Sicherheitsstufen bei Feuerwerk – das müssen Sie Zuhause beachten

Feuerwerk

Hierzulande unterliegen alle Feuerwerkskörper als pyrotechnische Gegenstände dem deutschen Sprengstoffgesetz und den dazugehörenden Verordnungen. Des Weiteren dürfen nur solche Feuerwerkskörper verwendet werden, die das Prüfzeichen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) tragen.

Feuerwerkskörper werden in vier Klassen eingeteilt:

Klasse I – „Kleinstfeuerwerk“: Hierzu zählen zum Beispiel Knallbonbons, Knallerbsen, Bengalisches Feuer, Wunderkerzen, Tischfeuerwerk. Das Feuerwerksspielzeug ist ganzjährig verkäuflich. Kinder und Jugendliche dürfen nur Feuerwerkskörper der Klasse I kaufen und unter Aufsicht abbrennen.

Klasse II – „Kleinfeuerwerk“: Hierzu zählen zum Beispiel Chinaböller, kleine Feuerwerksraketen, Fontänen, Kanonenschläge, sogenannte Batterie- oder Verbundfeuerwerke mit hoher Schusszahl und unterschiedlichen Effekten. Die Abgabe darf nur an Personen erfolgen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Auch nur sie dürfen das Feuerwerk in die Lüfte schicken.

Klasse III und IV – „Mittelfeuerwerk“: Feuerwerksraketen mit begrenzter Steighöhe und „Großfeuerwerk/Technisches Feuerwerk“, dürfen nur zu Gewerbezwecken an Inhaber mit spezieller Erlaubnis nach dem Sprengstoffgesetz verkauft werden.

Während Kleinstfeuerwerke (BAM-PI) das ganze Jahr erhältlich sind, findet der freie Verkauf von Feuerwerkskörpern der Klasse II (BAM-PII) an Privatleute ausschließlich an drei Tagen vor Silvester statt. Diese Feuerwerkskörper dürfen nach Paragraph 23 der 1. Verordnung zum Sprengstoffgesetz nur im Zeitraum vom 31. Dezember 0 Uhr bis 1. Januar 24 Uhr abgebrannt werden. Wer die Abbrennzeit nicht beachtet und erwischt wird, dem droht eine Ordnungswidrigkeitsanzeige.

Das Abbrennen von Silvesterraketen, die nicht von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung zugelassen wurden, zieht eine Strafanzeige nach sich.

Damit der Jahreswechsel nicht in schmerzlicher Erinnerung bleibt, raten Feuerwehr und Versicherungswirtschaft: Nur Feuerwerkskörper mit Zulassung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zu verwenden. Nicht zugelassene, also „Schwarzmarkt-Artikel“ und selbst gebastelte Feuerwerkskörper können unberechenbar heftig explodieren. Die Gebrauchsanweisung für das Feuerwerk sollte man bereits am Silvester-Nachmittag in Ruhe und mit klarem Verstand lesen.

Die Experten raten: Tischfeuerwerk auf fester Unterlage und Feuerwerkskörper der Klasse II nur im Freien zu zünden. Raketen sollten unbedingt von geeignetem Freigelände oder von der Straße senkrecht nach oben abgeschossen werden, keinesfalls schräg vom Balkon aus. Am sichersten ist eine leere Flasche in einer Getränkekiste.

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