Lorbeer verleiht nicht nur unseren Gerichten die nötige Würze, sondern verschönert auch den Garten oder die Terrasse.
Er eignet sich hervorragend als Hecke zur Abtrennung von Bereichen im Garten sowie als herrliches Gewürz in der Küche. Normalerweise erreicht Lorbeer eine Höhe von zwei Metern, kann aber auch bis zu zehn Meter hoch wachsen. Eine Lorbeerhecke eignet sich besonders für jene, die nicht unbedingt mit einem grünen Daumen gesegnet sind. Die robuste Pflanze ist pflegeleicht, kann Hitze gut widerstehen, ist bedingt winterhart und verzeiht ungeschickte Trimmversuche.
Lorbeer ist ein immergrüner Strauch mit einem aufrechten Stamm mit glatter, gräulicher Rinde. Die Krone ist länglich und fast pyramidenförmig mit sehr dichtem Laub. Die ledrigen Blätter sind oval und dunkelgrün mit gezackten Rändern; sie betören durch einen herrlich aromatischen Duft. Es handelt sich um eine zweihäusige Pflanze (nur männlich oder nur weiblich) mit kleinen, grüngelben oder weiblichen Blüten.
Pflanz- und Pflegetipps für Lorbeer
In Deutschland gedeiht er besonders gut in milderen Regionen wie dem Bodensee oder dem Rheinland. Lorbeer benötigt vor allem Licht und Sonne und sollte für die besten Ergebnisse zwischen April und Mai angepflanzt werden. Idealerweise einen geschützten Ort wählen, da Lorbeer nur bedingt winterfest ist. In den Sommermonaten regelmäßig gießen. Die Erde darf leicht antrocknen, aber niemals komplett austrocknen. Im Winter im Freiland nur an frostfreien Tagen mäßig gießen, wenn es extrem trocken ist. Von März bis August alle vier bis sechs Wochen mit etwas Kompost oder einem organischen Dünger versorgen. Ab August nicht mehr düngen, damit die Triebe vor dem Winter ausreifen.
Er gedeiht nicht nur hervorragend im Garten, sondern kann auch in großen Töpfen angepflanzt werden. Wichtig ist, dass diese mindestens 40 cm tief sind, damit die Wurzeln sich entsprechend ausbreiten können – wählen Sie zudem ein durchlässiges Substrat. Der Anbau im Topf empfiehlt sich besonders für kältere Regionen, da Lorbeer so leichter überwintern kann. In den ersten zwei Jahren nur leicht gießen, um die Erde feucht zu halten.
Ausgewachsene Pflanzen im Topf brauchen lediglich hin und wieder etwas Wasser – im Garten kümmert sich Mutter Natur um alles. Lorbeer muss nicht unbedingt zurückgestutzt werden. Somit entstehen auf natürliche Weise verschiedene Stängel und die Pflanze kann die stärksten Äste zu einem Stamm ausbilden. Werden wiederum die Zweige in der Nähe einer Knospe gestutzt, produziert die Pflanze neue Triebe und behält ihre buschige Wuchsform bei. Im August können Stecklinge in einem speziellen Substrat bewurzelt werden.
Was kann man gegen Blattflecken an Lorbeer tun?
Die Pilze treten meist auf, wenn die Pflanze geschwächt ist. Etwa, wenn der Standort nicht stimmt oder zu viel oder zu wenig gegossen wurde. Entfernen Sie das kranke Laub. Noch gesunde Blätter können Sie bei Befallsbeginn mit einem für frische Kräuter zugelassenen Mittel behandeln. Danach rund einen Monat warten, ehe Sie Blätter für den Verzehr ernten.
Lorbeerblätter richtig lagern
Frische Lorbeerblätter sind dunkelgrün, glänzen und besitzen ein an Muskatnuss und Vanille erinnerndes Aroma. Sie lassen sich gut trocknen, wodurch sie etwas schärfer werden. Frische Lorbeerblätter halten sich einige Tage in einer Plastiktüte im Kühlschrank (vor der Verwendung waschen). Getrocknete Blätter lagert man luftdicht verschlossen an einem kühlen, trockenen Ort: sie verlieren jedoch mit zunehmenden Alter an Geschmack. Es gibt auch Lorbeerpulver im Handel.
Was ist so mythisch an Lorbeer?
Wenn wir nach dem langen Winter eine Lorbeerpflanze sehen, können wir darin mit ein wenig Fantasie ein eingesperrtes Mädchen sehen – die Tochter eines Gottes. So behaupteten es zumindest die alten Griechen.
Der Sage nach verliebte sich der olympische Gott Apollon in eine magische Kreatur des Waldes. Diese lehnte ihn jedoch so sehr ab, dass sie sich lieber von ihrem Vater in eine Pflanze verwandeln ließ, um ihm zu entkommen. Apollon blieb nichts anderes mehr übrig als zu sagen: „Wenn du mich nicht heiraten kannst, wirst du mir zumindest als Pflanze heilig sein.“ Über die Mythologie hinaus gehört Lorbeer (Laurus nobilis) auch heute zu den beliebtesten Strauchpflanzen.
Topfpflanze: Neuseeland-Lorbeer
Auch wenn der Name etwas anderes sagt: Der Neuseeland-Lorbeer (Corynocarpus laevigatus) gehört zur eigenen Familie der Keulenfruchtgewächse (Corynocarpaceae). Botanisch ist er kein echter Lorbeer (Laurus nobilis), der aus dem Mittelmeerraum stammt.
Der Name Karakabaum ist ebenso gebräuchlich, und er verrät die Herkunft dieser Blattschmuckpflanze mit dem glänzend grünen Laub. Das immergrüne Laub und auch der Pflanzenaufbau erinnern ein wenig an Lorbeer oder auch an einen Gummibaum.
In seiner Heimat Neuseeland wächst der Karakabaum zu einem mehrere Meter hohen Baum oder Strauch heran. Auch bei uns kann er zu einem stattlichen Solitär für Zimmer und Wintergarten werden. Obwohl Corynocarpus regelmäßig im Handelssortiment zu finden ist, gehört er zu den eher seltenen Topfpflanzen. Beliebter als die rein grüne Art ist die panaschierte Form ‚Variegatus‘.
Die ganze Pflanze mit Ausnahme des Fruchtfleisches enthält giftige Substanzen. Sie konzentrieren sich vor allem in den Samen, die bei uns nicht ausgebildet werden. Ein sehr heller Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung ist der beste Standort. Im Sommer behagt der Pflanze ein luftiger Platz im Freien am besten. Dann sind Temperaturen um 20 °C erwünscht, im Winterhalbjahr genügen Temperaturen zwischen 5 und 10 °C.
