Wäsche bleichen und entfärben

Hartnäckige Flecken oder andere Farbunfälle lassen sich nur durch Bleichen der Kleidung wieder beseitigen.

Backpulver besteht aus Natriumhydrogencarbonat, zusätzlich werden Trenn- und Säuerungsmittel hinzugefügt. Eine bleichende Wirkung erzielt man bereits, wenn man zwei Päckchen Backpulver zum Waschmittel hinzugibt.

Benzin im Kochwasser hat eine aufhellende Wirkung. Aber bitte sparsam dosieren und vorsichtig handhaben!

Buttermilch entfärbt weiße Wäsche. Legen Sie die Stücke über Nacht in kalte Buttermilch. Anschließend noch einmal waschen.

Milch erfüllt denselben Zweck. Legen Sie Ihre verfärbten Kleidungsstücke in Milch und lassen Sie diese so lange einwirken, bis die Milch sauer ist. Anschließend mit klarem Wasser ausspülen und trocknen lassen.

Eierschalen in Stoffbeutel füllen und zur Wäsche geben.

Essig in einigen Tropfen zur Wäsche hinzugeben. Oder Essig mit Backpulver verrühren, die Masse auf die Kleidungsstücke auftragen und einige Stunden einwirken lassen. Um den Geruch zu entfernen, die Wäsche dann heiß waschen.

Füllertinte hellt Wäsche ebenfalls deutlich auf. Drei bis vier Tropfen vor dem Waschen auf die Wäsche geben.

Zitronensäure ist ebenfalls ein bewährtes Hausmittel. Weiße Wäsche für zwölf Stunden in Zitronensaft einlegen und anschließend waschen.

Eau de Javel – auch Javelwasser genannt – ist eine wässrige Lösung, die bereits 1792 auf Chlorbasis fabrikmäßig als Bleichmittel in dem französischen Ort Javel hergestellt wurde. Das Wasser tötet auch Viren, Bakterien und Pilze ab. Heute wird Javelwasser vorwiegend zum Entfärben und Entfernen von Flecken auf Textilien eingesetzt.

Wäscheblau nutzte man bis in die 50er Jahre hinein, um dem Gilb und dem durch Ablagerungen von Kalkseife entstehenden Grauschleier an den Kragen zu gehen. Die Tabletten, Pulver oder Pasten bestanden im Wesentlichen aus gepresstem Stärkemehl, das mit dem mineralischen Pigment Ultramarin gemischt war. So wurden 5 bis 10 g auf fünf Kilo Wäsche in das Wasser des letzten Spülgangs gegeben. „Feinstes Waschblau“ gibt’s noch heute, zum Beispiel über www.manufactum.de. Groß— mama fügte dem Blauwasser noch eine Mischung von drei Teilen Spiritus und einem Teil Terpentin zu, um das Ergebnis zu optimieren.

Weingeist hellt vergilbtes Leinen wieder auf. Die Wäschestücke über Nacht in eine Lösung aus einem Esslöffel gereinigtem Weingeist pro einem Liter Wasser einweichen. Anschließend in der Waschmaschine waschen.

Borax schützt die Wäsche vor dem Vergrauen. In den letzten Spülgang zehn Liter Wasser und einen Esslöffel Borax geben.

Blaues Backpapier bewahrt weiße Wäsche vor dem Vergilben. Sie wird einfach darin eingeschlagen.

Kalte Winterluft wirkt bei widerstandsfähigen Stoffen Wunder. Sie bleichen, wenn man sie bei Frost im Winter draußen aufhängt und steif werden lässt.

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