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Allergisch auf Weihnachtsgebäck – was tun?

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An Lebkuchen, Spekulatius und Schoko-Nikoläusen kommt man im Advent kaum vorbei. Die Verführung durch Süßigkeiten ist gerade in der Weihnachtszeit besonders groß. Für Menschen mit einer Nahrungsmittelallergie oder -unverträglichkeit eine echte kulinarische Herausforderung. Etwa acht Prozent der Kinder und vier Prozent der Erwachsenen reagieren auf unterschiedliche Lebensmittel allergisch.

Nüsse, Erdnüsse, Äpfel, Weihnachtsmänner aus Schokolade, Lebkuchen und Plätzchen, aber auch die typischen Weihnachtsgewürze wie Anis, Zimt und Kardamom können Allergien verursachen. Besonders Nuss- und Erdnussallergiker müssen vorsichtig sein und können nicht einfach so überall zugreifen. Auch Pollenallergiker müssen aufpassen. Gewürze und Nüsse in Weihnachtsgebäck enthalten Stoffe, die ähnlich strukturiert sind wie etwa Birkenpollen und daher zu allergischen Reaktionen führen können. Diese Reaktionen machen sich beispielsweise durch ein Kribbeln auf der Zunge und im Hals oder durch Juckreiz am Gaumen und in den Ohren bemerkbar.

Meistens sind solche Reaktionen zunächst harmlos. Gefährlich wird es erst, wenn Mund und Rachen anschwellen, denn das könne zu Atemnot führen. Dann sollte man das allergieauslösende Nahrungsmittel unbedingt meiden und am besten mit einem Allergologen sprechen, der spezielle Notfallmedikamente verschreiben könne.

Wer gegen bestimmte Nahrungsmittel allergisch ist, sollte immer einen Blick auf die Verpackung werfen. Doch die Kennzeichnungspflicht gilt nur, wenn der Allergieauslöser als Zutat im Lebensmittel verarbeitet ist und nicht nur ungewollt in das Lebensmittel hineingeraten ist.

Aber nicht nur Nussallergiker müssten aufpassen, auch Pollenallergiker könnten mit Kreuzreaktionen auf die typischen Weihnachtsgewürze wie Zimt oder Anis reagieren. Bei verpackten Plätzchen müssen Gewürze nicht einzeln aufgelistet werden, wenn weniger als zwei Prozent enthalten sind. Allergiker können also nicht immer mit einer vollständigen Auflistung der Gewürze rechnen. Es ist für sie also schwierig, nicht aus Versehen zur falschen Süßigkeit zu greifen. Es gibt einige Hersteller, die ihre Ware in nuss- und erdnussfreien Werken produzieren. Welche das sind, kann man bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung erfahren.

Auch auf dem Weihnachtsmarkt laufen Allergiker Gefahr, unwissentlich in Naschwerk mit Allergierisiko zu beißen. Ein umfangreiches Zutatenverzeichnis ist nur für verpackte Lebensmittel vorgeschrieben, nicht aber für die lose Ware.

Vorsicht sei vor allem bei den gebrannten Makadamianüssen, gebrannten Pinienkernen oder gebrannten Mandeln geboten. Es kann zu Kreuz-Kontaminationen kommen. Wer beispielsweise allergisch gegen Makadamianüsse ist und sich gebrannte Mandeln kauft, kann nicht sicher sein, ob die beiden Produkte in der Herstellung wirklich sauber voneinander getrennt wurden. Man muss immer mit Spuren rechnen und darum besser: Finger weg.

 

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