Zuhause

Auto aufgebrochen – Wann die Versicherung zahlt

Zuhause

Zwischenablage23-150x150IPhone, Handtasche, teure Lederjacke – was achtlos in geparkten Autos liegen gelassen wird, verleitet Ganoven leicht zum Zugreifen. Zahlt die Kaskoversicherung, wenn aus dem Wagen etwas gestohlen wird? 

Nein. Sie springt nur dann ein, wenn fest eingebaute Teile entwendet werden. Wird hingegen die Tür aufgebrochen und verschwindet etwas vom Beifahrersitz, haftet die Hausratversicherung – vorausgesetzt, Sie haben Diebstahl aus dem verschlossenen Pkw in Ihrer Police mitversichert.

Bei manchen Versicherungen ist das automatisch der Fall, häufig werden allerdings nur maximal 1.000 Euro erstattet. Wer grob fahrlässig handelt, also teure Gegenstände offen im Auto liegen lässt, bekommt in der Regel nichts.

Hausboot statt Ferienwohnung

Zuhause

Wie idyllisch es in der Bundesrepublik sein kann, erfährt man, wenn man in Brandenburg auf dem Wasser schaukelt, und es sich einfach gut gehen lässt.

Ob rot, gelb, blau oder grün: Die kleinen Ferienhäuser aus Holz liegen ruhig auf dem Wasser und können von Privatleuten ganz einfach gemietet werden. Ein Führerschein ist nicht notwendig. Auch das Navigieren mit Hilfe von Gewässerkarten ist schnell gelernt.

Perfekt für Selbstversorger

Eine passende Alternative zur Ferienwohnung: Auf dem Schiff gibt es Toilette und Dusche sowie einen Kühlschrank und einen Gasherd. Gerade im Sommer ist das Wasserwandern etwa auf dem Plauer See einmalig.

Je nach Saison sind die Boote unterschiedlich teuer. Die Hausboote in Brandenburg können für eine Woche  ab 450 Euro gebucht werden. Zu Pfingsten 2012 waren in der Mark alle Boote ausgebucht. Die Vermieter empfehlen, Hausboote bereits im Januar zu bestellen.

Hintergrund: Schippern ohne Pappe

Die Höchstgeschwindigkeit ist auf zwölf Stundenkilometer begrenzt. Auf großen Wasserflächen wie dem Plauer See besteht Rettungswestenpflicht, und ab Windstärke vier dürfen Hobby-Kapitäne ohne Schein nicht mehr auf See. Die ausführlichen Erläuterungen zu dem Gesetz findet man unter www.elwis.de/Freizeitschifffahrt , Stichwort: Sportbootvermietungsordnung

Online-Videotheken im Vergleich

Zuhause

Lieblingsfilme bequem nach Hause schicken lassen – Online-Videotheken boomen. Es gibt viele Angebote, doch es lohnt sich, auf das Kleingedruckte zu achten.

Generell ist die Nutzung von Online-Videoangeboten rasant gestiegen: Waren es im Oktober 2010 durchschnittlich knapp 34 Minuten pro Tag, liegt die Zahl im Oktober 2011 bei 50 Minuten, schreibt der IT-Branchenverband Bitkom in einer Studie.

Es gibt zwei Arten von Videotheken im Netz:

1. Per Post: Die DVD/Blueray-Versender

Beim DVD-Versand werden die Filme ganz klassisch per Post versendet und auch wieder zurückgeschickt. Nachteil: Die Filme kommen in der Regel erst nach ein bis zwei Tagen an, spontaner Filmgenuss ist also nicht möglich. Die Kosten sind zudem höher als bei den Download-Videotheken. Vorteil: Die Auswahl an Filmen ist sehr groß.

Hierzu zählen u.a. Videobuster, Lovefilm / Amazon, Filmtaxi.de, Verleihshop.de, DVDbox.de, dvd-mieten.de.

2. Direkt online: Die Video on Demand-Anbieter

Auch online kann man sich Filme leihen. Bei Online-Videotheken werden die Filme im Browser oder in der App gestreamt oder auf den PC heruntergeladen. Nachteil: Die Auswahl ist nicht üppig, aktuelle Filme sind wegen fehlender Lizenzen selten. Vorteil: Die Filme stehen sofort zur Verfügung wie bei den kostenlosen Video-Portalen wie Youtube.

Nach dem Ausleihen hat der Kunde zum Beispiel bei Google Play 30 Tage Zeit, den jeweiligen Film zu starten. Begonnene Filme müssen innerhalb von 48 Stunden nach dem erstmaligen Start zu Ende geschaut werden.

Hierzu zählen u.a. iTunes, Google Play Movies, PlayStation/-XBox-Store

Große Preisunterschiede

Bei den Preisen gibt es große Unterschiede: Monats-Abonnements für Vielseher gibt es bei den DVD/Blue-ray-Versendern zu Preisen zwischen 2,90 Euro und 39,99 Euro. Achtung, bei einigen Anbietern kommen noch Versandgebühren dazu. Wer nur selten Filme anschaut, ist mit Einzelbestellungen meist günstiger bedient. Wer  etwa bei Videobuster zwei Filme auf einmal bestellt, zahlt bei unserem Test inklusive Porto nur 3,45 Euro pro DVD oder Blu-ray. Und die Ausleihzeit beträgt eine Woche statt nur ein Tag.

