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Wie wird man Tea Taster?

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TeeDeutschland ist ein wichtiger Ort der Teeveredelung. Etwas mehr als die Hälfte des eingeführten Tees wird wieder exportiert. Die deutschen Teeverkoster, die für Qualität und Veredelung zuständig sind, genießen seit langer Zeit einen weltweit hervorragenden Ruf.

Tea Taster mit den ausgeprägten sensorischen Fähigkeiten sind hoch begehrt, bundesweit allerdings ein kleiner Kreis. Und der Ausbildungsweg ist lang. Eine kaufmännische Ausbildung in einem Tee-Betrieb ist der übliche Einstieg in den Beruf. Am Anfang ist es wichtig, ein Gespür für Tee zu bekommen und zu lernen, Sorten wie Assam und Darjeeling zu unterscheiden. Inklusive kaufmännischer Ausbildung dauert die Lehrzeit rund sieben Jahre. Nicht selten gehören auch Aufenthalte in den Anbauländern dazu. Eine Abschlussprüfung gibt es nicht – man muss seine Fähigkeiten im Tagesgeschäft beweisen.

Kein Tee ist wie der andere

Ein gutes Gedächtnis ist unverzichtbar – jede Geschmackssorte muss sich gemerkt werden. Allein Darjeelings haben davon mehrere Dutzend. Kein Tee ist wie der andere. Es gibt über 3.000 Tee-Sorten. “Ohne eine gewisse Begabung geht es deshalb nicht”, betont Kathryn Jones vom Deutschen Teeverband in Hamburg.

Getrunken wird der Tee beim Verkosten nicht: Es wird probiert und gleich wieder ausgespuckt – manchmal 600 Tassen am Tag. Die traditionsreiche Hamburger Handelsfirma G.W.A. Westphal Tee lässt für ihre Qualitätstests extra Wasser aus Ostfriesland herbeischaffen.

Von den mehr als 50.000 Tonnen, die z.B. 2008 nach importiert wurden, kamen gut die Hälfte wieder in den Export. Den Rest trinken die Deutschen selbst, ungefähr 25 Liter pro Kopf der Bevölkerung. Mit einem Anteil von 77 Prozent bleibt der schwarze Tee weiterhin hoch im Kurs, nur 23 Prozent Grüntee werden hierzulande konsumiert.

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