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Das 1×1 der Wolle

Als Wolle werden nur die Haare vom Fell des Schafes bezeichnet; stammen die Fasern von anderen Tieren, muss die Tierart in Verbindung mit -wolle oder -haar genannt werden, z.B. Kamelhaar, Angorawolle.

Eigenschaften von Wolle

  • Sehr elastisch
  • Gute Feuchtigkeitsaufnahme
  • Gutes Warmhaltevermögen
  • Filzneigung
  • Hitzeempfindlichkeit
  • Empfindlich gegen mechanische Beanspruchung, z.B. durchgescheuerte Ärmel, Vorsicht auch beim Waschen (nicht rubbeln oder wringen).
  • Knitterarm, Oberbekleidung guter Qualität hängt sich aus

Durch besondere Ausrüstung können Textilien aus Wolle strapazierfähiger gemacht werden. Die Bezeichnung waschmaschinenfest oder super- wash gewährleistet, dass Wollkleidung mit dem Schonprogramm in der Waschmaschine gewaschen werden darf. Cool wool ist die Bezeichnung für besonders leichte Bekleidungsstoffe in Wollsiegel-Qualität.

Da Wolle in sehr unterschiedlichen Qualitäten angeboten wird, lohnt es sich, die Kennzeichnung genau zu beachten. Reine Schurwolle ist die beste Qualität, sie wurde aus Fasern vom gesunden Schaf (oder anderen feinen Tierhaaren bzw. Gemischen mit Schafwolle) gewonnen und ist erstmals verarbeitet.

Reine Wolle ist qualitativ nicht so gut, dahinter können sich Textilien aus Reißwolle verbergen. Reißwolle war bereits verarbeitet, wurde maschinell zerrissen und daraus neue Wolle gesponnen. Reine Schurwolle wird manchmal mit anderen Fasern gemischt, z. B. um die Strapazierfähigkeit zu erhöhen; solche Textilien werden mit dem Combi-Wollsiegel gekennzeichnet. Diese Fasergemische enthalten mindestens 60% Schurwolle. Die genaue Zusammensetzung ist angegeben.

Verwendung von Wolle

  • Oberbekleidung (Maschenware und Gewebe) z. B. Strickwaren, Kostüme, Anzüge, Strümpfe
  • Decken
  • Teppiche
  • Bettwaren

Übersicht: Verschiedene Wollarten

Lambswool ist die Wolle von der ersten Schur des Schafes.

Kamelhaar gibt es in unterschiedlichen Qualitäten. Die feinen Haare des zweihöckigen Kamels werden für hochwertige Decken und Oberbekleidung verwendet, die grobe Wolle des einhöckerigen Dromedars für Teppiche.

Lama- und Alpakahaar stammt von kleinen Kamelen; es kann viele Farben haben, von braun, schwarz bis grau und weiß. Besonders fein und teuer ist das weiße Haar von Baby-Lamas. Ver- wendet wird Lama- und Alpakahaar für Decken, Bettenfüllungen und Oberbekleidung.

Mohairhaar ist sehr feines, langes Haar der Mohairziege. Besonders hochwertig ist auch hier das Haar der jungen Tiere (Kid-Mohair). Verwendet wird Mohair ebenfalls für Oberbekleidung und Decken.

Kaschmirwolle stammt von der Kaschmirziege und zählt zu den teuersten Wollarten. Verwendet wird Kaschmir für hochwertige Oberbekleidung, Betten und Decken. Textilien aus Kaschmir sind sehr leicht und anschmiegsam.

Angorahaar stammt vom Angorakaninchen. Die Haare sind sehr fein, die Textilien sehr leicht und warm, allerdings sehr empfindlich, z. B. beim Waschen. Verwendet wird Angorawolle für hochwertige Strickwaren und Rheumaunterwäsohe.

Cashgora ist kein Begriff, der im Textilkennzeichnungsgesetz genannt ist. Die Fasern stammen von einer gezüchteten Tierart, einer Kreuzung zwischen Mohairziege und Kaschmirziege.

Motten: Feinde der Wolle

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