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So schützen Sie Ihr Hauskaninchen vor Kaninchenpest und Chinaseuche

Sie klingen exotisch fern und sind doch eine reale Gefahr für heimische Hauskaninchen: Die beiden Infektionskrankheiten Myxomatose – – auch Kaninchenpest genannt -– und Chinaseuche sind hoch ansteckend und enden für die Tiere tödlich.„

Träger des Virus sind einheimische Wildkaninchen. Auf Spaziergängen zwischen Mai und Oktober sind Myxomatose-Opfer häufig zu sehen –und zu erkennen: an zugeschwollenen Augenlidern und einem unförmig vergrößerten Kopf“. Infiziert werden die Wildkaninchen über Stechmücken und Flöhe, die bei der nächsten Mahlzeit das Virus auf ein anderes Tier übertragen. „Über Mücken kann also auch ein in der Wohnung gehaltenes Kaninchen angesteckt werden“. Aber auch ein Kontakt über die Hände des Menschen oder Grünfutter aus einem betroffenen Gebiet könne zur Übertragung führen.

Tückisch ist auch die Chinaseuche, deren Symptome der Kaninchenbesitzer vor dem Tod seines Tieres oft gar nicht bemerkt: „Das Virus führt zu Blutungen im Körper und Atembeschwerden, eine Rettung ist nicht möglich“. Übertragen wird die anzeichenpflichtige Seuche direkt von Tier zu Tier, aber auch durch Futter, Einstreu und ebenfalls Insekten. Bester Schutz für Nager in der Wohnung ist eine rechtzeitige Impfung im Frühjahr. „Sie ist ab der 6. Lebenswoche des Kaninchens möglich und hält etwa sechs Monate an“.

Maden bringen Kaninchen in Gefahr

In der warmen Jahreszeit sind Kaninchen einer besonderen Gefahr ausgesetzt: Zahlreiche Tiere sterben an einem Befall mit Maden von Fleisch- und Schmeißfliegen – der so genannten Myiasis. Darauf weist die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ hin. „Die Fliegen legen ihre Eier bevorzugt in Wunden oder in den Hautfalten der Geschlechtsteile ab. Besonders anfällig sind an Durchfall erkrankte oder in ihrer Bewegung eingeschränkte Tiere“, sagt Tierärztin Daniela Rost. Auch Wohnungskaninchen seien betroffen.Aus den Fliegeneiern könnten sich in nur wenigen Stunden Larven entwickeln, die über Körperöffnungen in die Unterhaut eindringen. Dort ernährten sie sich vom Körpergewebe und zerstörten es. Dabei sondern die Larven giftige Stoffwechselprodukte ab, die sehr häufig zu einem toxischen Schock des Kaninchens und zu dessen Tod führen, teilt die Organisation weiter mit.

Um Fliegen von den Kaninchen fern zu halten, sollte nicht gefressenes Frischfutter rasch aus dem Gehege entfernt sowie die Kaninchentoilette täglich gereinigt werden. „Je früher der Befall erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Chancen, das Tier zu retten“, unterstreicht die Tierärztin.Kaninchen sollten deshalb bei feucht-warmem Wetter täglich auf Wunden und Madenbefall in den Hautfalten untersucht werden. „Die Fliegenlarven sind etwa einen halben Zentimeter lang, dicklich, weiß, sehr beweglich und schnell“, erläutert Veterinärin Daniela Rost. Würden Fliegenmaden entdeckt oder Symptome wie verstärktes Kratzen, unkontrollierte Zuckungen, Lethargie oder Fressunlust beobachtet, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.

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