Google Play (ehemals Android-Store) verlangt bei Neuerscheinungen pro Film ab 3,99 Euro in normaler Qualität und 4,99 Euro in High-Definition (HD). Filme aus dem Archiv kosten ab 2,99 Euro für normale und 3,99 Euro in hochauflösender Qualität. Bei iTunes von Apple sind die Preise ähnlich.

Im Test schneiden Kleine groß ab

Die Stiftung Warentest hat für ihre Zeitschrift test (2/2009) elf Online-Videotheken geprüft. Am besten schnitten in dem Vergleich ab: verleihshop.de (Note: 1,8), dvdone.de (2,2/jetzt bei videobuster.de) und Lovefilm (2,3). Im hinteren Feld landeten videobuster.de (4,4), videoload.de (4,3)  und maxdome.de (4,2), und zwar vor allem wegen des schwachen Sortiments. Die Anbieter, darunter die Telekom und ProSiebenSAT1 arbeiten aber daran und haben nach eigenen Angaben weitere Film-Verträge abgeschlossen.

Weil die Filmbranche sehr restriktiv mit der Rechte-Vergabe umgeht, stehen US-Anbieter wie Netflix oder Hulu in Deutschland nicht zur Verfügung. Deren Webserver überprüfen, aus welchem Land die jeweilige IP-Adresse des Nutzer-Rechners stammt und blockiert das Angebot.

Weiterbildung mit staatlicher Förderung: So funktioniert das mit der Bildungsprämie

Zuhause

Wer heutzutage beruflich erfolgreich sein will, muss inhaltlich am Ball bleiben. Weiterbildung ist das A und O. Vor allem Eigeninitiative ist gefragt, denn dass der Arbeitgeber berufliche Fortbildungsmaßnahmen plant und zahlt ist nicht die Regel. Vom Staat gibt es in vielen Fällen finanzielle Unterstützung.

Um die Deutschen bei der individuellen beruflichen Weiterbildung zu unterstützen, hat die Bundesregierung schon 2008 die sogenannte Bildungsprämie eingeführt. Zunächst bis zum Jahr 2011 begrenzt, wurde die Prämie anschließend um zwei Jahre verlängert. Alle Weiterbildungsinteressierten können sich noch bis Ende 2013 für einen Bildungsgutschein bewerben.

Die Bildungsprämie gliedert sich in zwei Teile: Den Prämiengutschein und das Bildungssparen. Mit dem Prämiengutschein werden bis zu 50 Prozent der Kosten für die Fortbildung übernommen. Er kann für Maßnahmen wie Lehrgänge, Prüfungen oder Zertifikate genutzt werden, die der beruflichen Weiterbildung dienen. Allerdings ist er an das Einkommen gebunden. Einen Prämiengutschein in Höhe von maximal 500 Euro können alle Erwerbstätigen erhalten, die laut Einkommenssteuerbescheid nicht mehr als 20.000 beziehungsweise 40.000 Euro bei gemeinsam Veranlagten verdienen. Kinderfreibeträge werden berücksichtigt.

Der Gutschein wird allen Angestellten und Selbstständigen gewährt, die mindestens 15 Wochen in der Woche arbeiten, die Fortbildungsmaßnahme noch nicht begonnen haben und ihre Weiterbildung in den sechs Monaten nach Ausstellungsdatum beginnen. Auch Väter oder Mütter in Elternzeit können unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf den Prämiengutschein haben. Unter der kostenlosen Hotline 0800/262 3000 lässt sich vorab klären, ob ein Interessent die Voraussetzungen für den Prämiengutschein erfüllt.

Ist die Voraussetzung für eine Förderung geschaffen, sollten Interessenten einen kostenlosen Beratungstermin bei einer der zahlreichen Beratungsstellen für die Bildungsprämie machen. Für die Beratung müssen die Interessenten einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mitbringen. Alternativ geht auch der Führerschein. Zudem muss der Einkommenssteuerbescheid des letzten oder vorletzten Jahr mitgebracht werden. Nicht-EU-Bürger brauchen zusätzlich eine Aufenthaltserlaubnis. Natürlich sollte sich jeder Interessent bereits vorab Gedanken machen, welche Maßnahme in Frage kommt.

Keinen Anspruch auf Förderung haben folgende Gruppen:

  • Männer und Frauen, die ALG I oder ALG II empfangen
  • Männer und Frauen, die Anspruch auf Meister-BAföG haben
  • Schüler, Azubus Studenten, Rentner und Pensionäre
  • Männer und Frauen ohne Arbeitserlaubnis für Deutschland
  • Weiterbildungssparen für langfristige Finanzierung nutzen

Der zweite Teil der Bildungsprämie ist das sogenannte Weiterbildungssparen. Das Weiterbildungssparen ist unabhängig vom Einkommen und kann von allen Beschäftigten in Anspruch genommen werden, die ein mit Arbeitnehmersparzulage gefördertes Ansparguthaben besitzen. Es erlaubt Erwerbstätigen, auch vor Ablauf der Sperrfrist Geld aus dem angesparten Guthaben zu entnehmen, um eine Weiterbildung zu finanzieren. Die Arbeitnehmersparzulage bleibt trotzdem erhalten. Somit wird es vor allem ermöglicht, längerfristige Fortbildungen zu finanzieren.

