Keine Panik bei Albträumen

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Erlöst sie erst das Weckerklingeln von den schlechten Träumereien?
Alpträume sind kein Grund zur Panik.
(Foto: Alan Cleaver/flickr)

Man wird nicht depressiv von Alpträumen – umgekehrt ist es zumeist der Fall. Horchen Sie in sich hinein!

Alpträume kennt jeder.Viele handeln von existenziellen Bedrohungen: sterben, verlassen oder verletzt werden. Die geträumten Erlebnisse sind eng verbunden mit negativen Gefühlen wie Angst, Ekel, Wut oder Scham. Die Emotionen werden im Lauf der fiktiven Geschichte so stark, dass man in der Regel dadurch aufwacht.

Verfolgungen, Stürze aus hoher Höhe, bissige Hunde – bei vielen Menschen gleichen sich die Szenarien. Wer mit Traumdeutung versucht,  der Sache auf den Grund zu gehen, wird aber nicht weit kommen. Die geträumte Geschichte besagt nichts über die Ursachen. Wichtiger ist es, sich die Frage zu stellen: Was belastet mich derzeit? Wenn Sie Lösungen für negative Einflüsse in Ihrem Leben finden, verhindern Sie am effektivsten Alpträume.

Etwa fünf Prozent der Bevölkerung leidet chronisch unter Schreckensbildern im Schlaf. Manche Betroffene haben Angst davor, einzuschlafen und zögern dies immer weiter heraus.

Woran merkt man, dass man unter einer Störung leidet?

Erlebt man innerhalb von sechs Monaten mindestens einmal pro Woche einen Alptraum, sprechen Mediziner von einer Alptraumstörung. Dann empfiehlt sich der Besuch bei einem Arzt oder Schlafforscher. Das Krankheitsbild ist von den Krankenversicherungen anerkannt. Wissenschaftler vermuten, dass vor allem sensible und kreative Menschen besonders gefährdet sind. Auch Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren haben häufiger Alpträume, weil sie aufregende Entwicklungsphasen des Lebens durchmachen.

Eine häufig angewandte Behandlungsmethode ist die Vorstellungs-Wiederholungs-Therapie (Image-Rehearsal-Therapy). Dabei erfindet der Patient für einen erlebten Alptraum ein neues Ende und lässt diesen zwei Wochen lang tagsüber mehrmals im Kopf Revue passieren. Alpträume, die Folge sind von traumatischen Erlebnissen oder von dauerhafter Stress-Belastung werden auf andere Weise behandelt.

Der Psychologe Max Böckermann von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf unterstützt Betroffene mit einem Selbsthilfetraining im Internet, für das man sich hier anmelden kann: www.albtraumcoach.de

Aus dem Schlaf hochgeschreckt

Die wirksamste Soforthilfe gegen Alpträume ist es, kurz aufzustehen und sich zu bewegen, damit sich der Körper aus der Schreckstarre befreien kann. Hier ein paar Tipps, wie Sie gut wieder einschlafen.

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