• Wohlbefinden

    Hinter der Idylle von Midsomer lauern Verbrechen und Tod

    Irgendwo in Großbritannien schlummert die malerische Grafschaft Midsomer vor sich hin. Die Menschen sind höflich und ein wenig schrullig. Alles wirkt auf den ersten Blick recht nett. Doch hinter den exakt geschnittenen Hecken der Anwesen und den altehrwürdigen Kirchenmauern gibt es tiefe Abgründe; dort lauern Mord, Erpressung und Betrug. Inmitten dieses Geschehens platziert die Reihe „Inspector Barnaby“ ihren gleichnamigen Kommissar, der unermüdlich die versteckten Toten aus dem Boden buddelt. Was auf der Insel seit 1997 äußerst erfolgreich über die Mattscheibe flimmert, kommt ab Sonntag um 22 Uhr auch ins deutsche Fernsehen.Das ZDF zeigt zunächst drei 100-Minüter aus „Midsomer Murders“, wie die Produktion im Original heißt, und führt damit einen neuen Ermittler auf dem bewährten Krimiplatz am Sonntagabend ein. Dieser Tom Barnaby, gespielt vom Shakespeare-Mimen John Nettles, ist so ganz anders als seine unzähligen TV-Kollegen: Er raucht nicht, trinkt nicht, fährt keine schnellen Autos und fuchtelt schon gar nicht mit einer Waffe herum. Er guckt auch nicht böse – im Gegenteil, er ist charmant und adrett gekleidet, liebt Frau und Tochter, ist ein rundum glücklicher Mensch und ein Gentleman.Und noch etwas ist ganz wichtig bei Tom Barnaby, der in 204 Ländern zu sehen ist: „Er hat keine dummen Angewohnheiten oder Ticks wie zum Beispiel Columbo. Tom ist ein gewöhnlicher, anständiger Mann, nicht sehr gescheit, ein wenig langsam sogar, aber sehr reserviert, still, englisch eben“, präzisiert Nettles seine Rolle, die ihm nach dem großen Ruhm der Serie „Jim Bergerac“ (1981–1991) erneut zum Kultstatus in Großbritannien verhalf.Ähnlich überzeugend wie bei seinen Bühnenauftritten für die „Royal Shakespeare Company“ („Julius Caesar“, „Richard III.“) hat der 61-jährige Brite auch den selbstironischen Tom Barnaby verinnerlicht. Ihm gelingt mit dieser nach eigenem Bekunden „normalen Figur“, einen Kontrast zu der makaberen, exzentrischen Welt im fiktiven Midsomer zu schaffen. Das macht die Spannung und Komik der Reihe aus, die aus der Feder der preisgekrönten Romanautorin Caroline Graham stammt und sämtliche englische Klischees liebevoll aufs Korn nimmt.

    Entsprechend seinem Charakter ermittelt Barnaby gemächlich, lässt sich Zeit mit seinem jungen Partner Gavin Troy (Daniel Casey). „Er agiert mit Ahnungen und dem Wissen der Verdächtigen. Nicht selten kommt er nur durch Zufall auf die Lösung des Falls“, beschreibt Nettles. So sei der Zuschauer Barnaby ständig zwei Schritte voraus, fühle sich ihm überlegen. „Das ist ein Grund, weshalb die Briten die Reihe mögen. Ich bin gespannt, wie die deutschen Zuschauer darauf reagieren“, sagt Nettles.Erste Gelegenheit, in die trügerische Landidylle der Grafschaft Midsomer einzutauchen, bietet am Sonntag die Episode „Tod in Badger’s Drift“. Darin müssen Barnaby und Troy den Mord an der ehemaligen Lehrerin Emily Simpson aufdecken. Emily Simpson wird in ihrem Landhaus tot aufgefunden – offensichtlich ist die ältere Dame die Treppe hinuntergefallen und hat sich das Genick gebrochen. Tatsächlich ist die ehemalige Lehrerin durch einen Schlag mit einem stumpfen Gegenstand zu Tode gekommen. Außerdem hat sie kurz vor ihrem Tod die Telefonseelsorge angerufen. Es folgen am 3. Juli „Der Würger von Raven’s Wood“ und „Der Schatten des Todes“.

