Biodünger fürs Beet selbst hergestellt – So geht´s

Bio aufs Beet: Einige wertvolle Naturdünger lassen sich leicht selbst produzieren. Deren Nährtstoffgehalte können allerdings nur abgeschätzt werden.

Der wichtigste selbstgemachte Dünger aus dem eigenen Garten ist Kompost. Er liefert nicht nur Nährstoffe, sondern versorgt den Gartenboden auch nachhaltig mit Humus. Kompost kann nach einem Jahr Rotte ausgebracht werden. Rottet er länger, nimmt seine Düngewirkung etwas ab. Dafür enthält er mehr Dauerhumus, der den Boden über Jahre verbessert.

Pflanzenjauche

Besonders stickstoffhaltig sind Pflanzenjauchen. Sie wirken schneller als Kompost und lassen sich auch deutlich schneller herstellen. Dazu etwa ein Kilo Grünpflanzen wie Beinwell, Lungenkraut, Brennnesseln oder Gründüngerpflanzen in 10 Litern Wasser 1 bis 2 Wochen vergären lassen, abseihen und mit 10 Teilen Wasser verdünnen. Wöchentlich damit gießen.

Mist und Dung

Mist und Dung von Kuh und Schaf können in kleinen Mengen (3 Liter pro Quadratmeter) in den Boden eingearbeitet werden. Pferdemist oder Geflügelmist sind scharf. Vor allem frischer Geflügelmist führt schnell zu Verbrennungen. Beide werden besser aufgesetzt und für ein halbes bis ganzes Jahr abgelagert. Noch besser: Den Mist in dünnen Lagen alle 15 cm auf den Kompost geben. Nach einem Jahr ist ein milder Dünger entstanden. Gesundheitsschädliche Bakterien oder Darmparasiten sind dann abgestorben.

Holzasche

Holzasche aus unbehandeltem Holz ist ein kaliumhaltiger Naturdünger, den zum Beispiel Sellerie und Kartoffeln schätzen. Allerdings enthält sie auch Kalk und häufig Schwermetalle. Die Asche also mit Bedacht einsetzen und nicht gleichzeitig kalken.

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