Ein Fußball-Tipp-Spiel kann jeder gewinnen

Häufig gewinnt nicht der größte Fußball-Sachverstand bei Tipp-Spielen.

Das haben Ökonomen der Privatbank Berenberg herausgefunden. Sie beziehen sich auf Erkenntnisse des Nobelpreisträgers für Wirtschaftswissenschaften, Daniel Kahnemann. Kahnemann, eigentlich Psychologe, unterscheidet zwischen schnellem und langsamen Denken.

Beim schnellen Denken werden Informationen nach einfachen, aber effizienten Heuristiken bewertet. Die Kunst dabei ist, mit begrenztem Wissen in kurzer Zeit zu guten Lösungen zu kommen. Der simple Gedanke, dass Brasilien eine große Fußballnation ist und sich ein Heimvorteil in der Regel positiv auswirkt, nutzen Laien somit bei Tippspielen zu einfachen, aber treffsicheren Vorhersagen.

Experten wollen sich dagegen auch als solche beweisen, und neigen dazu, ihren tatsächlich vorhandenen Wissensvorsprung überzuinterpretieren. Sie glauben, das von ihnen erkannte schwache Abwehrverhalten des allgemein favorisierten Teams bei Kontersituationen über die rechte Seite oder die fehlende Strafraumbeherrschung des Ersatztorwarts könne zu von der Masse nicht vorhersehbaren Überraschungen führen. Sie tippen deshalb gewagte Außenseiter-Siege, auch um sich von den Unwissenden abzugrenzen. Dies führt häufig zu Fehlprognosen.

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