Wohlbefinden

Auf Wandertour in der Märkischen Schweiz

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Die Märkische Schweiz ist Brandenburgs klassisches Wandergebiet.

Dichte Wälder, Schluchten wechseln sich ab mit Wiesen, Mooren und Bächen. Dazwischen liegen verwunschene Seen. Besonders romantisch ist das Stobertal, das man auf der Wanderung um Buckow durchquert. Von der Länge her ist es eher ein ausgedehnter Spaziergang, doch geht es dabei oft auf und ab – bis auf 100 Meter. Kleiner Höhepunkt neben dem idyllischen Großen Tornowsee ist das liebenswerte Traditionslokal an der ehemaligen Pritzhagener Mühle mit seinem legendären Blechkuchen. Wem die elf Kilometer nicht reichen, der kann noch die neun Kilometer um den Schermützelsee drehen und Bertolt Brechts Sommerhaus einen Besuch abstatten.

Die erste Nacht zu zweit

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War die Nacht wirklich schön, wird auch der gemeinsame Morgen zum Fest. Kleine Köstlichkeiten fürs Frühstück im Bett machen Lust und Laune auf mehr.

Eine jener Nächte war es gewesen, die auf nicht fassbare Weise zu einer plötzlichen Explosion der Herzen geführt hatte. Wir kannten uns kaum, erzählten beim Essen all diese Geschichten, die für gewöhnlich erst um den Beruf kreisen, bald aber persönlicher werden und schließlich behutsam in jene Bereiche vordringen, die die Liebe zum Thema haben – und damit fast automatisch den Abstand zwischen zwei Menschen verringern.

Als nach verflogenen Stunden und etlichen Gläsern Aperol Spritz Zeit war für den Abschied, brauchte es nur eine leichte Berührung der Finger, um zu wissen, dass keiner von uns beiden allein nach Hause gehen wollte. In nicht enden wollender Hingegebenheit entdeckten wir uns, küssten uns immer wieder die Schatten wohliger Erschöpfung unter den Augen weg.

Am nächsten Tag war ich als Erste aufgestanden. Ich kam zurück ans Bett, ein Handtuch um die feuchten Haare geknüpft. Seine Augen blitzten erwartungsfroh. Wir liebkosten uns an den richtigen, herrlichen Stellen, bis wir nicht länger nur liegen konnten, sondern uns erneut wanden und warfen und schaukelten.

Später tastete ich mein Höschen, krabbelte im Bett herum, suchte, fand es aber nicht. Was soll´s . Wir erhoben uns, nahmen uns an den Händen und fanden den Weg zur Küche. Es war das perfekte Glück: Mit einem schönen Mann den Kühlschrank plündern, während die Sonne durchs Fenster strahlt.

Er hatte Hunger und wirkte frisch verliebt. Wir fanden Eier, wickelten Räucherlachs und Schinken aus dem Papier. Während der Backofen aufheizte, stapelte er weißes Porzellan auf einem Tablett. Dann lächelte er. Das Lächeln ging in ein wohliges Gähnen über.

Wir schwärmten uns gegenseitig etwas vor von frischer Butter, kühler Erdbeermarmelade und selbst gepresstem Saft. Wer macht den Kaffee? Die Entscheidung fiel uns leicht. Keiner wollte ohne den anderen sein, voller Vorfreude auf den Körper des anderen.

Vorher braucht es Vitamine. Und davon reichlich. Entsprechend beginnt das perfekte Frühstück für den Morgen danach mit frischem Obstsaft. Als schneller Katerkiller helfen Heidelbeeren, Kirschen, getrocknete Datteln, Himbeeren oder Johannisbeeren, je nach Jahreszeit. Diese Früchte enthalten Dosen der schmerzlindernden Salizylsäure. Ergänzend dazu zwei Esslöffel Honig: Sie unterstützen mit reichlich Traubenzucker die Leber bei ihrer Schwerstarbeit, den Alkohol abzubauen. Ei, Frischkäse, Tofu oder Joghurt geben neue Kraft. Später folgen Trockenaprikosen. Die stabilisieren die Leistungskurve für den weiteren Tagesablauf.

Haben Sie Chili-Schoten im Gemüsefach? Dann kraftvoll zubeißen! Denn das in Chili Cayennepfeffer enthaltende Capsaicin aktiviert schmerzlindernde Botenstoffe, die Endorphine. Dadurch wird man klarer im Kopf, und Kreislauf kommt auch in Schwung. Ebenso wirkungsvoll ist frisch geriebener Meerettich. Er putzt den Rachen. Und er macht munter für die Fortsetzung liebestoller Nächte.

Branitzer Park: Zwei Pyramiden für Fürst Pückler

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Der Mann war ein Exzentriker. Und ein begnadeter Bankrotteur. In beiden Professionen hat er es zu erstaunlichen Leistungen gebracht. Hermann Ludwig Heinrich, zunächst Graf, später Fürst von Pückler-Muskau, ist so etwas wie das ostdeutsche Gegenstück zum bayerischen “Märchenkönig” Ludwig II.

