Was macht man mit Maronen in der Küche?

Maronen oder Maroni (Esskastanien) haben einen hohen Kaliumgehalt.

maroniEsskastanien haben einen leicht mehligen Geschmack, der an Kartoffeln erinnert. Besonders zur kalten Jahreszeit sind sie ein Genuss.

Esskastanien verstecken in stacheligen Kapselfrüchten die leckeren, essbaren Maronen. Ihre Hülle ist etwas „puscheliger“ als die der Ross-Kastanie, die eher dornige Stacheln hat und eben jene Kastanien beherbergt, die die Kinder im Herbst sammeln und zu Männchen zusammenstecken.

Maronen werden gegart und geschält zu Wein gegessen oder als Füllung für Fleisch verwendet bzw. als Suppe zubereitet.

Maronipüree gilt als feine Beilage zu Fleisch.

Zum Garen werden die Maroni kreuzweise an der Spitze eingeschnitten und in den Backofen gelegt. Danach lassen sich Haut und Fäden leicht entfernen.

Ein Maronen-Püree muss im Mund degustiert werden: Es ist weich, sämig, gehaltvoll und sehr geschmackvoll. Der Geschmack ist leicht süßlich-nussig und erinnert ein bisschen an Marzipan.

Maronenmehl

Maronen waren früher das Brot des armen Mannes. Getrocknet und geschält mahlte man Esskastanien zu gesundem Mehl-Ersatz. Das leicht süßliche Maronenmehl (Bioladen) eignet sich gut zum Brotbacken (1:1 mit normalem Mehl gemischt) sowie für die Herstellung von Gnocchi, Spätzle oder Pasta.

Gehobene Küche

Früher betrachteten die Menschen die besonders stärkehaltigen Esskastanien als sättigenden Magenfüller. Heute haben die Früchte in experimentierfreudigen, gehobenen Restaurants einen festen Platz auf der Speisekarte. Die Gastronomen beziehen die Maronen vor allem vom Großhändler, denn frische Maronen gibt es in Deutschland kaum – außer im milden Weinbauklima entlang des Rheines und am Bodensee.

Esskastanie pflanzen

Rezept: Bandnudeln mit Lauch-Maronen-Rahm (vegetarisch)

Für 2 Personen benötigen Sie:

  • 200 g breite Bandnudeln
  • 2 Stangen Lauch
  • 1 Packung Maronen (vakuumverpackt)
  • 1 EL Butter
  • Zucker, Salz, Pfeffer
  • Paprikapulver, Thymian
  • 1 Knoblauchzehe
  • Gemüsebrühepulver (nach Bedarf)
  • 200 ml süße Sahne (oder Kondensmilch)
  • gehackte Mandeln
  • Parmesan-Späne

Den Lauch der Länge nach vierteln. Dann in 5 bis 10 Zentimeter lange Stücke schneiden und gut waschen. Maronen grob hacken. In einer großen Pfanne Butter erhitzen und die Maronen darin anbraten. Zucker dazugeben und karamellisieren lassen. Dann den Lauch dazugeben und mit Gewürzen und Gemüsebrühepulver nach Bedarf abschmecken. Knoblauch dazu pressen. Mit Sahne ablöschen.

Nudeln nach Packungsanweisung bissfest kochen, anschließend durch ein Sieb abschütten. Inzwischen die Mandeln in einer kleinen Pfanne ohne Fett leicht anrösten. Die Sauce über die Nudeln geben. Darüber die Parmesan-Späne streuen, darauf die Mandelsplitter geben und nach Geschmack mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Heiß servieren.

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