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Schluss mit dem Wildwuchs: So werden Fugen zwischen Steinplatten wieder sauber

Kaum zeigen sich warmer Tage, beginnt im Garten ein vertrautes Spiel: Zwischen Pflastersteinen und Terrassenplatten sprießen die ersten grünen Triebe. Was botanisch betrachtet ein kleines Wunder der Anpassungsfähigkeit ist, wirkt auf Wegen und Sitzflächen schnell wie ein Zeichen mangelnder Pflege. Besonders hartnäckige Wildkräuter nutzen jede noch so kleine Fuge als Wachstumsnische.

Die gute Nachricht: Um den unerwünschten Bewuchs zu entfernen, braucht es weder aggressive Mittel noch komplizierte Verfahren. Je nach Größe der Fläche und Beschaffenheit der Steine stehen mehrere umweltfreundliche Methoden zur Auswahl.

Der Klassiker: Mit dem Fugenkratzer gegen das Grün

Die älteste Methode ist zugleich eine der zuverlässigsten: das Auskratzen der Fugen per Hand. Mit einem Fugenkratzer lassen sich die Pflanzen gezielt entfernen, ohne die Umgebung zu belasten. Der Nachteil liegt allerdings in der körperlichen Arbeit – wer viele Meter Pflaster bearbeiten muss, spürt die Bewegung schnell im Rücken.

Eine rückenschonendere Variante sind Fugenkratzer mit Teleskopstiel. Sie ermöglichen das Arbeiten im Stehen und machen die ungeliebte Gartenarbeit deutlich komfortabler.

Der richtige Zeitpunkt spielt dabei eine wichtige Rolle: Nach einem Regenschauer lässt sich Unkraut leichter entfernen, weil der Boden weicher ist und sich die Wurzeln einfacher lösen. Die herausgezogenen Pflanzen sollten anschließend entsorgt werden. Auf dem Kompost können sich Samen weiterentwickeln und später wieder im Garten auftauchen.

Für größere Flächen: Elektrische Helfer

Wer eine große Terrasse oder lange Wege von Unkraut befreien möchte, kann auf elektrische Fugenreiniger zurückgreifen. Die Geräte erleichtern die Arbeit und entfernen Bewuchs vergleichsweise schnell.

Allerdings ist Vorsicht geboten: Nicht jede Steinoberfläche verträgt die mechanische Bearbeitung. Vor dem Einsatz sollte geprüft werden, ob das Material empfindlich auf Bürsten oder rotierende Werkzeuge reagiert. Andernfalls können Kratzer oder sichtbare Schäden entstehen.

Der Hochdruckreiniger: Praktisch, aber nicht für jeden Stein

Der Hochdruckreiniger hat im Garten viele Fans – schließlich entfernt er nicht nur Pflanzenreste, sondern gleich auch Schmutz und Ablagerungen von den Platten. Doch der kräftige Wasserstrahl kann empfindliche Oberflächen angreifen und Fugenmaterial ausspülen.

Wer diese Methode nutzt, sollte deshalb sorgfältig vorgehen:

  • Den Wasserstrahl gezielt auf die Fuge richten und nicht unnötig über die gesamte Oberfläche führen.
  • Nach der Reinigung die ausgespülten Fugen mit geeignetem Sand wieder auffüllen.
  • Vorab prüfen, ob die verwendeten Steine für die Behandlung geeignet sind.

Finger weg von Salz und Essig

Verlockend einfach klingt die Idee, Unkraut mit Hausmitteln wie Salz oder Essig zu bekämpfen. Doch was in manchen Gärten weitergegeben wird, ist keine gute Lösung. Salz kann den Boden belasten und ins Grundwasser gelangen. Der Einsatz von Salz zur Unkrautbekämpfung auf Wegen, Terrassen oder Zufahrten ist nach dem Pflanzenschutzgesetz zudem verboten und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

Auch chemische Herbizide sind auf befestigten Flächen problematisch, da Wirkstoffe mit Regenwasser in die Umwelt gelangen können.

Ganz ohne Arbeit bleibt ein gepflasterter Gartenweg selten. Wer jedoch regelmäßig kleine Mengen Unkraut entfernt, verhindert, dass sich die Pflanzen tief in den Fugen festsetzen. Mechanische Methoden sind dabei nicht nur die umweltverträglichere Wahl, sondern oft auch die nachhaltigste: Ein gepflegter Weg beginnt mit kleinen Handgriffen – bevor aus ein paar grünen Halmen ein ganzer Dschungel wird.

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