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Fehler bei der Überweisung: Muss die Bank haften?

Zwischenablage22-150x150Ein Tippfehler, ein Zahlendreher, eine falsche Summe – wer eine Überweisung ausfüllt, ist nie vor Fehlern sicher. Wie bekommt man das Geld im ungünstigsten Fall zurück? Muss die Bank dafür haften?

Geregelt werden die Gegebenheiten zu Überweisungen im Bürgerlichen Gesetzbuch BGB, Paragraphen 676a bis 676c. Hier steht, welche Rechte Banken und Kunden haben und auf welchem Weg falsche Überweisungen wieder rückgängig gemacht werden können.

Wird eine Zahlung getätigt, so gibt es zwischen Bank und Kunden einen so genannten Zahlungsvertrag. Wurde eine Überweisung falsch gemacht und hat sich etwa ein Zahlendreher eingeschlichen, mit dem das eingezahlte Geld an einen falschen Adressaten geht, liegt die Schuld allein beim Kunden.

Mussten Banken in der Vergangenheit alle ausgehenden Zahlungen auf korrekte Daten überprüfen, ist dies nun nicht mehr nötig. Als Überweisender hat man zwar Anspruch auf die Rückerstattung eines falsch gesendeten Betrages, aber es gibt dennoch häufig den Fall, dass der Geldbetrag schlicht weg ist.

Alles, was die Bank tut, um das Geld zurück zu holen, geschieht nach neuem Gesetz nun aus Kulanz. Werden beim Online-Banking falsche Daten erkannt, kann problemlos ein Tag vor einem Ausführungsdatum die Überweisung widerrufen werden. Da dem Kunden dennoch laut BGB Rechte zum Schutz zugesprochen werden, kann durchaus auch eine Klage im Schadensfall erfolgreich sein und häufig lohnt sich der Aufwand.

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