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Leben: Wie bekomme ich ein positives Körpergefühl

Schönheit, Lust und Lebensfreude – alles eine Frage des richtigen Körpergefühls. Eins sein mit sich, sich auch mal fallen lassen können: Wahres Körpergefühl ist unabhängig von Mode, Muskeln und Make-up.

Fußmassage

So eine Fußmassage erdet Geist und Körper binnen weniger Minuten. Foto: iww

Schritte zu mehr Körpergefühl

1. Nachdenken: Welche Ereignisse belasten, beflügeln oder erleichtern Sie zur Zeit?

2. Fühlen: Wo in Ihrem Körper können Sie die zu diesen Ereignissen passenden Gefühle lokalisieren – im Bauch, ums Herz, in der Kehle …?

3. Hinterfragen: An welchen Stellen fühlen sich diese Gefühle positiv an, wo negativ. Orten Sie Blockaden (eine zugeschnürte Kehle, Wut im Bauch, Angst im Nacken).

4. Umprogrammieren: Schicken Sie in Gedanken positive Energie in die verspannten Partien und spüren Sie dann bewusst das Prickeln dort.

5. Bewegen: Dehnen, räken und strecken Sie sich öfter mal im Laufe eines Tages. Optimal: Regelmäßig Sport treiben oder spazieren gehen.

6. Versorgen: Beachten Sie, welches körperliche Befinden nach dem Essen bestimmter Lebensmittel  eintritt. Indentifizieren Sie etwas als „belastend“, ersetzen Sie es künftig besser durch Leichtes.

7. Entschlacken: Ein paar Tage Fasten reinigt und beschert Ihnen garantiert ein neues und ganz intensives Körpergefühl. Allerdings sollten Sie diese Maßnahme nur unter Anleitung ergreifen.

8. Pflegen: Seinen Körper von oben bis unten gut zu behandeln, ist der direkteste Weg, ihn auch zu spüren. Gehen Sie doch einfach ab und an in die Sauna, lassen Sie sich gefühlvoll massieren, gönnen Sie sich entspannende Bäder und verwöhnen Sie sich und Ihre Haut mit angenehm duftenden Lotions und Körperölen.

Bin ich schön? Alles eine Frage des Körpergefühls

Wahres Körpergefühl ist unabhängig von Figur, Mode und Make-up. Fragen wie: Bin ich schön? – beschäftigen uns wie kaum eine andere. Um sie mit einem ganz deutlichen Ja! zu beantworten, treiben wir mächtigen Aufwand.

Hängematte

Einfach mal mit sich sein, aus der getriebenen Welt abtauchen, ist viel mehr wert als ein durchorganisiertes aktives Wochenende. Foto: iww

Wir turnen uns die Seele aus dem Leib, verzichten auf geliebte, aber kalorienreiche Leckereien, vershoppen Unsummen fürs Outfit und verbringen Stunden im Badezimmer. Ein perfekt gestyltes und gestähltes Spiegelbild ist das Ziel!

Denn auch, wenn die Figur perfekt, die Haut ultimativ straff und die Garderobe vom Feinsten ist, hat dieses Gesamtarrangement oft wenig mehr Ausstrahlung als eine zu lang gelagerte Kartoffel. Da hängen Schultern, der Nacken duckt sich und der Gang ist nicht mehr als ein Schlürfen oder unsicheres Stöckeln. Und oft setzt der Blick dem Ganzen die Krone auf: Aus coenzymgefütterten Gesichtern guckt einen die innere Leere an.

Was dem ganzen zeitgeistigen Körperkult fehlt, ist die Seele. Trotz maximaler Aufmerksamkeit, die wir unserem Body zuteil werden lassen, gelingt es deshalb auch nicht, mehr als eine dünne Kosmetikschicht aufzutragen. Brachliegen bleibt derweil etwas für die Optik ganz Entscheidenes: das Gefühl für den eigenen Körper.

Das, was eine positive Ausstrahlung bedingt und mit keinem Designerlabel zu kaufen ist. Denn wer eine stimmige Körperhaltung und entspannte Mimik hat, kurz: wer Aura besitzt, zieht nicht nur die Aufmerksamkeit anderer auf sich, sondern fühlt sich auch wohl in seiner Haut – egal, in was die gerade steckt.

Biologisch betrachtet steckt hinter dem Begriff „Körpergefühl“ ein komplexes Netz chemischer und physiologischer Prozesse: In jeder Sekunde melden und empfangen zig Rezeptoren im Körper Signale. Die Summe dieser Sinneswahrnehmungen ergibt das Körpergefühl. Über diese Grundwahrnehmung verfügt jeder Mensch. Doch nicht in jedem Fall entwickelt sich daraus auch ein Körpergefühl höherer Ordnung – echte Emotionen.

Menschen mit einem positiven Körpergefühl zeichnet aus, dass sie diese Signale für sich auswerten und sich deshalb mit ihrem Körper identifizieren können. Wie sich ein solcher Einklang anfühlen kann, weiß jeder, der schon mal ausgelassen getanzt und die Welt um sich herum vergessen hat: Man lässt seinem Körper freien Lauf. Um uns zu spüren, provozieren wir starke Reize – treiben Sport wie besessen, arbeiten bis zum Umfallen, stürzen uns an Bungee-Seilen in die Tiefe – alles Methoden, so sinnvoll, wie mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen, nur um seine Existenz zu spüren. Dabei ginge es doch viel leichter: Eins sein mit sich, sich auch mal fallen lassen können, das ist das wahre Körpergefühl.

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