Ofen kaufen – So gehen Sie am besten vor

In fünf Schritten zum eigenen Ofen.

Schritt 1: Vermieter-Check
Ohne die Zustimmung des Wohnungsbesitzers geht nichts. Im besten Fall hat dieser auch selbst Interesse an einem Kaminofen in seiner Wohnung und beteiligt sich an den Kosten. Darauf bestehen können Sie aber nicht. Wohl dem, der selbst Eigentümer ist.

Schritt 2: Schornsteinfeger kontaktieren
Jetzt muss der zuständige Schornsteinfeger für das gesetzlich vorgeschriebene Zustimmungs- und Abnahmeverfahren kontaktiert werden. Er kümmert sich auch darum, ob bei Gemeinden und Umweltbehörden angefragt werden muss. Ebenso entscheidet er, ob die Wohnung an den Schornstein angebunden und damit kamintauglich ist und wo der Ofen platziert werden darf. Die Festlegung der Wärmeleistung – davon ist die Ofengröße abhängig – sowie die Prüfung anderer Wohnungen im Haus, die mit der Abgasführung zusammenhängen, gehören auch zu seinen Aufgaben. Am Ende der Besichtigung (ab ca. 100 Euro, je nach Aufwand) stellt der Feger eine Vorbescheinigung aus.

Schritt 3: Ofen-Kauf
Die Vorbescheinigung nimmt man mit in den Fachhandel. Gute Marken-Kaminöfen gibt es bereits ab 2.000 Euro. Sie brauchen bei brennbaren Fußböden eine feuerfeste Unterlage, z.B. eine ESG-Sicherheitsglasplatte (zwischen 100 und 200 Euro). Speicherfeuerstätten wie massive Kaminlandschaften oder Kachelöfen sind deutlich teurer und eignen sich eher fürs Eigenheim, da sie im Nachhinein nicht mehr zu transportieren sind.

Schritt 4: Ofen-Lieferung
Sie benötigen unbedingt eine stabile Sackkarre und einen Helfer, wenn der Ofen nebst Zubehör geliefert wird. Ein qualitativ guter Kaminofen kann zwischen 200 und 300 Kilo wiegen. Falls der Ofen schwerer ist (z.B. Kachelöfen), sollten Sie Ihren Estrich noch vor dem Kauf auf Belastbarkeit überprüfen lassen. Checken Sie die Ware direkt beim Spediteur.

Schritt 5: Ofen-Anschluss
Befestigen Sie die Glasplatte auf der vom Schornsteinfeger festgelegten Einbauposition. Platzieren Sie den Ofen und prüfen Sie, ob der Ofenrohranschluss passt. Im schlimmsten Fall muss das Rohr eingekürzt oder verlängert werden. Im Fachhandel wird der Einbau als Service angeboten. Die Extra-Kosten sollte man investieren.

1 Experten-Tipp

  1. Juri Klemm 9 Jahren ago

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