Euro pro Sack / 2 kg pro Grillgang).

Gute Gasgrills finden Sie bereits für 250 bis 500 Euro im Handel. Nach oben sind kaum Grenzen gesetzt. Die Materialien und die Brennerleistung bestimmen den Preis mit, ebenso das Gewicht und der Gasverbrauch. Gasgrills aus Edelstahl oder beschichtetem Stahl sind langlebiger und weniger anfällig für Rost.

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