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Die Säuren-Basen-Balance

Ein unausgeglichener Säure-Basen-Haushalt kann sich auf den gesamten Organismus auswirken. Dauermüdigkeit und Unwohlsein müssen aber nicht sein. Mit einer ausgewogenen Ernährung und viel Bewegung können Sie gesund, fit und schlank bleiben.

Säuren sind im Körper genauso lebenswichtig wie Basen. Sie sorgen dafür, dass im Magen feste Nahrungsbestandteile aufgelöst werden. Und sie schützen uns vor Krankheitserregern, die mit der Nahrung in den Körper gelangen.

Damit unser Stoffwechsel reibungslos funktioniert, muss der pH-Wert des Blutes bei ungefähr 7,4 liegen. Dann stimmt das Verhältnis von Säuren zu Basen. Sind im Körper so viele Basen vorhanden, wie er zur Neutralisierung der Säuren braucht, ist der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen zu halten, werden die meisten Säuren im Körper neutralisiert oder über Haut, Lunge, Nieren und Darm wieder ausgeschieden.

Auswirkungen von Übersäurung

Der Körper produziert Säuren selbst, zum Beispiel bei der Verdauung von Eiweiß. Basenstoffe werden nicht im Körper gebildet, sondern durch die Nahrung zugeführt. Sie sind unentbehrlich für den Stoffwechsel und das Funktionieren des gesamten Organismus.

Die Säure-Basen-Balance kippt, wenn wir dem Körper zu viel Eiweiß zumuten und zuwenig Obst und Gemüse essen. Auch Stress, Bewegungsmangel und zu viel Alkohol und Zigaretten fördern die Übersäurung. Sind Säure und Basen nicht mehr im Gleichgewicht, spüren wir das irgendwann: Müdigkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen gehören zu den typischen Anzeichen einer Übersäuerung. Chronische Übersäuerung kann sogar krank machen. Bluthochdruck, erhöhte Bluttfettwerte, rheumatische Beschwerden, Diabetes, psychische Beschwerden und Herz-Kreislauferkrankungen könnnen die Folge sein.

Körperliche Betätigung für eine gute Durchblutung und eine ausgewogene Ernährung mit erhöhter Basenzufuhr tun dem Organismus gut. Alles, was zu erhöhter Herz-, Muskel- und Atemtätigkeit führt, trainiert den Körper und entsäuert ihn. Optimal sind Sportarten wie schnelles Gehen, Radfahren, Schwimmen und Nordic Walking. Dabei geht es nicht um sportliche Höchstleistungen, denn das übersäuert die Muskelzellen zumindest kurzfristig. Bei mäßiger, aber ausdauernder Anstrengung werden die Säureschlacken über die Atmung und den Schweiß abtransportiert. Auch Basenbäder und regelmäßige Saunagänge helfen beim Entsäuern des Körpers über die Haut. Gleichen Sie den Flüssigkeitsverlust mit basisch wirkenden Getränken aus und vermeiden Sie Alkohol.

Was bedeutet ausbalancierte Ernährung?

Damit ist das Gleichgewicht zwischen säurebildenden und basischen Nahrungsmitteln gemeint. Auf die richtige Kombination der Speisen kommt es an. Auf Fisch, Fleisch und Käse sollten Sie deshalb keinesfalls ganz verzichten. Denn Eiweiß benötigen wir unter anderem für den Aufbau und Erhalt der Knochen- und Muskelsubstanz.

1. Vollkornbrot, Gemüse, Obst, Kartoffeln udn Nudeln liefern Ballaststoffe und machen satt. Getreideprodukte wie Brot udn Reis zählen zwar zu den Säurelieferanten, enthalten aber Basenstoffe und Spurenelemente.

2. Als Ausgleich sind Gemüse, Obst und Salate ideal, denn sie liefern basische Mineralstoffverbindungen. Sie sollten also immer mehr Gemüse und Salat auf dem Teller haben (bei 100 Gramm Fleisch ca. 400 Gramm Gemüse).

3. Eiweiß und Kohlenhydrate steigern die Verbrennung und verbessern durch Basenstoffe wie Kalzium, Kalium und Magnesium die Leistungsfähigkeit. Interessant sind Hülsenfrüchte als pflanzliche Eiweißlieferanten, weil diese einen hohen Sättigungswert besitzen.

4. Kräuter sind stark basenbildend und damit die perfekte Ergänzung für den Speiseplan. Kräutertees mit Schafgarbe, Löwenzahn, Birkenblättern, Schachtelhalm und Brennessel unterstützen den natürlichen Stoffwechsel. 1,5 bis 2 Liter Tee, Mineral- und Leitungswasser pro Tag fördern die Entschlackung und Entgiftung nachhaltig.

5. Kalorienreiche, leere Lebensmittel wie Süßigkeiten sind schwache Basenlieferanten – knapp halten! Alkoholische Getränke wie Bier und Wein sind zum Teil mineralstoffreich, aber starke Säurelieferanten. Alkohol besitzt außerdem andere Nachteile – knapp halten!

Die besten Säure-Lieferanten sind:

1. Hülsenfrüchte (außer Sojabohnen und weiße Bohnen)
2. Getreideprodukte
3. Reis

Die besten Basen-Lieferanten sind:

1. Kartoffeln
2. Gemüse
3. Ungezuckerte Kräutertees
4. Salat

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