Migräne bei Kindern: Was die Symptome sind und was helfen kann

„Hölle im Kopf“, „Bauchschmerzen im Kopf“ oder einfach sehr starke Kopfschmerzen – Kinder und Jugendliche beschreiben eine Migräne-Attacke unterschiedlich. Viele können es vielleicht einfach auch noch nicht einordnen, was gerade mit ihnen los ist.

Migräne bei Heranwachsenden ist aber keine Seltenheit. Das Kinderschmerzzentrum geht davon aus, dass jedes zehnte Kind bereits unter Migräne leidet. Haben Eltern auch immer wieder Migräne, ist das Risiko erhöht, dass auch Tochter oder Sohn darunter leiden.

Dabei gibt es durchaus Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern. Während ab der Pubertät (mit der oft die erste Attacke kommt) mehr Mädchen und Frauen betroffen sind, leiden unter Kindern mehr Jungen unter den hämmernden Kopfschmerzen, erklärt der Bundesverband für Kinder- und Jugendärzte. Mancher der Betroffenen leidet alle zwei Tage unter Migräne, andere nur zwei Mal im Jahr.

Wie erkennt man Migräne bei Kindern?

Die pochenden Schmerzen betreffen bei Jugendlichen und Kindern aber nicht wie bei Erwachsenen nur eine Gehirnhälfte. In der Regel schmerzen beide Kopfseiten und die Stirn heftiger als bei anderen Kopfschmerzen. Den Betroffenen ist zudem übel und manche müssen sich auch erbrechen.

Auf Licht, Gerüche und Lärm können Menschen während der Migräne-Attacke sensibel reagieren. Alltägliche Bewegungen wie Treppensteigen verschlimmern das Gefühl. Zum Vergleich: Bei Spannungskopfschmerzen hingegen hilft Bewegung.

Die Attacke kann bei Kindern und Jugendlichen durchaus nur wenige Stunden, aber auch bis zu zwei Tage andauern.

Viele Kinder und Jugendliche ziehen sich während der Schmerzphase instinktiv zurück und versuchen zu schlafen.

Manche Experten gehen davon aus, dass der Körper genau das zum Ziel hat. Und zwar schon dann, wenn der Betroffene noch keine Schmerzen verspürt – sich die Attacke aber bereits ankündigt.

Was sind die ersten Hinweise, dass eine Attacke ansteht?

Die einen haben in dieser Vorphase so etwas wie Heißhunger, andere haben keine Lust zu essen. Ihre Stimmung schwankt, manche gähnen auch viel und sind müde. Die Konzentration lässt nach, Kinder hören plötzlich auf zu spielen.

Eine sogenannte Aura, also Sehstörungen wie Flimmern, haben Kinder aber nicht unbedingt. Wenn dann berichten die kleinen Patienten durchaus von fantastischen Bildern, die sie sehen.

Wie können Eltern helfen?

Beginnt die „Hölle im Kopf“, sollten Eltern ihre Kinder ernst nehmen und nicht versuchen, die Beschwerden runterzuspielen. Das Deutsche Kinderschmerzzentrum nennt als erste Hilfe bei Migräne durchaus altersgerechte Schmerzmittel.

Fachleute raten aber davon ab, Schmerzmittel ohne ärztliche Abklärung zu geben. Denn die meisten Medikamente sind für Erwachsene gedacht – nicht für Heranwachsende.

Und es gilt zu bedenken: Auch eine zu häufige Einnahme von alterskonformen Schmerzmitteln kann zu starken Kopfschmerzen führen.

Aber vielen Kindern geht es bereits besser, wenn sich während einer Migräne-Attacke in einem ruhigen und abgedunkelten Zimmer schlafen konnten.

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