  • Garten

    „Geschichtete“ Zwiebeln schaffen bunte Minigärten

    Schon bevor dann der Winter richtig vorbei ist, bringen Schneeglöckchen, Krokusse und andere Zwiebel- und Knollengewächse erste Frühlingsstimmung in den Garten. Auch wer keinen Garten hat, braucht auf diese blühenden Frühlingsboten nicht zu verzichten, denn Blumenzwiebeln und Knollen eignen sich ausgezeichnet zum Bepflanzen von Töpfen und Kübeln. Die sogenannte „Sandwich-Methode“ ist eine einfache und wirkungsvolle Möglichkeit, um besonders dichte und bunte Minigärten in Pflanzgefäßen zu gestalten, wie das Informationsbüro für Zwiebelblumen erläutert.

    Wie ein belegtes Brot

    Das Prinzip, nach dem gepflanzt wird, ist ähnlich wie bei einem belegten Brot: Verschiedene Schichten bringen Abwechslung. Möglich wird dies, weil Zwiebeln und Knollen je nach Größe unterschiedlich tief gepflanzt werden müssen. Das macht man sich bei dieser Pflanzmethode in verschiedenen „Stockwerken“ zunutze: Die größeren Zwiebeln werden in die unteren Schichten gelegt, die oberste Schicht bleibt den Kleinzwiebelblumen vorbehalten.
    Egal, ob man Zwiebeln und Knollen in mehreren Etagen oder nur in einer Tiefe pflanzt – immer gilt, daß sie keine Staunässe mögen. Deshalb ist eine gute Drainage wichtig. Dies läßt sich durch eine etwa fünf Zentimeter dicke Schicht aus Tonscherben am Topfboden erreichen. Darauf folgt eine Lage Blumenerde, die leicht angedrückt wird. Die hierauf ausgelegten Blumenzwiebeln werden jeweils mit langen Holzstäbchen markiert, bevor darüber Blumenerde verteilt wird. Die nächste Lage Blumenzwiebeln muß versetzt zur ersten Schicht gelegt werden, so daß sich die Pflanzen beim Austrieb nicht behindern. Die jetzt folgende Erdschicht bildet das Pflanzbett für die Kleinzwiebelblumen. Nun können die Stäbchen entfernt werden, und die letzte Etage wird mit Erde abgedeckt. Für die unteren Schichten bieten sich Tulpen- und Narzissenzwiebeln an. Für die obere Schicht eignen zum Beispiel Krokus, Schneeglöckchen, Traubenhyazinthe, Winterling, Puschkinia, Blausternchen oder Schneeglanz.
    Das Pflanzen in zwei oder drei Ebenen ist auch ideal, um die Blütezeit zu verlängern. Dazu wählt man Arten und Sorten, die nacheinander blühen, beispielsweise als untere Schicht spätblühende Gartentulpen und darüber früher blühende Wildtulpen. Mit der „Sandwich-Methode“ lassen sich aber auch im Garten farbenfrohe Akzente setzen. (ADN)

  • Garten

    Rosenkohl ernten und zubereiten

    Der Rosenkohl zählt zu den feinsten Wintergemüsen, die wir in Deutschland kennen, und wird deshalb auch gern zu einem festlichen Braten gereicht. Überhaupt tanzt er ein wenig aus der Reihe seiner Artgenossen, nicht nur wegen seines charakteristischen Eigengeschmacks, sondern auch wegen seiner „Größe“. Die „Röschen“ – das sind die Seitenknospen am Stengel, die kleinen Kohlköpfchen ähneln – werden nur etwa walnußgroß. Mehr…

  • Wohlbefinden

    Ich will Locken

    Schöne Locken sind der Traum aller Frauen. Nicht nur Frauen, die glatte Haare haben, sondern auch Naturlockenköpfe sehnen sich oft nach mehr Sprungkraft und weniger „Frizz“.

    Spezielle Lockenprodukte, intensive Pflege-Treatments und Heizwickler helfen, die Haare zu kontrollieren und schön definierte Kringel zu formen.

