Laissez-faire Erziehung bietet Kindern nur Freiheit – die Probleme dabei

Lass sie mal machen – so lautet die Devise der Laissez-faire-Erziehung. Was dahinter steckt und welche Folgen die Methode mit sich bringt, erfahrt ihr hier.

Kinder (Foto: Lauren Hammond)

Die Laissez-faire-Erziehung zeichnet sich durch ein ausgesprochen passives Verhalten der Eltern aus, die ihre Kinder nahezu antiautoritär erziehen: Das Kind entscheidet selbst über sein Handeln.

Eltern, die sich für diesen Erziehungsstil entscheiden, lassen die Kinder ungehindert „machen“, ohne Grenzen zu setzen und Regeln aufzustellen. Sie greifen ausschließlich in Ausnahmefällen in das Geschehen ein, wenn die Kinder ihre Eltern von sich aus darum bitten.

Die Mädchen und Jungen sollen alle Freiheiten haben; Strafen und Disziplinmaßnahmen gibt es nicht. Ein derartiges Verhalten der Eltern wirkt oftmals gleichgültig und desinteressiert. Auch Loben ist in der Laissez-faire-Erziehung nicht vorgesehen.

Die Beziehung zwischen den Eltern und ihrem Kind kommt zu keiner tiefen Bindung, weil sich die Eltern nahezu komplett aus dem Leben der Kinder heraushalten. Demzufolge fühlen sich die Kinder oftmals im Stich gelassen. In extremen Fällen können Kinder sogar vernachlässigt werden.

Die Probleme einer Laissez-faire-Erziehung

Kinder, denen ihre Grenzen nicht aufgezeigt werden, sind sich keines Fehlverhaltens bewusst. In vielen Fällen sind sie anderen gegenüber frech und respektlos.

Sie gehen nicht behutsam mit Sachgegenständen um, da man ihnen von Anfang an keine Werte vermittelt hat. Kinder, die im Laissez-faire-Stil aufwachsen, sind oftmals rast- und orientierungslos.

Hier fehlt der nötige Rahmen, der den Mädchen und Jungen ihre Grenzen zeigt, ihnen eine Richtung vorgibt und sie somit in Sicherheit wiegt.

Für die Kinder hört sich diese Art von Freiheit verlockend an, aber im Erwachsenenalter haben sie mit den Folgen dieser Erziehung zu kämpfen.

Ohne Regeln kennengelernt zu haben, kann es den Kindern in der Schule schwerfallen, sich in das gesellschaftliche Leben einzufügen. Dieser Zustand kann bis in das Berufsleben andauern, wenn Pflichten zu erfüllen sind.

Soziale Kompetenzen leiden

Mit der Erziehung des Laissez-faire wachsen die Kinder nicht zu selbstständigen Menschen heran, die selbstbewusst das Leben meistern.

Es ist für sie nicht leicht, Beziehungen aufzubauen, wenn sie im Elternhaus keine tiefe zwischenmenschliche Bindung erfahren haben.

Demzufolge fallen den Betroffenen emotionale Bindungen im Erwachsenenleben schwer. Die Laissez-faire-Erziehung kann bei den Kindern schwere soziale und emotionale Schäden anrichten.

Foto: Lauren Hammond, „Kid.“, CC BY 2.0

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