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Den Haushalt von einem Verstorbenen auflösen

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Wenn ein naher Angehöriger stirbt, ist die Trauer groß. Noch schwerer wird es, wenn der Verstorbene alleine gelebt hat und nun eine Haushaltsauflösung ansteht.

Zusätzlich zur Trauer müssen Verwandte sich mit weiteren Problemen und Fragen beschäftigen. Was möchte ich behalten, und was kann weg? Was mache ich mit den wertvollen Sachen, und wohin mit dem Gerümpel? Und wer kann mir helfen?

Einen Vertrauten zur Unterstützung mitnehmen

.Viele Menschen können alleine nicht gut entscheiden, welche Dinge sie behalten und von welchen sie sich trennen sollten. Empfehlenswert ist es, einen Freund mitzunehmen. Er schaut neutraler auf die Dinge, als man es selbst in so einem Moment kann.

Wenn es mehrere Angehörige gibt, die Anspruch auf den Nachlass haben, kann es zu Konflikten kommen. Versuchen Sie, gemeinsam eine faire Lösung zu finden. Möglicherweise können Sie die Gegenstände rotieren lassen, damit jeder die Möglichkeit hat, bestimmte Erinnerungsstücke zu behalten.

Was soll ich behalten?

Während es wichtig ist, den Haushalt aufzulösen, ist es auch sinnvoll, einige Erinnerungsstücke aufzubewahren. Diese können Ihnen Trost spenden und Ihnen helfen, die Erinnerung an Ihren geliebten Menschen aufrechtzuerhalten. Wählen Sie sorgfältig aus und behalten Sie diejenigen Dinge, die für Sie von besonderem Wert sind.

Bei der Haushaltsauflösung fallen oft auch viele nicht verwertbare Gegenstände an. Stellen Sie sicher, dass Sie diese ordnungsgemäß entsorgen. Informieren Sie sich über die örtlichen Entsorgungsmöglichkeiten und beachten Sie umweltfreundliche Entsorgungsrichtlinien.

Emotionen zulassen

Eine Haushaltsauflösung nach dem Verlust eines geliebten Menschen kann emotional belastend sein. Geben Sie sich selbst Zeit, um zu trauern und den Verlust zu verarbeiten. Akzeptieren Sie Ihre Gefühle und suchen Sie gegebenenfalls Unterstützung durch Freunde, Familie oder professionelle Trauerbegleiter.

Es ist wichtig zu beachten, dass jeder Trauerprozess individuell ist. Jeder geht mit dem Verlust und der Haushaltsauflösung auf seine eigene Weise um. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, und suchen Sie Unterstützung, wenn Sie diese benötigen.

Aus psychologischer Sicht kann es gut sein, mit der Haushaltsauflösung zu warten, bis man ein bisschen Abstand zu dem Geschehen bekommen hat. Dies ist aber nur möglich, wenn der Verstorbene in den eigenen vier Wänden gelebt hat. Bei gemieteten Immobilien bleibt oft nur die zügige Ausräumung.

Experten empfehlen, durch die Räume zu gehen und zunächst einmal die Sachen mitzunehmen, die man auf jeden Fall behalten möchte. Gibt es mehrere Angehörige, wird es oft schwierig. Es kann zu Streitigkeiten kommen, wem der Geschwister etwa der Schmuck oder die wertvollen Teppiche zustehen. Ein Patentrezept für eine Lösung gibt es nicht. Manchmal hilft es, wenn man sich fragt, was wohl der Verstorbene gewollt hätte.

Verschenken oder eventuell verkaufen

Nachdem aussortiert wurde, steht die nächste Frage im Raum: Was können wir verschenken oder eventuell noch verkaufen? Möglich ist es, Sachen für den nächsten Flohmarkt aufzuheben oder Anzeigen aufzugeben. Zudem gibt es soziale Einrichtungen, die sich über entsprechende Zuwendungen freuen.

Bei einem gewerblichen Anbieter können Kosten in vierstelliger Höhe anfallen. Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung in Bonn rät, bei mehreren Entrümplern anzufragen und sich dort Angebote einzuholen. Wie in vielen anderen Bereichen gibt es auch hier schwarze Schafe. Seriöse Anbieter sind etwa daran zu erkennen, dass sie einen Paketpreis anbieten. Die Kosten für Entrümpelung werden mit den Preisen für die wertvollen Dinge gegengerechnet. Der Preis ist verbindlich, eine Nachrechnung wird nicht gestellt.

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