Seit langem wird die Ringelblume als Heilpflanze geschätzt. Sie ist seit der Zeit der Ägypter auch Bestandteil vieler Kosmetikartikel.
Volkstümlich gilt die Ringelblume – auch Calendula genannt – als Barometerblume: Ist die Blüte morgens nach 7 Uhr noch geschlossen, kommt Regen. Öffnen sich zwischen 6 und 7 Uhr die Blüten, so wird es ein freundlicher Tag.
Standort und Aussaat
Die Ringelblume mag es sonnig und trocken. Die Ansprüche an den Boden sind mäßig. Wenn die Blüten nicht gepflückt werden und die Samen ausreifen können, säen sie sich selbst wieder aus. Blüten gibt es von Juni bis Oktober. Die Ringelblume wird im März/April an Ort und Stelle gesät, sie ist nicht kälteempfindlich.
Ernte und Pflege
Verschiedene Namen, wie Goldblume, Sonnenwendeblume, Mariengold oder Warzenkraut, sprechen für den Bekanntheitsgrad der Calendula. Als heilkräftige Droge für hautpflegende Salben und leicht krampflösenden Tee dienen die voll geöffneten Blütenköpfe. Für die Verwendung als Heilpflanze erntet man die Blüten nach der vollen Entfaltung, entweder zum sofortigen Gebrauch oder zum Trocknen.
Wenn Sie stets die Blumen schneiden bzw. Verblühtes entfernen, blühen Ringelblumen immer wieder nach. Unansehnlich gewordene Pflanzen (oft stellt sich Mehltau ein) können Sie beherzt bis etwa 5 cm über dem Boden zurückschneiden. In der Regel erscheinen bald gesunde Neutriebe. Lassen Sie einige Blumen zur Samenausbildung stehen, dann erleben Sie ohne Zutun jedes Jahr eine Ringelblumen-Renaissance.
Die Ringelblume wirkt auch heilend auf den Gartenboden. Die Wurzelausscheidungen halten Drahtwürmer und Weiße Fliege fern. Tomaten und andere Gemüse- und Zierpflanzen sollten üppiger wachsen, wenn Ringelblumen zwischen sie gesät werden. Schnecken mögen ihren Geruch nicht und bleiben fern.
Extra-Tipp: Die jungen Blätter schmecken klein geschnitten in Salaten leicht süß und haben einen salzigen Nachgeschmack.
