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Die Geschichte der Strickliesel

Aus mit Nägeln beschlagenen Garnrollen wurden die freundlichen Strickpuppen. Sie sollten bei kleinen Kindern die Freude an der Handarbeit wecken.

Die ersten Strickpüppchen gab es Etwa Mitte der 20er Jahre. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Kordeln und Wäscheleine auf verschiedene Weise hergestellt. Häufig dienten mit Nägeln beschlagene Korken oder leere Garnrollen als Arbeitsgeräte Um 1915 kamen Strickapparate für Kinder auf den Markt. Durch diese sollten die Kleinen auf spielerische Weise an das Handarbeiten herangeführt werden.

Den gleichen Zweck hatten wenig später auch die bunt bemalten Strickpüppchen mit den freundlichen Gesichtern. In den 50er Jahren belohnten Wunderknäule die fleißigen Kinder.

Beim Abwickeln des Fadens kamen nach und nach kleine Überraschungen zum Vorschein

Obwohl die Strickliesel als Beschäftigungsspiel für Kinder entstanden ist, gab es auch Modelle für Frauen. Diese hatten ein Messingrohr in der Mitte so dass Seide unbeschadet verarbeitet werden konnte. Die edlen Strickschläuche dienten zum Beispiel als Bordüren. Im Laufe der Jahre verändert sich die Farben und Formen der Püppchen und auch ihre Namen: Erika, Susel, Dirndel, Honey und Peter – abhängig von Mode und Region der Hersteller.

Neben der freundlichen Püppchen gab es Pilze, Eier, Katzen und Mäuse. Die dazugehörenden Maschinenheber wurden in unterschiedlichen Materialien angeboten: spitze Holznadeln, kurze, stabile Stricknadeln mit Griffkugel und Kunststoffnadeln.

Letztere verbogen sich in der Kinderhand jedoch schnell, so dass die Haken auf dem Kopf der Stricklieseln je nach Hersteller variierten. Spielwarenhersteller wie die Firmen J.W. Spear oder Otto Wagner meldeten Mitte der 20er fahre Patente auf verschiedene Steckstifte an. Über einfachste Nagel, Rundkopfnagel und Schlingen ist man zu den heutigen Schlaufen gekommen. Die meister Lieseln haben vier, doch man findet auch solche mit acht oder zwölf Schlaufen. Daneben gibt es unterschiedliche Strickapparate mit 20 Stiften und mehr. Je größer der Apparat, desto größer ist der Schlauch, der entsteht.

Aus den fertigen Strickschlauchen wurden früher Kindermützen, Pulswärmer, Beutel, Krawatten oder Puppenkleider hergestellt.

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