Energiesparend backen

Beim Backen von Kuchen, Plätzchen, Brötchen usw. lassen sich im Haushalt durchschnittlich etwa 25 Prozent der Energie einsparen, wenn man die Gebäcke in den kalten Backofen schiebt und den Ofen rechtzeitig vor Backende ausschaltet.

So kann die Energie für das sonst übliche Vorheizen gespart und die Nachwärme des Ofens genutzt werden. Dies zeigen Untersuchungen des Fachbereichs Ökotrophologie der Fachhochschule Hamburg. Dabei ist es egal, ob bei Ober- und Unterhitze oder mit Umluft gebacken wird. Untersucht wurden jeweils ein haushaltsüblicher Hefe-, Rühr- und Biskuitteig sowie als Fertigprodukt gekaufte Frischteigbrötchen, die nur noch aufgebacken werden mussten. Um eine mit den üblichen Backverfahren vergleichbare Qualität zu erreichen, sind einige Faustregeln zu beachten:

– Sowohl bei Ober- und Unterhitze als auch bei Umluftbetrieb sollte die Backtemperatur 10 bis 20 Grad Celsius höher gewählt werden, als im Backrezept erwähnt.

– Die reine Backzeit (d. h. die Zeit, in der das Gebäck im Ofen ist) muß zwar um einige Minuten verlängert werden, dafür kann man jedoch nach etwa zwei Dritteln der angegebenen Backzeit den Ofen ausschalten und die Nachwärme nutzen.

– Der Backofen sollte möglichst nicht zwischendurch geöffnet werden.

Selbst ausprobieren

Aus den Backerfahrungen der Fachhochschule lässt sich ableiten, dass das energiesparende Backen auch für andere haushaltsübliche Rezepturen wie Quark-Öl-Teige und Mürbeteige geeignet ist. Nur bei Biskuit-, Brand- und Blätterteigen, die eine gleichbleibende Temperatur benötigen, kann das Backergebnis schlechter ausfallen. Hier muss die Hausfrau oder der Hausmann vielleicht selbst einmal ausprobieren, wie es klappt. Beim Braten oder beim Aufbacken von Fertigprodukten wie Pizza, Lasagne, Fischgerichten usw. kann hingegen die energiesparende Methode eingesetzt werden.

Darüber hinaus kann Energie gespart werden, wenn mehrere Gebäcke oder Gerichte gleichzeitig auf einer Back-ebene garen bzw. wenn man beim Umluftbetrieb mehrere Backebenen nutzt.

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