Hat sich Besuch fürs Wochenende angekündigt, muss nicht gleich ein eigenes Gästezimmer vorhanden sein. Gerade in kleineren Wohnungen entscheidet oft nicht die Quadratmeterzahl darüber, ob Gäste angenehm übernachten können, sondern die Vorbereitung.
Ein Daybed im Wohnzimmer, eine Matratze auf dem Boden oder ein umfunktioniertes Arbeitszimmer können schnell zum gemütlichen Schlafplatz werden, wenn Licht, Ablage, Bettwäsche und ein wenig Privatsphäre stimmen.
Wichtig ist, dass der Schlafplatz nicht wie eine Notlösung wirkt. Frische Textilien, ein erreichbarer Lichtschalter, ein Glas Wasser und ein Platz für Kleidung machen viel aus. Kleine Details zeigen Gästen, dass sie willkommen sind – auch wenn der Raum tagsüber wieder als Wohnzimmer, Büro oder Durchgangsbereich genutzt wird.
Mit flexiblen Möbeln, etwas Ordnung und liebevollen Extras lässt sich selbst auf wenig Fläche eine Atmosphäre schaffen, die fast an ein kleines Gästezimmer erinnert.
1. Daybed als Gästebett nutzen
Elegante Daybeds eignen sich gut als improvisiertes Nachtlager. Am besten stehen sie an einer Wand. So rutschen Kissen und Bettdecke nachts nicht so leicht herunter.
2. Auf ausreichende Liegefläche achten
Damit ein Daybed bequem genug zum Schlafen ist, sollte die Liegefläche mindestens 70 mal 180 Zentimeter betragen. Wer häufiger Gäste empfängt, sollte großzügiger planen.
3. Harte Polster weicher machen
Nicht jedes Daybed ist als Bett gedacht. Harte Polster werden mit einem wattierten Plaid, einer dünnen Auflage oder einem Topper deutlich bequemer.
4. Bettzeug sichtbar vorbereiten
Frisch gefaltete Bettwäsche, Decke und Kissen können auf einem Hocker oder Stuhl bereitliegen. Das wirkt ordentlich und zeigt dem Gast, dass an ihn gedacht wurde.
5. Einen kleinen Willkommensgruß ergänzen
Eine Tasse Schlummertee, eine kleine Flasche Wasser oder ein Stück Schokolade am Schlafplatz schaffen mit wenig Aufwand eine freundliche Atmosphäre.
6. Waschbare Hausschuhe bereitlegen
Leichte Slipper sind angenehm für blanke Sohlen und geben Gästen sofort ein Gefühl von Zuhause. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass sie waschbar sind.
7. Platz für Kleidung schaffen
Ein dekorativer Kleiderständer, ein Wandhaken oder eine Schneiderpuppe reicht oft aus, damit Gäste Jacke, Bluse, Schal oder Hemd ordentlich aufhängen können.
8. Koffer als Stauraum nutzen
Gestapelte Koffer können eine Kommode ersetzen. Sie bieten Platz für Kleinigkeiten und dienen zugleich als Beistelltisch neben dem Gästebett.
9. Einen kleinen Ablageplatz schaffen
Brille, Handy, Buch oder Schmuck brauchen nachts einen sicheren Platz. Ein Hocker, Tablett oder Beistelltisch genügt bereits.
10. Für Licht am Schlafplatz sorgen
Wenn kein Platz für eine Nachttischleuchte ist, helfen kleine Steckdosenleuchten. Sie werden direkt in die Steckdose gesteckt und lassen sich einfach bedienen.
11. Verlängerungskabel oder Steckdose anbieten
Gäste möchten meist ihr Handy laden. Eine gut erreichbare Steckdose oder ein kleines Verlängerungskabel erspart umständliches Suchen hinter Möbeln.
12. Wasser bereitstellen
Eine Glaskaraffe oder eine schöne Flasche Wasser auf dem Nachttisch wirkt fast wie im Hotel. Praktisch sind Modelle mit passendem Becher als Verschluss.
13. Matratzenlager wohnlich gestalten
Ein bodennahes Matratzenlager wirkt angenehmer, wenn rundherum frisch gewaschene Baumwollteppiche liegen. So fühlt sich der Schlafplatz weniger improvisiert an.
14. Matratzen richtig stapeln
Federkernmatratzen geben punktuell nach und eignen sich gut als Gästebett. Leichte Schaumstoffmatratzen können bei Bedarf doppelt gelegt werden, damit der Schlafplatz komfortabler wird.
15. Genug Kissen anbieten
Wer abends liest oder im Bett noch etwas sitzt, braucht eine gute Rückenstütze. Ein zusätzlicher Kissenstapel macht den Schlafplatz deutlich bequemer.
16. Handtücher griffbereit legen
Gäste sollten nicht nach Handtüchern fragen müssen. Ein großes und ein kleines Handtuch können gefaltet auf einem Stuhl oder am Bett bereitliegen.
17. Pflegeartikel ordentlich ablegen
Auf der Sitzfläche eines Stuhls lassen sich Kosmetikartikel, Kulturbeutel oder frische Wäsche bequem unterbringen. Über der Lehne kann ein Handtuch trocknen.
18. Für frischen Duft sorgen
Ein dezenter Raumduft, frische Bettwäsche oder ein leichter Baumwollgeruch machen das improvisierte Gästezimmer wohnlicher. Der Duft sollte zurückhaltend bleiben.
19. Sichtschutz schaffen
Wenn der Schlafplatz im Wohnbereich liegt, kann ein Paravent, Vorhang oder Regal etwas Privatsphäre schaffen. Das hilft besonders, wenn mehrere Personen in der Wohnung sind.
20. Am Morgen schnell zurückbauen
Flexible Möbel, Körbe und Klapphocker erleichtern das Aufräumen am nächsten Tag. So wird aus dem Gästebett schnell wieder ein Wohnzimmer, ohne dass der Besuch sich wie ein Aufwand fühlt.
