• Kochen

    So wird Tee hergestellt

    Wie wird Tee hergestellt? Die übliche Methode besteht aus fünf Schritten. Sie wird auch orthodoxe Herstellung genannt.

    Schritt 1. -Welken: Den Teeblättern wird Feuchtigkeit entzogen. Sie liegen dabei auf Welktrögen, kalte und warme Ventilatorenluft trocknen sie aus, bis sie nur noch 70 Prozent Feuchtigkeit enthalten.

    Schritt 2 – Rollen: Die Schwarztee-Blätter – grüner Tee bleibt unbehandelt – werden gerollt, um die Blattzellen aufzubrechen. Der Zellsaft verbindet sich mit Sauerstoff.

    Schritt 3 –  Fermentieren: Während des Oxidationsprozesses färbt sich das Blatt rotbraun. Jetzt entwickeln sich die zahlreichen aromagebenden Bestandteile.

    Schritt 4 – Trocknen: Temperaturen von 160 bis 180 Grad Celsius stoppen den Oxidationsprozeß und trocknen das Blatt aus. Dabei nimmt es eine dunklere Farbe an – der schwarze Tee ist fertig.

    Schritt 5 – Sieben: Der Tee läuft über Rüttelsiebe, damit sich die verschiedenen Blattgrößen voneinander trennen. Dabei unterscheidet der Handel zwischen großblättrigem Tee, Broken-Tee mit mittelgroßen Blättern, Fannings mit kleinen Blatteilen und Dust, der feinsten Zerkleinerung des Blattes.

  • Kochen

    Richtig auftauen und zubereiten

    Einfrieren spart Zeit, Energie und schont den Geldbeutel. Aber wie taut man das Gefriergut wieder schonend auf?

    *Besonders schonend, aber langsam taut Gefriergut im Kühlschrank auf. Wenn es schnell gehen muss, die Gefrierbox oder den Gefrierbeutel in kaltes Wasser stellen.

    *Gerichte nach dem Auftauen gut erhitzen, dabei werden Mikroorganismen abgetötet, die sich durchs Abkühlen und wieder Auftauen bilden können.

    *Minutenschnell wird Vorgekochtes in der Mikrowelle heiß. Wenn Sie es abdecken und etwas Wasser zugeben, verteilt sich die Wärme schneller, und das Gericht trocknet nicht aus.

    *Alles, was leicht anbrennen kann, im Wasserbad erhitzen. Nudeln oder Reis können Sie kurz in kochendes Salzwasser oder in einer beschichteten Pfanne mit wenig Fett warm machen. Fleisch lässt sich in Soßen erwärmen.

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  • Wohlbefinden

    Fastenzeit: Worauf Anfänger achten sollten

    Mit dem Ende des Karnevalstreibens am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Sie stammt aus dem christlichen Glauben und soll in der Zeit bis Ostern an das 40-tägige Fasten Jesus Christi erinnern. Auch wer nicht glaubt, nutzt die Zeit, um zu entschlacken und mit Ernährungsgewohnheiten zu brechen.

    Eine klassische Methode ist das Heilfasten nach Otto Buchinger: Der Fastende verzichtet für eine begrenzte Zeit auf feste Nahrung und Genussmittel. Konsumiert werden nur Mineralwasser, Tees, Säfte und Gemüsebrühe. Anfängern wird geraten, sich zunächst auf eine Woche zu beschränken.

    Zum Verzicht auf feste Nahrung kommt beim Heilfasten der auf Genussmittel aller Art, sei es Alkohol, Kaffee oder Zigaretten. In der Auszeit könne der Körper Altlasten loswerden und sich regenerieren.

    Von einem zu intensiven Fasten raten Internisten dringend ab. Wer etwa tagelang nur Wasser trinkt, verliere zuviel Körpereiweiß und der Harnsäurespiegel im Blut steige an.

    Wichtig ist, dass der Fastende danach nicht wieder in alte Ernährungsgewohnheiten zurück fällt.