Doch während sich dieser auf die Ruinierung des Staatshaushaltes konzentrierte , um Traumschlösser wie Neuschwanstein in die bayerische Landschaft zu setzen, verjuxte Pückler-Muskau sein Geld für ein noch ausgefalleneres Vergnügen – das Anlegen riesiger Landschaftsgärten im englischen Stil. Muskau an der Neiße ist das Jugendwerk des Fürsten, das er mit 60 jedoch verkaufen musste.

Zwei Pyramiden für den Weltenbummler

Im heutigen Cottbuser Stadtteil Branitz entstand eine der schönsten Parkanlagen Europas. Als Pückler 1845 hierher kam, gehörte der Besitz bereits seit 150 Jahren seiner Familie, doch das Terrain war ziemlich trostlos. Den Branitzer Park entwarf der genialistische Landschaftsgestalter neu. Samt zweier Pyramiden, deren Vorbilder er als Weltenbummler in Ägypten mit eigenen Augen bestaunt hatte. Das Schloss Branitz beherbergt ein Pückler-Museum und zeigt, dass der umtriebige Dandy zu leben und zu schlafen wusste. Seine Matratze ist mit 70 Kilogramm Palmfasern gefüllt.

“Im Park wird das Herz von Sorgen leer” – so Hermann von Pückler-Muskau, bevor er die Verfügung traf, in der Seepyramide seine letzte Ruhestätte zu finden und sein Herz in einer kupfernen Urne gesondert zu bestatten. Egal, ob Dichtung oder Wahrheit: 1871 wurde der Fürst in der Pyramide beigesetzt.

Übrigens: Das Fürst-Pückler-Eis hat der tollkühne Fürst Pückler nicht erfunden, es wurde nur nach ihm benannt.

Im Büro dominiert die persönliche Tasse

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Für 70 Prozent der Berufstätigen ist die persönliche Büro-Tasse wichtig, um sich ein bisschen Privatheit in eine ansonsten fremdbestimmte Welt zu holen. Sie trinken ausschließlich Tee oder Kaffee aus ihrer eigenen Tasse. 

Nach einer Studie des Göttinger Volkskundlers Matthias Henkel fühlt sich jeder Zweite belästigt, wenn jemand anderes im Büro aus seiner Tasse trinkt. Ebenso viele weigern sich strikt, Büro-Geschirr zu benutzen. 98 Prozent der Büro-Arbeiter trinken Heißgetränke am Arbeitsplatz, etwa ein Drittel davon Tee.

Der Becher ist mit Abstand das beliebteste Trinkgefäß, wobei Maxigrößen besonders gefragt sind. Nur 19 Prozent der Befragten nutzen Tassen mit Untertasse. Das klassische zweiteilige Kaffeegeschirr findet sich am ehesten in den Management-Etagen, wo verschiedene Versionen bereitgehalten werden. Kunden oder Besucher bekommen dort Tee oder Kaffee in einem anderen Service gereicht als die Mitarbeiter in einer Besprechung. Bevorzugtes Material der Trinkgefäße ist Porzellan. Die Nutzungsdauer der meisten Trinkgefäße liegt bei vier Jahren, 16 Prozent überschreiten ein Alter von fünf Jahren, manche halten bis zu 33 Jahre durch.

Bemerkenswert ist der Zusammenhang zwischen der Betriebsgröße und der Benutzung privaten Trinkgeschirrs. Während die Tassen-Quote in kleineren Betrieben bei rund 55 Prozent liegt, steigt sie kontinuierlich auf mehr als 80 Prozent bei Konzernen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern.

Mate-Tee: Aufputschmittel und Schlankheitskur

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Der Mate-Tee stammt von der südamerikanischen Stechpalme „llex paraguariensis“. Ähnlich wie grüner Tee enthält Mate-Tee Koffein.

Dieses Koffein ist im Gegensatz zu dem des Kaffees deutlich verträglicher, wird vom Körper langsamer aufgenommen und schlägt auch bei häufigem Genuss nicht auf den Magen.

Den schmackhaften Tee gibt es in gerösteter und in ungerösteter Form. Mate-Tee wird häufig in Verbindung mit Diäten verwendet, weil er einerseits den Hunger dämpft, und andererseits den Stoffwechsel bzw. den Stoffwechsel bzw. den Fettabbau anregt. Zusätzlich versorgt er den Körper mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen.

Zubereitung (1 Liter):

Geben Sie drei Teelöffel Mate-Blätter in das heiße Wasser und lassen Sie den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen und gießen ihn anschließend ab. Für den ersten Aufguss sollte das Wasser übrigens heiß, aber nicht kochend sein. Eien kurze Ziehzeit ergibt einen stärker wirkenden bzw. anregenderen tee mit weniger kräftigem Geschmack, eine längere Ziehzeit lässt den Tee strenger schmecken.