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Was Sie über Kohlrabi wissen müssen

Kohlrabi ist reich an Mineralien wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor Damit reguliert das Gemüse den Wasserhaushalt und liefert wichtige Bausteine für gesunde Zähne und Knochen.

Wir Deutschen lieben den Kohlrabi und sind europaweit seine eifrigsten Konsumenten „Colrave“ nennt man ihn in Frankreich In historischen und Engländern ist er sogar als „Kohlrabi“ geläufig – kein Wunder, dass dieses dick knollige Stängelgemüse als typisch deutsche Spezialität gilt.

Obwohl seine nahe Verwandtschaft zu den „echten“ Kohlsorten nicht auf den ersten Blick offensichtlich ist, sind doch alle aus derselben Wildart hervorgegangen.

Beim Kohlrabi verzehrt man genau genommen den Stängel, der oberhalb des Bodens eine kugelige Knolle ausbildet. Aus diesem Grund wachsen auch die Blätter direkt aus der Sprossknolle. Vor allem die obersten, ganz jungen Blätter sind zum Wegwerfen viel zu schade: Sie besitzen einen intensiveren Kohlgeschmack als der Kohlrabi selbst und können klein geschnitten wunderbar als Würze für Salate und Suppen verwendet werden.

Beim Einkauf ist besonders frische Ware daran zu erkennen, dass der Kohlrabi noch saftige grüne Blätter trägt. Kohlrabi ist sehr gut geeignet als Gemüsebeilage oder für Suppen. Sie können aber auch einen leckeren Salat daraus zubereiten oder ihn einfach frisch essen. Blanchieren sorgt dafür, dass Farbe und Struktur des Gemüses erhalten bleiben.

Von Februar bis Mai stammt der Kohlrabi aus dem Unterglas-Anbau. Er ist milder und saftiger im Geschmack als die kräftige Freilandware, die bis November erhältlich ist. Während es bei zarten Knollen genügt, die Schale von der Wurzelseite her abzuziehen, sollte Freiland Kohlrabi immer geschält werden. Ganze Knollen sind in etwa 20-30 Minuten biss fest gegart, in Stücke geschnitten halbiert sich die Kochzeit.

Länger bleibt der Kohlrabi genießbar, wenn man ihn in ein feuchtes Tuch einwickelt und im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt. Um das Stängelgemüse einzufrieren, sollten Sie es zunächst in Scheiben oder Streifen schneiden, für 2-3 Minuten in kochendem Wasser blanchieren, kalt abschrecken, ab tropfen lassen und in Gefrierbeutel packen.

Man unterscheidet grünen und violetten Kohlrabi. Geschmacklich ist kein Unterschied; violetter bleibt etwas länger frisch und wird im Garten während der Sommermonate nicht so schnell holzig.

Kohlrabi schmeckt frisch und jung am besten; die Herzblätter werden zum Würzen verwendet. Zubereitet wird er als Suppe, Gemüse, für Eintopf und Aufläufe. Junge Kohlrabi schmecken auch roh sehr gut. Junger Kohlrabi wird nicht geschält, sondern die Schale mit einem spitzen Messer zur Wurzel hin abgezogen. Älterer Kohlrabi wird geschält wie ein Apfel, weil die Schale sehr holzig ist.

Lange gelagerten Kohlrabi erkennt man an den vergilbten Herzblättern. Spät geernteter oder lange gelagerter Kohlrabi ist holzig. Da Kohlrabi auch nach der Ernte noch verholzen kann, empfiehlt sich baldiger Verbrauch.

Kohlrabi kochen

Kohlrabi-Rezepte

Kohlrabi-Radieschen-Salat

Zutaten für 4 Personen:

  • 2 Kohlrabi
  • 1 Bund Radieschen
  • 1 Apfel
  • Saft einer Zitrone
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Dijon-Senf
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • frische Petersilie zum Garnieren

Zubereitung:

  1. Die Kohlrabi schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Radieschen waschen und in dünne Scheiben schneiden. Den Apfel entkernen und in dünnen Streifen schneiden.
  2. Den Zitronensaft, Olivenöl, Senf, Salz und Pfeffer in einer Schüssel verrühren, um ein Dressing zuzubereiten.
  3. Die Kohlrabi, Radieschen und Apfelstreifen in eine große Schüssel geben und mit dem Dressing vermengen.
  4. Den Salat für mindestens 10 Minuten ziehen lassen, damit sich die Aromen gut entfalten können.
  5. Den Kohlrabi-Radieschen-Salat auf Tellern anrichten und mit frischer Petersilie garnieren.

Kohlrabi-Kartoffel-Auflauf

Zutaten für 4 Personen:

  • 500 g Kohlrabi
  • 500 g Kartoffeln
  • 200 ml Sahne
  • 100 g geriebener Käse (z.B. Gouda oder Emmentaler)
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • Muskatnuss zum Würzen
  • Butter zum Einfetten der Auflaufform

Zubereitung:

  1. Den Kohlrabi schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Kartoffeln ebenfalls schälen und in dünne Scheiben schneiden.
  2. Den Knoblauch schälen und fein hacken.
  3. Eine Auflaufform einfetten und abwechselnd eine Schicht Kohlrabi und eine Schicht Kartoffeln darin anordnen. Dabei jede Schicht mit Salz, Pfeffer und etwas gehacktem Knoblauch würzen.
  4. Die Sahne über den Auflauf gießen und mit geriebenem Käse bestreuen. Mit etwas Muskatnuss würzen.
  5. Den Auflauf im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Celsius ca. 40-45 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun und knusprig ist.
  6. Den Kohlrabi-Kartoffel-Auflauf aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen, bevor er serviert wird.

Gefüllte Kohlrabi mit Quinoa und Gemüse

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 mittelgroße Kohlrabi
  • 150 g Quinoa
  • 1 Zwiebel
  • 2 Karotten
  • 1 Paprika
  • 100 g Erbsen (frisch oder gefroren)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Paprikapulver
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 100 g Feta-Käse (optional)
  • frische Petersilie zum Garnieren

Zubereitung:

  1. Die Kohlrabi schälen und die Stiele entfernen. DieKohlrabi in kochendem Salzwasser etwa 10 Minuten vorgaren. Anschließend abkühlen lassen und vorsichtig aushöhlen, dabei einen Rand stehen lassen.
  2. Quinoa nach Packungsanleitung kochen.
  3. Zwiebel, Karotten und Paprika fein würfeln.
  4. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebel, Karotten und Paprika darin anbraten, bis sie weich sind. Die Erbsen hinzufügen und weitere 2-3 Minuten braten.
  5. Die Gemüsemischung mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen. Quinoa unterrühren und vom Herd nehmen.
  6. Den Feta-Käse zerbröseln und unter die Quinoa-Gemüse-Mischung mischen.
  7. Die Kohlrabi-Hälften mit der Quinoa-Füllung füllen und in eine Auflaufform geben.
  8. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Celsius ca. 20-25 Minuten backen, bis die Kohlrabi weich sind und die Füllung goldbraun ist.
  9. Die gefüllten Kohlrabi mit frischer Petersilie garnieren und servieren.

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