Knoblauch ist aus vielen Gerichten nicht wegzudenken – er verleiht Würze und Tiefe, egal ob in Suppen, Saucen oder Pfannengerichten. Doch trotz seiner Beliebtheit schleichen sich bei der Verwendung der Knolle oft kleine Fehler ein, die das volle Potenzial des Knoblauchs zunichtemachen.
Hier sind die vier häufigsten Fehler und einige wichtige Tipps, um das Beste aus der vielseitigen Zutat herauszuholen.
1. Die falsche Vorbereitung: Knoblauch schneiden oder pressen?
Eine der am häufigsten gestellten Fragen lautet: Sollte man Knoblauch schneiden oder pressen? Die Antwort hängt von der Zubereitung ab.
Gepresster Knoblauch eignet sich besonders gut für Saucen, Suppen oder Salatdressings, da er sich leichter mit den anderen Zutaten vermischt und für einen intensiven Geschmack sorgt.
Für Pizza oder Ofengerichte sind dünne Knoblauchscheiben traditionell beliebter. Wer Pfannengerichte oder Pasta zubereitet, greift oft zu fein gewürfeltem Knoblauch, der gleichmäßig verteilt werden kann. Es lohnt sich also, die Zubereitungsweise an das jeweilige Gericht anzupassen.
2. Falsche Lagerung: So bleibt Knoblauch länger frisch
Knoblauch gehört zu den Lebensmitteln, die lange haltbar sind – wenn man ihn richtig lagert. Viele machen jedoch den Fehler, die Knolle wie anderes Gemüse offen in der Küche liegen zu lassen. Das führt dazu, dass der Knoblauch schneller reift und unbrauchbar wird.
Der ideale Lagerort ist ein kühler, dunkler Platz – etwa in einem Tontopf mit Deckel oder in einer Papiertüte. Dort kann Knoblauch bis zu 12 Monate halten. Die Lagerung im Kühlschrank oder in Plastikbehältern hingegen fördert die Schimmelbildung und verkürzt die Haltbarkeit erheblich.
3. Zu frühes Braten: Der richtige Zeitpunkt für Knoblauch
Beim Kochen sollte Knoblauch immer erst am Ende in die Pfanne gegeben werden. Viele machen den Fehler, ihn gleichzeitig mit den Zwiebeln anzubraten, obwohl beide unterschiedliche Bratzeiten benötigen.
Knoblauch ist sehr empfindlich und kann schnell verbrennen, was einen bitteren Geschmack hinterlässt. Um das zu vermeiden, sollte er erst zum Schluss kurz mitgebraten werden – so entfaltet er sein volles, aromatisches Potenzial.
4. Nicht zu heiß braten: Knoblauch und Temperatur
Knoblauch verträgt keine hohen Temperaturen in der Pfanne. Wird er zu stark erhitzt, verbrennt die äußere Schicht, während das Innere noch roh bleibt.
Im Gegensatz dazu funktioniert das Garen bei höheren Temperaturen im Ofen besser. Hier lässt man die Knolle ganz und drückt sie nur leicht an, um die Aromen zu entlocken. So bleibt der Knoblauch weich und erhält ein süßliches Aroma.
Mit Knoblauch richtig umgehen
Knoblauch kann jedes Gericht aufwerten – vorausgesetzt, man verwendet ihn richtig. Mit der passenden Vorbereitung, Lagerung und Kochtechnik holen Sie das Beste aus der Knolle heraus. So bleibt der Geschmack angenehm aromatisch, und das Risiko von bitteren oder ungenießbaren Ergebnissen wird vermieden.
