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Das 1×1 der Heizungsregelung

Für neue Heizungen ist eine Mindest-Regelungstechnik vorgeschrieben.

Zum Beispiel müssen in allen Räumen mit mehr als acht Quadratmetern Grundfläche, in denen Heizkörper stehen, Thermostatventile vorhanden sein. Außerdem muss die Vorlauftemperatu-Verstellung zentral gesteuert werden können. Mindestanforderungen gibt es auch für den Heizungsumbau. Wenn der Heizkessel ausgetauscht wird, muss wenigstens eine zentrale, von Hand regelbare Vorlauftemperatursteuerung eingebaut werden. Wenn mehr als die Hälfte des Rohrnetzes oder der Heizflächen erneuert werden, müssen Thermostatventile an die Heizkörper. Erst eine exakt bedarfsangepasste Wärmeproduktion des Heizkessels und die richtige Wärmeabgabe in die Räume machen einen sparsamen Heizungsbetrieb möglich.

Der Bedarf an Wärme schwankt je nach Witterung und Zahl der Personen, die sich in einem Raum aufhalten. Auch die eingeschaltete Beleuchtung sorgt für etwas Wärmezufuhr. Nicht zu vergessen ist auch, dass das individuelle Wärmebedürfnis unterschiedlich ist. Überschüssige Wärme darf jedenfalls nicht zum Fenster hinaus gelüftet werden. Vielmehr muss die Heizung möglichst schnell an veränderten Wärmebedarf angepasst werden können.

Die einfachste Art der Heizungsregulierung ist die zentrale Steuerung der Vorlauftemperatur. Der Raumthermostat galt lange als die komfortabelste Lösung, um die Vorlauftemperatur automatisch an die gewünschte Raumtemperatur anzugleichen. Bei neuen Heizungsanlagen werten so genannte Zentralgeräte verschiedene Eingabedaten aus, zum Beispiel die Temperatur, die der Außentemperaturfühler meldet.

Zum Zentralgerät gehört auch eine Zeitschaltuhr, mit der sich eine automatische Absenkung der Vorlauftemperaturen in der Nacht oder bei Abwesenheit vorbestimmen lässt. Heizkörpe-Thermostatventile regeln je nach eingestelltem gewünschtem Wert die Temperatur in jedem Raum einzeln, indem sie die Durchflussmenge des Heizwassers im Heizkörper erhöhen oder drosseln. Sie gleichen auch geringeren Wärmebedarf aus, wenn zum Beispiel die Wintersonne einen Raum von außen auheizt.

Wichtig bei Thermostatventilen sind der richtige Einbau durch den Heizungsmonteur und die exakte Bedienung. Sie müssen vor allem so angebracht sein, dass sie wirklich die Raumtemperatur und nicht die Stauwärme hinter einem Vorhang oder einem Möbelstück messen.

Alternative sind Heizkörperthermostate mit Fernfühler. Der Fernfühler wird an anderer Stelle als das Ventil montiert, wo er nicht von Vorhängen oder ähnlichem verdeckt wird. Praktisch sind Thermostatventile auch, weil sie verhindern, dass das Heizsystem einfriert. Bei sehr tiefen Temperaturen öffnet sich das Ventil automatisch.

In der Steuerungstechnik haben natürlich auch der Computer und ausgeklügelte Elektronik Einzug gehalten. So gibt es z. B. die Möglichkeit der Fernüberwachung und Steuerung der Heizung über Funktelefon.

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