Rechtsfrage: Familienfest – nicht ohne meine Kinder

Nach einer Scheidung oder im Patchwork-Familien gibt es zu Familienfesten (Weihnachten, Ostern etc.) oft Streit um die Frage: Wer darf wann die Kinder haben? 

Dabei ist das Besuchsrecht (auch Umgangsrecht) gesetzlich geregelt (BGB § 1684 ff.).

In erster Linie ist dieses Recht das Recht des Kindes. Es kann darauf bestehen, Papa bzw. Mama zu sehen – egal, ob die Eltern verheiratet waren oder nicht. Das können aber auch Großeltern, Geschwister, Stief- oder Pflegeeltern sein, mit denen das Kind das Fest verbringen will. Umgekehrt können Oma, Bruder & Co verlangen, das Kind zu besuchen.

Die- oder derjenige, bei dem das Kind lebt, ist verpflichtet, Kontakte zum Ex bzw. zur Ex zu ermöglichen und zu forcieren. Das Wie und Wann bleibt den Eltern überlassen. Nur wenn sie sich nicht einigen, regelt das Familiengericht den Umgang. Wer sich nicht daran hält, macht sich strafbar.

Maßgebend sind das Alter, der Entwicklungsstand, die Belastbarkeit. Für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren sollte ein ganzer Feiertag mit Übernachtung eingeplant werden. Für Kinder im Vorschulalter einige Stunden, aber mit Übernachtung und bei Kindern unter 3 sollte sich die Besuchsdauer auf einige Stunden beschränken.

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