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Pflanzen für die Gesundheit: Indischer Wassernabel

Pflanzen spielen seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle in der traditionellen Heilkunde. Eine davon ist der Indische Wassernabel (Centella asiatica), der in Madagaskar, Indien, Sri Lanka und anderen Teilen Asiens beheimatet ist. Hierzulande ist die Pflanze auch unter den Namen Gotu Kola oder Tigergras bekannt. In der Kräutermedizin wird sie vor allem wegen ihrer traditionell beschriebenen Wirkung auf die Durchblutung geschätzt.

Der Indische Wassernabel wächst kriechend und bildet cremeweiße Wurzeln. Seine gestielten Blätter sind rundlich, gekerbt und besitzen eine charakteristische nabelartige Einsenkung in der Mitte. Die vergleichsweise kleinen Blüten können weiß, rot oder violett gefärbt sein. Ursprünglich stammt die Pflanze aus feuchten Regionen Indonesiens und fühlt sich auch bei uns an einem feuchten, geschützten Standort am wohlsten.

Blätter als Heilpflanze

Für die Verwendung werden vor allem die Blätter der Pflanze genutzt. Sie werden im reifen Zustand geerntet und anschließend an einem schattigen und gut belüfteten Ort getrocknet. In der Kräutermedizin kommen die getrockneten Blätter unter anderem als Aufguss zum Einsatz. Daneben sind Zubereitungen als Urtinktur sowie Cremes und Öle erhältlich.

Traditionell wird dem Indischen Wassernabel ein breites Wirkungsspektrum zugeschrieben. So wird er unter anderem bei Hautproblemen wie Ekzemen, Geschwüren und Schuppenflechte eingesetzt. Darüber hinaus soll das Kraut das Nervensystem stimulieren und die Durchblutung fördern. In der traditionellen Anwendung wird es außerdem als harntreibend beschrieben und bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt. Auch zur Unterstützung bei Cellulite findet Centella asiatica Verwendung.

Verwendung in der Kräutermedizin

Je nach Zubereitungsform kann der Indische Wassernabel unterschiedlich angewendet werden. Getrocknete Blätter lassen sich beispielsweise zu einem Aufguss verarbeiten. Daneben gibt es Präparate in Form von Tabletten, Urtinkturen sowie Cremes und Ölen. Für die äußerliche Anwendung werden entsprechende Produkte unter anderem zur Pflege beanspruchter Haut angeboten.

Wie bei anderen Heilpflanzen gilt jedoch: Traditionelle Anwendungen und überlieferte Wirkungen sind nicht automatisch mit einer wissenschaftlich belegten medizinischen Wirkung gleichzusetzen. Wer den Indischen Wassernabel gezielt zur Behandlung von Beschwerden einsetzen möchte, sollte sich deshalb über die jeweilige Zubereitung und Dosierung informieren und bei gesundheitlichen Problemen ärztlichen oder pharmazeutischen Rat einholen.

Als tropische Pflanze benötigt der Indische Wassernabel viel Feuchtigkeit und Wärme. Wer ihn selbst kultivieren möchte, sollte daher auf einen geeigneten Standort und eine ausreichende Wasserversorgung achten. So kann das traditionelle Heilkraut nicht nur wegen seiner ungewöhnlichen Blattform, sondern auch als interessante Bereicherung für die heimische Pflanzenwelt entdeckt werden.

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