E-Auto zuhause laden – Worauf es dabei ankommt

Weil das Netz an Ladestationen in Deutschland noch löchrig ist, zögern Viele beim Kauf eines Elektroautos. Wer keine weiten Strecken zu fahren hat oder sich innerhalb seiner Stadt bewegt, dem genügt eine E-„Tankstelle“ zuhause.

E-Mobilität: Ladestation für Autos (Foto: A. Kaatz)

Gundsätzlich ist es möglich, das Elektroauto (u.a. Tesla, BMW i3, VW ID.3, Mazda MX-30) in der eigenen Garage aufzuladen. Der gewöhnliche Haushaltsstecker mit 230 Volt nach CEE 7/4 lädt den Akku auf. Allerdings bringt es der Standardstecker lediglich auf eine Ladeleistung von circa 2,3 Kilowatt. Das Laden des Autos dauert auf diese Weise mit 8 bis 14 Stunden sehr lange, und die Steckdose sowie die Leitungen werden während dieser Zeit stark belastet.

Eigene Ladestation: Wallbox

Wallbox wird die eigene Ladestation für zuhause genannt, erhältlich beim Autohersteller. Sie wird von einem Elektriker als Schnittstelle zwischen 400-Volt-Starkstromanschluss und Auto-Akku installiert. So einen Starkstromanschluss hat grundsätzlich jedes Haus, denn an dieser Leitung hängt auch der Herd. Mit einer Wallbox lässt sich ein Mittelklasse-Elektroauto wie ein Tesla Model 3 in 1 bis 4 Stunden aufladen, denn die heimischen Ladestation liefert eine Ladeleistung von 11 bis 22 Kilowatt. Wallboxen mit Zubehör kosten derzeit zwischen 400 und 1.100 Euro.

Nicht alle Autos sind in der Lage, die Maximalleistung einer Station aufzunehmen. Der Mitsubishi Ionic kann zum Beispiel nur mit der 11-Kilowatt-Stromzufuhr arbeiten. Deshalb ist es wichtig, vor der Anschaffung einer eigenen Ladestation zu prüfen, wie die Stromzufuhr zum Auto geregelt wird.

Egal, für welche Wallbox Sie sich entscheiden, die Buchse für das Laden von Wechselstrom ist normiert. Das Typ-2-System ist nicht nur für batterieelektrische Autos, sondern auch für Plug-in-Hybride geeignet.

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