Wie ermittelt man den Säurewert von Kosmetik?

Der richtige Säurewert von Kosmetik hilft, den Schutzmantel der Haut zu stabilisieren und zu erneuern.
Die Haut ist unser größtes Organ. Sie muss tagtäglich vielen Umweltbelastungen standhalten. Wichtig ist hier ein gesunder Säureschutzmantel, der Mikroorganismen und Schadstoffe abwehrt und dadurch die Haut vor Infektionen, Reizungen, Allergien und Austrocknung schützt.

Dieser Säureschutzmantel wird auch als natürlicher Säure-Basen-Haushalt der Haut bezeichnet, und der wiederum hat einen bestimmten pH-Wert.

Je neutraler, desto besser

Die Buchstaben pH kürzen den lateinischen Begriff „potentia Hydrogenii“ ab, das bedeutet so viel wie „Kraft des Wasserstoffs“. Die dazugehörige Zahl zeigt an, wie sauer oder basisch eine wässrige Lösung ist. Die Skala reicht vom Wert 1 für extrem sauer über pH 7 für eine neutrale Lösung bis zur stärksten Lauge mit Wert 14.

Bereits seit über 100 Jahren weiß man, dass die menschliche Haut leicht sauer ist. Im Durchschnitt hat sie einen pH-Wert von 5.5. Dieser kommt durch körpereigene saure Substanzen wie Schweiß und Talg zustande. Das oberste Gebot heißt, alles zu tun, um diesen Schutzmantel nicht zu gefährden. Doch schon jede Reinigung mit Seife greift ihn an.

Normale, gesunde Haut verkraftet das zwar problemlos und baut innerhalb von einer Stunde den natürlichen Schutz wieder auf, empfindliche Haut aber braucht wesentlich länger. Deshalb sind bei Reinigung und Pflege-Produkte, die in etwa dem leicht sauren Milieu der Haut entsprechen, besonders wichtig. Solche mit einem Wert von 4,1 bis 5.8 unterstützen die Haut optimal.

Im Alter steigt der pH-Wert

Neue Studien zeigen. dass der pH-Wert ab einem Alter von etwa 50 Jahren ansteigt, was den Regenerationsprozess der Haut stören kann. Für reifere Haut darf ein Pflegeprodukt also gern etwas saurer sein.

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