    Schütteln Sie nach dem Einsatz eines Lockenwicklers keinesfalls Ihren Kopf und kämmen Sie unter keinen Umständen Ihre Haare. Zupfen Sie nun Ihre Locken so zurecht, wie Sie diese haben wollen. Das Zurechtzupfen ist dafür da, einzelne Strähnen in Form zu bringen. Fixieren Sie nun alles mit Haarspray, wenn Sie von Ihren schönen Locken zum Selbermachen lange etwas haben wollen.

    Mit dem Glätteisen

    Nachdem Sie Ihr Haar gewaschen haben, sprühen Sie Hitzespray in Ihr Haar, damit Ihr Haar kein Schaden nimmt. Ergänzend dazu sprühen Sie Curly-Spray in Ihr Haar, damit den späteren Locken einen besseren Halt haben. Anschließend trocknen Sie Ihr Haar.

    Achten Sie darauf, dass Ihr Haar danach auch wirklich trocken ist. Nach dem Kämmen teilen Sie Ihr Haar in zwei Haarpartien und zwar so, dass Sie auf jeder Seite ungefähr gleich viele Haare haben.

    Zum Vorheizen schließen Sie Ihr Glätteisen an die Steckdose an. Beginnen Sie mit dem unteren Teil der Haare und stecken den restlichen Teil der Haare hoch. Nun nehmen Sie sich eine Strähne vor, setzen das Glätteisen ganz oben an und drehen dies im Anschluss um 180 Grad  bis zur unteren Spitze.

    Diesen Schritt führen Sie nun mit den anderen Strähnen genauso durch, bis all Ihre Haare gelockt sind. Zuletzt können Sie Ihr Haar so richten, wie Sie es gerne mögen und mit etwas Gel oder Wachs fixieren.

    Mit Papilloten

    Damit Sie die Papilloten einwickeln können, sollten die Haare absolut trocken sein. Danach kneten Sie Schaumfestiger in Ihr Haar ein und kämmen diese durch. Dann nehmen Sie sich eine mittelbreite Strähne vom vorderen, oberen Ansatz heraus.

    Die Papillote wickeln Sie so, dass die Innenseite der Strähne mittig platziert ist. Jetzt wickeln Sie zuerst die Spitze der Strähne häufig um die Papillote und danach die verbleibenden Haare zum Ansatz. Damit das Ende der Papillote aufeinander zeigt, werden sie zusammen gebogen.

    Für alle weiteren Strähnen gilt das gleiche Prinzip. Am Ende fixieren Sie die Strähnen mit Haarspray. Nach etwa zwei Stunden wickeln Sie die Papilloten von unten nach oben ab. Abschließend kämmen Sie Ihre Haare durch und fixieren diese mit Haarspray.

  • Wohlbefinden

    Mehr natürlicher Glanz im Haar

    Glänzende Strähnchen lassen das Haar automatisch gesund aussehen – das wünscht sich jeder. Regelmäßiges Fönen führt aber leider dazu, dass Haare schnell stumpf aussehen.

    Eine glatte Oberfläche reflektiert das Licht viel intensiver, ein stufenloser Schnitt ist also von Vorteil. Glanzsprays und besondere Shampoos sorgen zusätzlich für einen schönen, lang anhaltenden Glanz.

    Ihr Haar wächst etwa 1,25 Zentimeter pro Monat, und die Stärke der Zellen, aus denen sich diese neuen Haarsträhnen bilden, ist ein direktes Ergebnis der Nährstoffe, die Sie über Lebensmittel aufnehmen. Trinken Sie viel Wasser und essen Sie Obst und Gemüse. Eine gesunde Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind wichtig für gesundes, glänzendes Haar.

    Verwenden Sie einen Conditioner nur an den Spitzen. Die Enden der Haare neigen dazu, die trockenste sein, weil sie am weitesten weg sind von der Kopfhaut, wo natürliche pflegende Öle verteilt werden.