Welche Weiterbildung in Frage kommt, sprechen Interessenten wieder mit ihrem Berater bei einem Beratungsgespräch zur Bildungsprämie ab. Sie erhalten dann einen Spargutschein, Die finanziellen Details werden schließlich mit dem persönlichen Anbieter wie der Bausparkasse, der Bank oder der Versicherung besprochen.

Der Prämiengutschein und das Weiterbildungssparen lassen sich auch kombinieren. So können vorab mit dem Gutschein die Lehrgangsgebühren reduziert und anschließend die restlichen Kosten über das Weiterbildungssparen finanziert werden.

So klappt das Leben in einer Wohngemeinschaft

Zuhause

Chaos oder Harmonie – ob das Leben in einer Wohngemeinschaft klappt, liegt an den Bewohnern selbst. Ein paar formale Regeln sollten geklärt sein, und zwar rechtzeitig.

Die richtigen WG-Bewohner auswählen

Das Geheimnis für eine funktionierende Wohngemeinschaft ist, dass die Bewohner zusammenpassen. Das hat nicht unbedingt etwas mit dem Alter, der Herkunft oder den politischen Einstellungen zu tun. Wichtig ist vielmehr, dass es eine ähnliche Lebenseinstellung und ein gemeinsames Grundverständnis von den wichtigen Dingen im Zusammenleben gibt. Dazu gehören u.a. folgende Fragen:

*Frühaufsteher oder Morgenmuffel?

*Ordnung und Sauberkeit als Grundprinzip oder als Notwendigkeit?

*Innere Gemeinschaft oder Zweck-WG?

Bei gemischten WGs, in der Frauen und Männer zusammen wohnen, ist es wichtig, im Vorfeld die Fragen zu klären, ob Liebesbeziehungen untereinander tabu sind.

Die richtigen Regeln aufstellen

Egal, wie sehr Sie sich in Ihrer WG wohl fühlen – ohne Regeln wird sie nicht auf Dauer bestehen bleiben. Denn: Während man sich in einer Partnerschaft zusammenrauft und im Job der Chef am längeren Hebel sitzt, ist eine Wohngemeinschaft ein instabiles Gefüge.

Legen Sie zu Beginn des Zusammenwohnens nach demokratischen Prinzipien ein paar Grundsätze fest.

*Zuallererst: Jeder WG-Bewohner muss sich verpflichten, die Regeln einzuhalten. Wählen Sie deshalb zunächst gemeinsam aus, welche Bereiche es überhaupt zu regeln gibt. Es werden sich nur dann alle daran halten, wenn sie den Sinn und die Notwendigkeit dafür sehen. Die wichtigsten Punkte sind: Aufräumen & Putzen, Kochen & Einkaufen, Privatsphäre einhalten, Ruhezeiten, Haustiere

*Aufräumen und putzen: Was soll wann und wie erledigt werden (täglich, wöchentlich, monatlich)? Beim Verteilen der Aufgaben sollte es gerecht zugehen. Ist etwa ein WG-Bewohner bereit, eine bestimmte Aufgabe alleine zu übernehmen, sollte diese Person an anderer Stelle entlastet werden.

*Kochen und einkaufen: Wenn Sie gemeinsame Lebensmittelvorräte haben, weil Sie zusammen kochen, sollten auch alle WG-Bewohner gleichsam für das Einkaufen verantwortlich sein. Legen Sie fest, wie häufig eingekauft werden muss. Jeder Mitbewohner sollte, nach einer bestimmten Reihenfolge, mit dem Einkaufen dran sein. In die Küche sollten Sie eine Liste hängen, in die jeder eintragen kann, was an Vorräten fehlt. Hat ein WG-Bewohner zusätzlich einen eigenen Vorrat, sollte dieser für die anderen absolut tabu sein und jeder kauft seine eigenen Vorräte selbst ein. Eine gemeinsame WG-Kasse führt häufig zum Streit.

*Privatsphäre: Persönliche Zimmer der einzelnen Bewohner sollten eine absolut private Zone sein. Kein unaufgefordertes Betreten ohne anzuklopfen ist ausgeschlossen. Dies gilt auch für das Bad. Gibt es Diskussionen, wann, wer, wie lange das Bad belegen darf, sollte ein Zeitplan aufgestellt werden, wobei Job-Gründe Vorrang haben.

*Ruhezeiten: Legen Sie fest, wann wie Party gemacht werden darf. Wer Ruhe und Schlaf braucht, sollten diesen auch finden können. Mindestens acht Stunden lang.