Ratten verstehen und vertreiben

Keiner spricht gern darüber, vielen sind sie unheimlich oder ekelig. Mäuse sind für manche Menschen noch niedlich, doch bei Ratten hört die Sympathie schnell auf. In jedem Fall sind die Nager lästig, denn sie verunreinigen Lebensmittel und Vorräte und können Krankheiten verbreiten. Genug Gründe, gezielt gegen die Nager vorzugehen.

Die bei uns häufige Wanderratte bevorzugt pflanzliche Nahrung wie Getreide, Nüsse und Früchte sowie kleine Tiere. Sie leben in Rudeln von bis zu 200 Tieren und besiedeln Abwasserkanäle, Mülldeponien,
Keller, Ställe und Gewässerränder. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv, können schwimmen, tauchen, springen und klettern.

Eine Ratte kann etwa drei Jahre alt werden. In einem Jahr kann ein Rattenpaar bis zu 1.000 Nachkommen hervorbringen.

Vorbeugung gegen Ratten

  • Stellen Sie im Gartenschuppen gelagertes Futter für Vögel oder Fische sicher weg.
  • Verschließen Sie Lücken und Ritzen, durch die Ratten eindringen können.
  • Geben Sie keine gekochten Essensreste auf den Kompost.
  • Entsorgen Sie Essensreste nicht über die Toilette — damit bieten Sie Ratten in der Kanalisation einen reich gedeckten Tisch.
  • Räumen Sie Gerümpelecken auf, damit hier keine Ratten nisten.

Schäden durch Ratten

Ratten verschmutzen mit ihrem Kot und Urin Lebensmittel und zerstören Verpackungen. Da ihre Zähne permanent wachsen, können sie nahezu alles durchnagen, sogar Metall, Hartkunststoff und Isolierungen von Kabeln. Sie übertragen den Rattenfloh und Krankheiten wie Salmonellen, Schweinepest und die Maul- und Klauenseuche. Zudem sind sie Wirtstiere von Borrelien.

Bekämpfung von Ratten

Als vorsichtige Tiere bewegen sich Ratten meist entlang von Wänden. Genau dort können Sie gut die eine Rattenfalle aufstellen. Beködern Sie sie mit gebratenem Speck, den lieben sie. Oder Sie stellen an einer Wand in der Nähe des Nestes ein Rattenköder-Depot auf. Übrigens: Rattenbefall müssen Sie bei Ihrer zuständigen Gemeinde- oder Stadtverwaltung melden.

Die Tiere verenden einige Tage nach der Köderaufnahme schmerzfrei durch inneres Verbluten. Diese zeitverzögerte Wirkung verhindert bei Ratten, dass sie misstrauisch werden und deshalb den Köder meiden.

Die offene Auslegung von Ratten- und Mäuseködern ist verboten, damit Haus- und Wildtiere nicht gefährdet werden. Denn auch für sie ist der Köder giftig. Kontrollieren Sie die Köderstellen regelmäßig um festzustellen, wie stark der Befall ist. Wenn der Köder weggefressen ist, warten Sie einige Tage mit dem Nachlegen. So verhindern sie, dass die Ratten den Köder einfach nur für schlechte Zeiten einlagern und nicht sofort fressen.

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