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  • Garten

    Blätter fallen zum Schutz der Bäume ab

    Die meisten Pflanzen haben im Winter nicht nur ein Kälte-, sondern vor allem ein Wasserproblem, wie Peter Nick vom Botanischen Institut am Karlsruher Institut für Technologie erklärt. „Im Winter gefriert der Boden, aus dem gefrorenen Boden kann daher kein Wasser nachfließen.“ Weil vor allem Laubbäume bei der Photosynthese aber viel Wasser über ihre Blätter verdunsten, fehlt ihnen bei Frost der Wassernachschub. „Die Pflanzen würden bei voller Belaubung praktisch gefriergetrocknet“, ergänzt Thomas Stützel, Botaniker von der Ruhr-Universität Bochum. Um das zu vermeiden, werfen viele Laubbäume in unseren Breiten die Blätter ab. Sie verhindern so außerdem, dass sich Tiere in der kargen Winterzeit an den Blättern gütlich tun.

    Bevor die Blätter aber abfallen, recycelt der Baum aus ihnen noch schnell alles, was er verwerten kann. Dazu gehören vor allem stickstoffhaltige Eiweißbausteine, weil Stickstoff ein wichtiger Pflanzennährstoff ist. Die Pflanze wandelt diese Bausteine in lösliche Verbindungen um und transportiert sie in Stamm und Wurzel, quasi als Nährstoffvorrat. In den Blättern bleiben als Reste dieses Abbaus gelbe und rote Farbstoffe zurück. Sie sorgen für das typisch bunte Herbstlaub.

    Die meisten Nadelbäume verlieren ihre Blätter dagegen nicht. Sie sind von Natur aus besser an Trockenheit und Kälte angepasst: Eine Wachsschicht auf den Nadeln sorgt dafür, dass sie weniger Wasser über ihre ohnehin schon drastisch verkleinerte Blattfläche verlieren. Zusätzlich haben Tanne, Fichte und Co. ihre Spaltöffnungen – winzige Luken für den Gasaustausch mit der Umwelt – tief in Höhlungen der Nadelunterseite eingesenkt. „Sie können daher mit wenig Wasser auskommen und können es sich leisten, ihre Nadelblätter zu behalten“, sagt Peter Nick.

    Da viele Nadelbäume in Regionen vorkommen, in denen die Winter sehr lang sind, bringt es ihnen sogar einen Vorteil, wenn sie „durchhalten“: „Viele Nadelbäume behalten die Blätter, weil in den Gebieten in denen sie vorkommen, im Frühsommer immer noch Frost und im Frühherbst schon wieder Frost auftreten kann“, erklärt Thomas Stützel. Die Zeit mit ausreichend Helligkeit und Wärme sei dort zu kurz, um erst die Blätter zu bilden und dann noch ausreichend Energie für Früchte und Samen zu sammeln. „Dann kann man die Blätter auch gleich ganz behalten.“

    Es gibt aber auch Ausnahmen. So verliert die Lärche ihre Blätter, obwohl sie zu den Nadelbäumen gehört. „Die Lärche ist an besonders kalte Gebiete angepasst, an Hochgebirge und den hohen Norden, wo die Frosttrocknis besonders stark ist“, sagt Peter Nick. Da sind auch die normalerweise bei Nadelbäumen üblichen Anpassungen nicht mehr ausreichend, um den Winter unbeschadet zu überstehen. „Sie zieht daher die Reißleine und wirft die Blätter ab, um Wasserverluste im Winter auszuschließen.“

    Die Laubbäume und Sträucher, die ihre Blätter behalten, wie Kirschlorbeer oder Rhododendron, kommen dagegen meist aus Regionen, in denen die Winter eher kurz und mild sind. Für sie lohnt es sich daher oft kaum, die Blätter abzuwerfen und aufwendig im Frühjahr neu zu produzieren. „Wenn es für die Pflanzen billiger ist, die alten zu behalten als neue zu machen, dann tun sie das“, sagt Stützel. Das hänge in erster Linie vom Klima ab. Bei uns überleben manche immergrünen Laubbäume und Sträucher zwar trotz der kühleren und längeren Winter, gegen die einheimische Konkurrenz würden sie aber langfristig verlieren. „Sie haben deshalb nur als Gartenpflanzen eine Chance.“