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Der richtige Übertopf im Wohnzimmer – eine Entscheidungshilfe

Meist läuft es doch so: Eine hübsche Pflanze ist gefunden und dann eben schnell auf dem Weg zur Kasse, dazu noch der Übertopf eingesammelt. Mehr als den schnöden Plastiktopf kaschieren und überschüssiges Gießwasser auffangen soll er ja gar nicht.

Und dann, zu Hause inmitten all der sorgfältig arrangierten Fensterbank, wirkt er plötzlich doch etwas deplatziert oder sieht billig aus. Warum nicht also gleich genauer hinschauen?

Stolz ist man auf das moderne Design, klar strukturiert. Ist da nicht jeder Topf zu viel? Vermutlich ja, wenn man eher unbeholfen versucht. die nur geduldete Pflanze in weißer Keramik zu verstecken. Hier sollten Gewächs und Topf zum edlen Ensemble beitragen und gezielt ins Blickfeld gerückt werden. Gefäße aus Metall wirken stets elegant und dabei unaufdringlich.

Und: Normalerweise strebt man ein optisches „Machtgleichgewicht“ zwischen Pflanze und Topf an, das allenfalls zugunsten der Pflanze verschoben werden sollte. Doch der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Gerade modernes Design punktet oft mit den ausgefallensten Arrangements. Wie wäre es also mit einer gut meterhohen Säule oder Amphore, aus Beton gegossen, eventuell leicht farbig getönt und ganz oben thront…? Ein Bubiköpfchen.

Bei aller Kreativität sollte man die Ansprüche der Pflanzen nicht ganz außer Acht lassen. Da gibt es ausgesprochene Tiefwurzler wie Palme, Keulenlilie oder auch das romantisch-rote Röschen auf dem Kaminsims, die tiefe, sich nach unten verjüngende Zylinder bevorzugen. Farne dagegen fühlen sich in breiteren Quadern so richtig wohl, während Orchideen und Bromelien, von Natur aus flach wurzelnde Aufsitzerpflanzen auf Urwaldriesen, in hängenden Schalen am besten wirken. Manch einer mag es übrigens auch arg gedrängt: Usambaraveilchen treiben gerade in kleinen, engen Töpfchen besonders eifrig Blüten.

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