Nach dem Todesfall eines Angehörigen: Woran Sie denken müssen

Nach dem Tod eines Angehörigen müssen sich Hinterbliebenen um Vieles kümmern – auch um Versicherungen. Hier ist sogar der Faktor Zeit wichtig.

Die Lebensversicherung muss meist innerhalb von 3 Tagen informiert werden, und zwar mit der Original-Versicherungspolice. Gleiches gilt die Unfallversicherung mit Leistung im Todesfall.

Unfall-, Kranken- (gesetzlich wie privat), private Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherungen enden automatisch. Mitversicherte Personen können die Police übernehmen.

Vererbt werden die Kfz-Versicherung und die Wohngebäudeversicherung sowie die Hausratversicherung, wenn Immobilie, Auto und Hausrat übernommen werden.

Nach einem Todesfall müssen Haftpflicht- oder Hausratversicherung gekündigt oder auf den Namen des Ehepartners umgeschrieben werden.

Bei der Krankenversicherung kann das Sterbegeld beantragt werden. War der Verstorbene Rentner, muss die Rentenversicherung informiert werden. Der hinterbliebene Ehepartner kann Witwen-/Witwerrente beantragen.

Das Telefon muss abgemeldet werden, ebenso die Registrierung beim Beitragsservice (früher GEZ) und das Zeitungsabonnement. Vereine oder Organisationen, bei denen der Verstorbene Mitglied war, sollte man benachrichtigen.

Dem Finanzamt muss innerhalb von drei Monaten eine Erbschaft angezeigt werden.

Oft verweigert die Bank des Verstorbenen nach dessen Tod den Zugang zu den Konten. Dann können zum Beispiel Zahlungen wie Miete, Energiekosten und Ähnliches nicht erledigt werden. Auch die Beerdigungskosten stehen in Frage. Das lässt sich mit einer Bankvollmacht zu Lebzeiten vermeiden. Sonst besteht die Bank auf die Vorlage eines Erbscheins. Den beantragt man beim Nachlassgericht – und das kann dauern.

In Trauer – Ein Bild von Javier Vieras mit Namen „nowhere“ (auf flickr)

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