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Wie krank macht Lärm wirklich?

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reise-foto-last-hero-300x225-150x150Lärm kann Stress auslösen und somit krank machen. Doch was ist Lärm? An einem Sommertag herrscht in einem Freibad etwa eine sehr hohe Lärmbelastung. Doch wen stört´s? Andererseits fühlen sich so manche Nachbarn durch spielende Kinder gestört. Ist also alles eine reine Ansichtssache?

Studien, die einen Zusammenhang zwischen Lärm und Krankenheiten darstellen, werden oft mit dem Zusatz versehen, dass Lärm eine subjektive Größe sei. Das heißt: Objektiv lässt sich nicht zweifelsfrei feststellen, wie Fluglärm und körperliche Beeinträchtigungen zusammenhängen. Dies heißt aber nicht, dass es keine gibt. Etwa fünf Millionen Deutsche fühlen sich hochgradig von Fluglärm belästigt, so das Bundesumweltamt.

Gesundheitliche Folgen von Lärm hängen von der Lautstärke, der Häufigkeit und der Zusammensetzung der Frequenzen ab. Eine direkte Schädigung des Hörsinns, z.B. mit der Folge der Taubheit, bezeichnen Mediziner als aurale Wirkung. Solche Diagnosen sind bei Bewohnern von Einflugschneisen allerdings Ausnahmefälle, denn hierfür sind Flugzeuge – je nach Standort – mit ihren zumeist zwischen 50 und 75 Dezibel lauten Triebwerken zu leise. Bei 0 Dezibel Schallpegel dBA liegt die Hörschwelle eines gesunden, normal hörenden Menschen.

Wie laut ist eigentlich…

*ein Gespräch zwischen zwei Menschen im Café: ca. 60 dBA

*Waldrauschen: zwischen 0 und 20 dBA

*Rasenmäher: ca. 80 dBA

*Presslufthammer: ca. 110 dBA

*Disco/Club: um die 100 dBA

Bei einem täglich acht Stunden dauernden Lärmpegel von über 85 Dezibel über mehrere Jahre sind Schäden an Hörnerven oder Haarzellen möglich. Erreicht der Pegel in der Spitze über 120 Dezibel, kann es sogar zu Rissen im Trommelfell kommen. Schlafmangel durch nächtlichen Lärm kann auf Dauer das Immunsystem und die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen.

Wenn der Lärm auch Auswirkungen auf andere Organe des Körpers hat, sprechen Mediziner von extraauralen Wirkungen. Diese sind schon bei deutlich niedrigeren Schalldruckpegeln möglich. Die Schwelle für solche Schäden sind individuell. Von etwa 60 Dezibel an kann der Körper Stresshormone wie Cortisol ausschütten., wenn der Lärm als unangenehm Laut empfunden wird. Blutdruck und Herzfrequenz steigen.

Studien haben ergeben, dass die Gefahr, durch Fluglärm zu erkranken, mit dem Alter abnimmt. Dies hängt vor allem mit der Zunahme der altersbedingten Schwerhörigkeit zusammen.

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