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Erste Schritte zu einem nachhaltigen Lebensstil

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Einen klimaneutralen Lebensstil zu erreichen, mag aktuell für die meisten von uns noch eine Herausforderung sein. Der durchschnittliche Deutsche verursacht jährlich einen CO2-Ausstoß von 11,5 Tonnen, während das Klimaziel bei nur 2 Tonnen pro Kopf liegt. Doch es gibt zahlreiche Maßnahmen, um unseren Alltag umweltfreundlicher zu gestalten und langfristig unseren Lebensstil zu verändern.

Ein erster Schritt besteht darin, sich selbstkritisch mit unserem Verhalten auseinanderzusetzen und anzuerkennen, dass es nicht ausreicht, nur ein wenig aufzupassen. Michael Bilharz vom Umweltbundesamt betont, dass viele Menschen den Umweltschutz unterstützen, aber in Alltagsstrukturen gefangen sind, die sich über die Jahre entwickelt haben. Um aus diesem System auszubrechen, sind sowohl neue politische Rahmenbedingungen als auch individuelle Veränderungen erforderlich.

Um einen Überblick über unseren persönlichen CO2-Verbrauch zu erhalten, können wir einen Online-CO2-Rechner nutzen, wie zum Beispiel den des Umweltbundesamtes. Dort können wir Daten zu den wichtigsten Bereichen Wohnen, Mobilität, Ernährung und Konsum eingeben und erhalten eine Einschätzung unseres CO2-Fußabdrucks sowie Möglichkeiten zur Emissionsreduktion.

In Bezug auf unsere Wohnungen liegt der Fokus auf Strom und Heizung. Ein einfacher Schritt besteht darin, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln, was oft keine zusätzlichen Kosten verursacht und manchmal sogar günstiger sein kann. Zusätzlich sollten wir das Licht und elektronische Geräte ausschalten, wenn wir sie nicht benötigen. Bei der Heizung können wir Räume nur heizen, die wir nutzen, und die Temperatur entsprechend anpassen. Jens Gröger vom Öko-Institut weist darauf hin, dass schon eine Grad Celsius weniger Raumtemperatur bis zu sechs Prozent Heizenergie einsparen kann.

Elektrogeräte sind häufige Stromfresser im Haushalt. Wir können Energie sparen, indem wir beispielsweise passend dimensionierte Kühlschränke kaufen, Waschmaschinen und Spülmaschinen voll beladen und niedrigere Temperaturen wählen. Große Flachbildfernseher und eine übermäßige Anzahl von Lichtquellen können ebenfalls zu einem erhöhten Stromverbrauch führen. Der bewusste Verzicht aufs Fliegen und die Nutzung energieeffizienter Lampen wie LED können ebenfalls große Einsparungen bringen.

Um einen nachhaltigen Lebensstil langfristig zu etablieren, ist es hilfreich, Prioritäten zu setzen und Gewohnheiten schrittweise zu ändern. So wird der Klimaschutz nicht als reiner Verzicht wahrgenommen. Zusätzlich können wir Restwärme nutzen, indem wir den Herd rechtzeitig ausschalten und die Restwärme voll ausschöpfen. Bei Neuanschaffungen ist es ratsam, gebrauchte Produkte zu kaufen, was nicht nur kostengünstig, sondern auch nachhaltig ist. Gleichzeitig können wir ungenutzte Gegenstände über Kleinanzeigen verkaufen, um eine weitere Wiederverwendung zu fördern.

Es ist wichtig zu verstehen, dass ein nachhaltiger Lebensstil kein einmaliges Ereignis ist, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Indem wir diese Schritte befolgen und bewusste Entscheidungen treffen, können wir dazu beitragen, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern und eine nachhaltigere Zukunft für uns selbst und kommende Generationen zu schaffen.

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