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Was Sie über Zimt wissen sollten

Es ist das vielleicht weihnachtlichste unter den Gewürzen und der Star unter den Naschkatzen: Zimt.

Die Stangen bestehen aus der getrockneten Innenrinde des Zimtbaumes, der unter anderem in Sri Lanka, in Madagaskar oder auch in Südamerika zu Hause ist. Je dünner die Rinde, desto feiner ist ihr Geschmack. Deshalb werden vorwiegend junge Äste verwendet. Wer Wert auf eine edle Sorte legt, wählt den blumig-zarten Ceylon-Zimt.

Benutzt wird Zimt vor allem für Back- und Süßwaren und das nicht nur in Stangenform, sondern auch als Pulver. Was vielleicht nicht jeder weiß: Als ätherisches Öl kann Zimt bei Schwangeren sogar wehenfördernd wirken.

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Warum Zimt als gesund gilt

Zimt enthält ätherische Öle, sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien, die im Körper verschiedene Prozesse unterstützen können. Besonders häufig wird auf drei Effekte hingewiesen:

  • Zimt kann den Blutzuckerspiegel stabilisieren. Studien zeigen, dass die Inhaltsstoffe die Insulinempfindlichkeit verbessern können. Das hilft vor allem Menschen, die auf gleichmäßige Energiezufuhr achten oder zu Schwankungen neigen.

  • Zimt wirkt entzündungshemmend, weil die enthaltenen Polyphenole oxidative Prozesse bremsen. Dieser Effekt ist eher leicht, aber messbar.

  • Zimt regt die Verdauung an und kann Blähungen oder Völlegefühl lindern. In vielen Haushalten gehört er deshalb zu den klassischen Hausmitteln.

Auch geschmacklich erfüllt Zimt eine wichtige Rolle: Durch seine Süße lässt sich in manchen Gerichten Zucker reduzieren, ohne dass der Geschmack leidet.

China-Zimt mit Vorsicht behandeln

Cassia-Zimt oder China-Zimt enthält zum Teil erhebliche Mengen an Cumarin. Dieser natürliche Aromastoff kann zu Leberschädigungen führen. Wer nicht auf Zimt verzichten möchte, sollte cumarinarmen Ceylon-Zimt (Kaneel) nehmen.

Welche Nebenwirkungen möglich sind

Zimt ist für die meisten Menschen gut verträglich. Dennoch gibt es Situationen, in denen Vorsicht geboten ist.

  • Cumarinbelastung: Zu viel Cassia-Zimt kann die Leber beeinträchtigen. Besonders Menschen mit bestehenden Lebererkrankungen sollten vorsichtig sein.

  • Allergien: In seltenen Fällen können ätherische Öle Haut- oder Schleimhautreizungen auslösen.

  • Blutdruck- und Blutzuckermedikamente: Da Zimt den Blutzucker beeinflussen kann, sollten Betroffene die Menge vorher abklären.

Typische Alltagssituationen wie Zimt in Milchreis, Bratapfel oder Weihnachtsgebäck sind unproblematisch, solange die Mengen nicht dauerhaft hoch sind.

Wie viel Zimt am Tag gilt als unbedenklich?

Die europäischen Empfehlungen geben für Cumarin eine Obergrenze von 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag vor. Das klingt abstrakt, führt aber zu klaren Richtlinien:

  • Erwachsene können täglich etwa ein bis zwei Gramm Cassia-Zimt zu sich nehmen, ohne die Grenze zu überschreiten.

  • Bei Ceylon-Zimt ist die Menge deutlich höher, da der Cumaringehalt gering ist.

Eine übliche Prise über einem Dessert liegt weit darunter. Kritisch wird es erst, wenn Zimt täglich in größeren Mengen gegessen wird – etwa in Smoothies, Nussmischungen oder Müsli, die kräftig gewürzt sind.

Zimt richtig verwenden

Im Alltag empfiehlt sich ein bewusster Umgang:

  • Für regelmäßigen Konsum Ceylon-Zimt kaufen.

  • Bei Backwaren auf die Zutatenliste achten, da häufig Cassia-Zimt verwendet wird.

  • Zimt in warmen Speisen erst am Ende zugeben, damit das Aroma bleibt.

  • Bei empfindlichen Personen kleinere Mengen wählen.

Der typische Genuss – vom winterlichen Gebäck bis zum Frühstücksbrei – lässt sich problemlos in den Alltag integrieren. Entscheidend bleibt die Sorte und eine nachvollziehbare Dosierung. So wird aus dem Gewürz ein angenehmer, unaufdringlicher Begleiter, der Geschmack und Gesundheit gleichermaßen unterstützt.

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