Einspruch gegen das Zeugnis einlegen – So gehen Eltern am besten vor

Unzufriedene Eltern haben einen Monat Zeit, um Einspruch gegen das Schulzeugnis ihres Kindes einzulegen. 

Schule, Klassenzimmer

Mit dem schriftlichen Widerspruch muss eine Begründung an die Schulleitung geschickt werden. Wenn Sie dieses mit Hilfe eines Anwalts machen, kostet es etwa 400-500 Euro. Die Schule beruft dann die Zeugniskonferenz ein und entscheidet, ob der Widerspruch akzeptiert oder abgelehnt wird. Bei einer Ablehnung wird der Widerspruch an die Schulaufsichtsbehörde weitergeleitet.

Wenn auch diese den Einspruch ablehnt, bleibt der gerichtliche Weg. Ab diesem Schritt kostet das Vorgehen Geld: zu rechnen sind mit etwa 700 Euro Anwalts- und Gerichtskosten.

Aber es geht nicht nur um eine 5 oder 6 auf dem Zeugnis: Einspruch ist auch möglich, wenn das Kind eine 4 statt einer erwarteten 3 nach Hause bringt.

Lehrer haben einen Beurteilungsspielraum, den auch Richter akzeptieren müssen. Das macht es schwierig, den Erfolg einer Klage gegen ein Zeugnis einzuschätzen.

Fakten sammeln

Wichtig ist deshalb, dass objektive Tatsachen vorliegen müssen, die zeigen, dass eine Note ungerechtfertigt sein könnte. Dazu gehören die Noten, die ein Schüler während eines Schulhalbjahres bekommen hat. Wenn ein Schüler zum Beispiel in allen schriftlichen Tests und Klassenarbeiten mit einer 3 oder 4 bewertet wurde und am Ende steht auf dem Zeugnis eine 5, ist das ein Ansatzpunkt, um dagegen vorzugehen.

Eine wichtige Rolle spielen immer auch die mündlichen Noten. Ein Schüler kann schriftlich auf 3 oder 4 stehen und am Ende doch eine 5 auf dem Zeugnis bekommen. Gerade bei sprachlichen Fächern zählt die mündliche Mitarbeiter besonders. Andererseits lässt sich hinterfragen, warum ein Lehrer bei einem stillen Schüler etwa nicht ein Referat zugelassen hat, um die mündliche Note zu verbessern.

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