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Warum werde ich im Urlaub immer krank?

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Der Urlaub: Wenn die Erholungsphase zur Belastung wird!
(Foto: iww)

Endlich Urlaub! Jetzt erstmal entspannen. Doch dann kratzt der Hals, die Nase tropft, die Augen fallen vor Müdigkeit zu. Immer mehr Menschen leiden an Grippesymptomen, wenn sie frei haben.

„Leisure sickness“, Freizeit-Krankheit, nennen Forscher der holländischen Universität Tilburg dieses Phänomen.

Kürzlich fanden die Forscher heraus, wer besonders gefährdet ist: Perfektionisten und Vielarbeiter mit einem hohen Verantwortungsgefühl und starkem Kontrollbedürfnis. Wenn ein Mensch jahrelang unter derartiger Daueranspannung lebt, gewöhnt sich sein Körper an diesen Zustand, erklären Mediziner. Jede Erholungsphase wird dann zur Belastung.

Verantwortlich dafür sind Hormone: Cortisol, das auf das Immunsystem dämpfend wirkt und Entzündungen hemmt, und Adrenalin, das bei Stress die Herzfrequenz steigert, den Blutdruck steigen lässt, Energiereserven mobilisiert. Ist der Mensch körperlich oder psychisch großen Anstrengungen ausgesetzt, werden große Mengen dieser Hormone ausgestoßen. Ihr Schutzwall wehrt Krankheitserreger ab. Fällt der dauerhaft zu hohe Stress-Pegel, fällt auch der Schutzwall. Die Erreger schlagen zu.

Experten raten, den gesunden Rhythmus zwischen Anspannung und Entspannung wieder zu trainieren, mehr Bewegung und Entspannung auch im Alltag. Empfehlenswert sei auch, öfter mal ein paar Tage freizumachen anstelle von drei Wochen Urlaub am Stück.

Wer nicht Opfer der Freizeit-Krankheit werden will, muss Verhaltensmuster durchbrechen und lernen zu entspannen. Etwa durch progressive Muskelentspannung oder Yoga, zudem Sport und Bewegung. Urlaubern raten die Mediziner zu Puffertagen zwischen Arbeitsende und Reiseantritt, Rückkehr und Arbeitsbeginn. Unbedingt jedoch gelte es, auch bei der Arbeit mal innezuhalten und Momente der Ruhe zuzulassen.

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