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Ingwer: Ganz unterschiedlicher Geschmack von feinaromatisch bis feurig scharf

Sushi-Fans kennen ihn schon lange. Denn in unseren Breitengraden trifft man Ingwer vor allem in thailändischen Restaurants an und in eingelegter Form als Beilage zu Sushi.Ingwer schmeckt würzig-scharf und leicht süßlich.

Ingwer (Foto: A. Kaatz)

Er enthält ätherische Öle sowie ein scharf schmeckendes Harzgemisch. Erhältlich ist er in unterschiedlichsten Formen: Pikant in Essig mariniert, getrocknet als Pulver, kandiert oder in Sirup versenkt, als Püree mit etwas Zitronensaft verfeinert. Als Würzpaste, Bonbon oder Tee oder – wohl am leckersten – ganz unberührt und frisch in der Gemüseabteilung als Knolle.

Richtig würzen

Die genaue Herkunft der Ingwerstaude ist unbekannt. Sicher ist jedoch, dass Ingwer in China schon vor 3000 Jahren bekannt und beliebt war. Auch die antiken Ärzte schätzten Ingwer als Würzmittel und als Medikament gegen die unterschiedlichsten Krankheiten, von Blähungen bis hin zu Schlangenbissen. Noch heute bekommt man Ingwer-Kapseln auch in der Apotheke oder in Reformhäusern, wo er in Medikamenten unter anderem gegen Reisekrankheit und Föhnbeschwerden benutzt wird. Ingwer steigert aber auch die Durchblutung, stärkt das Herz und senkt den Cholesterinspiegel. Chinesen sagen Ingwer „wärmt die Mitte“.

Gut für Magen und Darm

Er unterstützt die Aufnahme wichtiger Stoffe aus der Nahrung und regt den Gallefluss an, weshalb er gerade im Magen- und Darmtrakt unterstützend und stimulierend wirkt. Deshalb wird er auch gerne als Verdauungshilfe benutzt – und pikanterweise einfach so zwischendurch mal gekaut. Der Ingwer ist namensgebend für eine ganze botanische Familie – die Ingwergewächse (bot.: Zingiberaceae). Wegen der großen Mengen, die vor allem im angelsächsischen Raum vertilgt werden, wird Ingwer heute in fast allen tropischen Gebieten angebaut wie Jamaika, Brasilien, Florida, Zentral-Afrika und Südostasien. Einfluss auf Geschmack und Aroma haben neben dem Reifestadium auch Boden und Klima des Anbaugebietes, weshalb Ingwer ganz unterschiedlich schmecken kann: Australischer Ingwer etwa hat ein feinaromatisch-zitroniges Aroma, seine Schärfe ist eher dezent. Chinesischer Ingwer hingegen hat ein blumig-exotisches Aroma mit sehr scharfem, feurigem Charakter. Kenner schwören auch auf Ingwer aus Jamaika.

Erst kurz vor dem Verzehr würzen

Verwenden lässt sich Ingwer, wenn man den Geschmack mag, was anfänglich oft etwas dauert, für fast alles: Salate, Soßen, Fisch und Huhn, vor allem aber auch Gemüse. Man würzt die Speisen am besten mit etwas frisch geriebenem Ingwer, und zwar erst kurz vor dem Verzehr, um die Wirkung und das Aroma nicht verkochen oder verbraten zu lassen. Besonders apart ist eine Kombination mit Honig, Knoblauch oder Orangensaft.

Fein geschnittenen oder gemahlenen Ingwer kann man auch einfach mit heißem Wasser aufbrühen, und man erhält einen leckeren Tee, der mit Honig gesüßt werden kann. Auch sehr lecker und hochraffiniert sind Chutneys und Ingwer-Marmeladen.

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