Kinderfrage: Was ist eine Schiffstaufe?

Zeremonie nach altem Brauch: In den vergangenen Jahrtausenden griffen die seefahrenden Völker auf mitunter ziemlich blutige Riten zurück, um die Meeresgötter zu besänftigen und ein Schiff auf glückliche Reise zu schicken. So brachten die Wikinger zum Stapellauf ihrer Kriegsboote ihren Göttern stets ein Menschenopfer.

In Mesopotamien wurden schon vor 4000 Jahren Schiffe durch Priester geweiht. Bei Stapellauf und Taufakt wurden die Götter gebeten, das Schiff vor Sturm, Feuer, Not und Gefahren über und unter dem Wasser zu verschonen.

Die Schiffstaufe in der heutigen Form geht auf die Weihe zurück, mit der die katholische Kirche den Schiffen und ihren Besatzungen Gottes Segen aussprach. In den seefahrenden Nationen Europas wurden die Schiffe seit Ende des

17. Jahrhunderts mit einer Flasche gegen den Bug dem Wasser übergeben. Zunächst wurden die guten Wünsche mit Meereswasser, dann mit Wein bekräftigt. Später musste es Sekt oder Champagner sein. Das Recht, die Flasche am Bug zerschellen zu lassen, stand nicht immer den Frauen zu. Heute dagegen sind Taufpatinnen die Regel.

Sind Sie Experte auf diesem Gebiet? Schreiben Sie uns!