Kaum eine andere Kübelpflanze weckt so sehr Urlaubsgefühle wie die Zitruspflanze. Sie bringt mediterranes Lebensgefühl in den Topfgarten, auf die Terrasse oder den Balkon. Die hübschen Pflanzen sorgen sofort für sonnige Laune.
Schöne Farben, süßer Duft und – mit etwas Glück – sogar eine kleine Fruchternte machen ein Zitrusbäumchen zu einem besonderen Erlebnis. Mandarinen-, Zitronen-, Limetten-, Orangen-, Kumquat- und Grapefruitbäumchen unterscheiden sich leicht im Aussehen, haben aber alle einen kräftigen Stamm mit einer grünen Krone. Weitere Gemeinsamkeiten sind ihre überwältigende Blüte, ihre Vorliebe für ein warmes und sonniges Klima sowie der exotische Eindruck, den sie auf Terrasse und Balkon hinterlassen.
Zitruspflanzen sind typische Kübelpflanzen. Sie benötigen sowohl im Sommer als auch im Winter viel Licht. Ursprünglich stammen die meisten Zitrusbäume aus Südostasien. Im Jahr 200 nach Christus pflanzten bereits die Römer die Bäume in ihre Gärten. Um 1200 kamen die ersten Bäumchen nach Westeuropa. Zunächst wurden sie in Scheunen mithilfe von Feuer frostfrei gehalten. Später entstanden Orangerien, in denen die „Orangenbäumchen“ überwintern konnten.
Zur Gattung Citrus gehören Pflanzen wie Orange, Mandarine, Zitrone, Grapefruit und Kumquat. Die Bäumchen sorgen mit ihren orangefarbenen Früchten für ein anhaltendes Urlaubsgefühl – ganz gleich, ob im Garten, auf der Terrasse oder zeitweise im Haus.
Die Bauernorchidee: Romantischer Naturlook für Balkon und Garten
Pflanzen mit natürlichem, wildem Charakter haben Hochsaison. Terrassen und Gärten werden üppig und rustikal angelegt und verzaubern mit dem Charme verwunschener Naturparadiese. Mitten unter ihnen: die anmutige Bauernorchidee und ihre zauberhafte Blütenwelt.
Auch in modernen Gärten schafft die Bauernorchidee eine malerische Umgebung. Sie sorgt für Plätze voller Harmonie und idyllischer Üppigkeit, die zum Verweilen einladen.
Keine echte Orchidee
Auch wenn ihre farbenprächtigen Blüten an die filigrane Schönheit von Orchideen erinnern, täuscht der Name. Botanisch gesehen ist die Bauernorchidee keine Verwandte der Orchideengewächse. Schizanthus, so ihre botanische Bezeichnung, gehört zur Gattung der Spaltblumen in der Familie der Nachtschattengewächse.
Ihre wildwachsenden Vorfahren stammen aus den kargen Hochebenen Chiles. Das macht sie widerstandsfähig gegen Hitze und Kälte und prädestiniert sie für die erste Frühjahrsbepflanzung. Bauernorchideen haben es eilig, ins Freie zu kommen: Selbst mittlere Nachtfröste bis minus 7 Grad überstehen sie unbeschadet. Schon ab Mitte März dürfen sie daher nach draußen. Mit ihren fröhlichen Blüten sind sie eine gute Wahl für frühe Blütenpracht in Kübeln und Töpfen. Ab Mitte April sorgen sie auch im Gartenbeet für ein üppiges Blütenmeer.
Gestaltungsideen mit der Bauernorchidee
Als Solitär im Topf, in Gruppen oder prachtvoll im Beet: Die Bauernorchidee schmückt viele Bereiche im und um das Haus. Besonders schön präsentiert sie sich in geflochtenen Körben oder rustikalem Steinzeug. Dabei hat sie sowohl einzeln als auch in Gesellschaft viel für das Auge zu bieten.
Gut kombinieren lässt sie sich mit zarten Blattpflanzen wie Efeu, feinen Gräsern, Farnen oder Moosen. Die Bauernorchidee ist vielseitig wie kaum eine andere Pflanze. Als fröhlich-bunter Hingucker schmückt sie im Haus Tisch und Fensterbank und bringt leuchtende Farben in den Wintergarten.
Ideale Standorte im Außenbereich sind geschützte, möglichst überdachte Eingangsbereiche, Treppenaufgänge und Vorgärten. Im Topf oder Kübel schätzt die Bauernorchidee ein sonniges Plätzchen, kommt aber auch mit Halbschatten oder schattigen Standorten zurecht.
Pflege der Bauernorchidee
Sind die Blütenstände abgeblüht, sollten sie zurückgeschnitten werden. Sehr schnell bilden sich dann neue Blüten. So sorgt die Bauernorchidee einen ganzen Sommer lang für ein üppiges Blütenmeer in romantischer Fülle.
Zudem ist die Pflanze durstig. Ihr Erdballen sollte nicht austrocknen. Regelmäßiges Gießen ist Pflicht, ein Abfluss im Pflanzgefäß beugt ungünstiger Staunässe vor. Beim Gießen gilt es, die grazilen Blüten zu schonen: Der Wasserstrahl sollte möglichst nur auf den unteren Bereich der Pflanze gerichtet werden.
Werden Pflanzenteile beschädigt, regeneriert sich die Bauernorchidee in der Regel sehr schnell von selbst.
