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Welche Pflanzen auf dem Balkon nicht erlaubt sind

Wer eine Wohnung mit Balkon oder Garten mietet, darf diesen nutzen, wie er möchte.

Die Bepflanzung des Balkons gehört grundsätzlich zum vertragsmäßigen Gebrauch einer Mietwohnung. Welche Pflanzen Mieter in die Pflanzkästen oder Kübel stecken, bleibt ihnen weitgehend selbst überlassen. Allerdings gibt es bei der Auswahl durchaus Grenzen. In der deutschen Rechtsprechung gibt es einschlägige Urteile dazu. Ein Ahornbaum beispielsweise darf nach einem Beschluss des Landgerichts München I (Az.: 31 S 12371716) nicht auf einem Balkon gepflanzt werden.

Genauso problematisch können Rankpflanzen sein. Zwar dürfen Mieter grundsätzlich ein Rankgitter anbringen. Sie müssen jedoch darauf achten, dass die Pflanzen das Mauerwerk nicht beschädigen, befand das Amtsgericht Berlin-Schöneberg (Az.: 6 C 360/85). Efeu oder Wilder Wein sind damit eher ungeeignet zur Balkonbegrünung. Mieter sollten deshalb die Zustimmung des Vermieters einholen, bevor sie Efeu oder Wilden Wein auf dem Balkon pflanzen.

Anlass zu Streitigkeiten liefert nicht selten auch ein Sichtschutz. Er muss in der Regel zur Fassade und zum Gesamteindruck des Hauses passen und darf nicht zu hoch sein. Wenn eine Bepflanzung aufgrund ihres Umfangs einer baulichen Veränderung gleichkommt oder das Erscheinungsbild der Hausfassade optisch beeinträchtigt, ist sie nicht mehr vom üblichen Mietgebrauch gedeckt. Entscheidend dafür, wann dies der Fall ist, sind stets die konkreten Umstände des Einzelfalls.

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