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Typisch deutsch: Roggenbrote

Früher galt reines Weizenmehl als purer Luxus. Als Ersatz wurde hierzulande Roggen angepflanzt. Brot aus Roggenmehl ist haltbarer als Weißbrot und hat einen herzhaften Geschmack.

Im Unterschied zum Weizenkorn besitzt der Roggen jedoch kaum Gliadin und Glutenin. Diese Eiweißstoffe nehmen bei der Teigzubereitung Wasser auf und verbinden sich zu einer zähen Masse, dem so genannten „Kleber“, der beim Backen unter Zusatz von Hefe oder Sauerteig locker auf geht.

Da Roggen dieser Kleber fehlt, gehen die Brote nicht so stark auf und bleiben fester. Häufig wird deshalb Roggenmehl mit Weizenmehl gemischt. Ein reines Roggenbrot ist der dunkle Pumpernickel.

Das Backen von Roggenbrot erfordert etwas Geduld, aber es kann zu Hause gemacht werden. Hier ist eine grundlegende Anleitung.

Zutaten:

  • 500 g Roggenmehl (Type 1150)
  • 300 g Weizenmehl (Type 550)
  • 10 g Salz
  • 1 Päckchen Trockenhefe (ca. 7 g)
  • 350 ml lauwarmes Wasser
  • 1 EL Essig (zum Beispiel Apfelessig)
  • 1 EL Roggensauerteigpulver (optional, für einen intensiveren Roggengeschmack)

Anleitung:

  1. Vorbereitung: Vermischen Sie das Roggenmehl, das Weizenmehl und das Salz in einer großen Schüssel.
  2. Hefe aktivieren: Lösen Sie die Trockenhefe in 50 ml des lauwarmen Wassers auf. Geben Sie den Essig hinzu. Lassen Sie die Hefe-Mischung etwa 10 Minuten ruhen, bis sie schaumig wird.
  3. Teig zubereiten: Gießen Sie die Hefe-Mischung in die Mehlmischung. Wenn Sie Roggensauerteigpulver verwendest, fügen Sie es jetzt hinzu. Beginnen Sie, die Zutaten zu einem Teig zu vermengen. Nach und nach das restliche Wasser hinzufügen und weiterkneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Dies kann 10 bis 15 Minuten dauern. Der Teig sollte sich vom Rand der Schüssel lösen.
  4. Teigruhe: Decken Sie die Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch ab und lassen Sie den Teig an einem warmen Ort etwa 1 Stunde lang aufgehen. Der Teig sollte sein Volumen verdoppeln.
  5. Formen: Kneten Sie den Teig auf einer bemehlten Oberfläche kurz durch und formen ihn zu einem Brotlaib. Sie können es rund oder oval formen.
  6. Zweite Ruhephase: Legen Sie das geformte Brot auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Decken Sie es erneut mit dem Geschirrtuch ab und lassen es weitere 30 bis 40 Minuten ruhen.
  7. Backen: Heizen Sie Ihren Ofen auf 220 Grad Celsius vor. Wenn der Ofen heiß ist, schneiden Sie ein paar Einschnitte in die Oberfläche des Brotes (damit es beim Backen nicht reißt) und schieben das Brot in den Ofen. Reduzieren Sie die Temperatur auf 200 Grad Celsius und backen das Brot 35 bis 40 Minuten lang oder bis es hohl klingt, wenn Sie auf die Unterseite klopfen.
  8. Abkühlen: Lassen Sie das Roggenbrot auf einem Gitterrost vollständig abkühlen, bevor Sie es anschneiden.

Roggenbrot hat einen kräftigen, leicht säuerlichen Geschmack und ist besonders lecker mit Butter, Käse oder Aufschnitt. Je nach Vorlieben können Sie auch weitere Zutaten wie Körner oder Nüsse hinzufügen, um das Brot zu variieren.

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