Der Rotbusch- bzw. Rooibos-Tee stammt von dem südafrikanischen Strauch „Aspalathus linearis“. Er enthält weder Koffein noch allzuviele Gerbstoffe und schmeckt daher lieblicher als grüner oder schwarzer Tee. Zwei natürliche, zuckerfreie Süßstoffe sorgen dafür, dass sogar Babys ihn gerne trinken, ein idealer Familien-Tee.
Er soll außerdem eine antiallergische Wirkung besitzen. In der südafrikanischen Medizin wird er in der Behandlung von Nesselsucht, Lebensmittelallergien und Darmkrämpfen eingesetzt.
Zubereitung (1 Liter): 4 gehäufte Teelöffel Rooibos-Tee mit spudelnd heißem Wasser aufgießen, 3 Minuten ziehen lassen und danach durch einen Filter abgießen. Er eignet sich übrigens auch für die Zubereitung von Eis-Tee.
Für was ist Rooibos-Tee gut?
Rooibos-Tee enthält eine Vielzahl von sekundären Pflanzenstoffen, insbesondere Flavonoide und Polyphenole. Diese wirken antioxidativ, das heißt, sie binden freie Radikale im Körper und schützen so Zellen und Gewebe vor oxidativem Stress. Dadurch kann Rooibos-Tee das Immunsystem unterstützen und Alterungsprozesse verlangsamen.
Zudem ist Rooibos reich an Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium, Magnesium und Zink – Nährstoffe, die wichtig für Knochen, Muskeln und den Stoffwechsel sind. Besonders hervorzuheben ist der geringe Gerbstoffgehalt: Im Gegensatz zu Schwarz- oder Grüntee belastet Rooibos den Magen nicht und kann auch von empfindlichen Personen gut vertragen werden.
Traditionell wird Rooibos-Tee in Südafrika auch bei Magenbeschwerden, leichten Entzündungen und Unruhe getrunken. Seine milde Wirkung macht ihn zu einem geeigneten Getränk für Kinder, Schwangere und stillende Frauen.
Wie viel Rooibos-Tee darf man am Tag trinken?
Rooibos-Tee ist frei von Koffein und enthält keine anregenden Substanzen. Deshalb kann er grundsätzlich in größeren Mengen konsumiert werden, ohne dass Schlaf oder Kreislauf belastet werden.
Die empfohlene Menge liegt bei etwa drei bis vier Tassen pro Tag, also rund einem Liter. Wer möchte, kann jedoch auch mehr trinken, da es keine bekannten Nebenwirkungen gibt. Wichtig ist, den Tee frisch zuzubereiten und nicht zu lange stehen zu lassen, um seine Inhaltsstoffe optimal zu nutzen.
Menschen mit empfindlichem Magen oder Eisenmangel sollten darauf achten, Rooibos nicht direkt zu den Mahlzeiten zu trinken. Zwar hemmt er die Eisenaufnahme deutlich weniger als Schwarztee, kann diese aber in geringem Maß beeinflussen.
Wie wirkt Rooibos-Tee auf den Blutdruck?
Mehrere Studien weisen darauf hin, dass Rooibos-Tee positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System haben kann. Seine enthaltenen Antioxidantien – insbesondere Aspalathin – können helfen, den Blutdruck zu regulieren, indem sie die Blutgefäße entspannen und Entzündungen im Gefäßsystem mindern.
Rooibos wirkt nicht direkt blutdrucksenkend im medizinischen Sinne, unterstützt aber die Gefäßgesundheit und kann damit langfristig das Risiko für Bluthochdruck reduzieren. Er eignet sich daher gut als Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung und einem gesunden Lebensstil, sollte aber keine ärztlich verordnete Therapie ersetzen.
Auch für Menschen mit niedrigem Blutdruck ist Rooibos-Tee unbedenklich, da er keine gefäßerweiternden Substanzen in relevanter Dosierung enthält.
Wann sollte man Rooibos-Tee trinken?
Da Rooibos kein Koffein enthält, kann er zu jeder Tageszeit getrunken werden – morgens, nachmittags oder abends. Besonders beliebt ist er am Abend, weil er entspannend wirkt und den Schlaf nicht beeinträchtigt.
Er eignet sich auch als wärmender Tee in den Wintermonaten oder als gekühltes Erfrischungsgetränk im Sommer. Mit Milch, Honig oder Vanille verfeinert, erhält er eine cremige Note, während Zitronenscheiben oder frische Minze ihm Frische verleihen.
Für Menschen, die ihren Koffeinkonsum reduzieren möchten oder nach einer magenfreundlichen Alternative suchen, ist Rooibos eine gute Wahl.