    In Deutschland fasten etwa drei Millionen Menschen regelmäßig

    Fasten ist der freiwillige, zeitliche begrenzte Verzicht aus religiösen, spirituellen oder gesundheitlichen Gründen. Meist versteht man darunter, sich bestimmte Genussmittel zu versagen, üblich ist es, etwa auf Fleisch, Fernsehen, Computer oder Handy zu verzichten. In Deutschland fasten etwa drei Millionen Menschen regelmäßig. Ziele von Fastenkuren sind zum einen die Selbsterfahrung, die innere Einkehr und die Reinigung der Seele. Zum anderen wird ihnen eine sehr gute Wirkung auf die Gesundheit zugesprochen.

    Allerdings sollte man lange Fastenkuren niemals ohne ärztliche Aufsicht unternehmen. Religiös bedingtes Fasten dient unter anderem der Besinnung sowie der Konzentration auf Gott und ist ein wesentlicher Bestandteil aller großer Religionen.

    Im Christentum gibt es zwei Fastenzeiten: Die Passionszeit dauert von Aschermittwoch bis Ostern, die „kleine Fastenzeit“ ist der Advent.

     

  • Wohlbefinden

    Zara, H&M & Co: Woran erkenne ich Qualität beim Mode-Shopping?

    Wie wollen wir leben? Zumindest beim Mode-Shopping stellt sich die Frage schon lange nicht mehr. Immer mehr, immer schneller, heißt die Devise.

    Shopping, InnenstadtModehändler wie H&M prägen das Konsumentenverhalten seit über 15 Jahren. Jede Woche kommt neue trendy Ware in die Läden, abgestimmt auf die Promi-News aus aller Welt, die sich online, in Zeitschriften und in der Werbung immer schneller drehen. Und günstig müssen die Klamotten sein, denn wer viel kaufen will, muss kalkulieren.

    Das Ziel der Mode-Industrie ist nicht, dass eine Frau Mode für ihre individuelle Persönlichkeit findet, sondern dass sie aus dem vielfältigen Warenangebot das heraussucht, mit dem sie gut in die Zeit passt. Die Stilbildung liegt nicht beim Käufer, sondern bei den Designern und Marketingstrategen der Mode-Industrie. Vielleicht ist das auch gut so.

    Warten bis zur nächsten Lkw-Lieferung

    Vielleicht aber auch nicht. Wenn eine Frau (oder ein Mann) eine edle Jeans und ein zeitloses Oberteil sucht, um es länger zu tragen als bis zur nächsten Lkw-Lieferung, verhält sie sich nicht system-konform. Und das führt zu Konflikten: Entweder sie findet nicht das, was zu ihrem ICH passt. Oder sie trägt ihre ausgesuchte Kleidung stilvoll und nachhaltig, ohne dass die Kleidung darauf ausgerichtet ist.

    60 Prozent der Kleidung bei H&M wird in asiatischen Billiglohn-Fabriken hergestellt und über den Seeweg nach Europa gebracht. Manche Baumwolle kommt aus Usbekistan, wo sie Kinder pflücken. Manches T-Shirt leidet unter zu hoher Schadstoffbelastung. Obwohl sich H&M nachweislich um Umweltschutz, Arbeitsbedingungen, Sauberkeit und Qualität bemüht – die Modeketten sind Opfer ihres eigenen Systems geworden.

    Zara überholt H&M

    In Deutschland ist H&M inzwischen von Zara umsatzmäßig überholt worden. Das spanische Unternehmen produziert zumindest zur Hälfte in europäischen Fabriken und hat einen Code of Conduct, um auf Umweltschutz und Qualität zu achten. Doch auch das schützt Zara nicht vor Systemmängeln: Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung wurden im vergangenen Jahr sklavereiähnliche Arbeitsbedingungen bei einem Hersteller in Brasilien aufgedeckt.

    Wir leben im Zeitalter des Anything Goes, was die Mode angeht. Man kann alles tragen, alles kombinieren. Nutzen wir die Chance: Kaufen wir teure Einzelstücke mit Nachhaltigkeits-Garantie und kombinieren sie mit Kleidung aus den Modeketten – nach unserem persönlichen Stil und Geschmack. So wollen wir leben.

  • Wohlbefinden

    Bei Reizdarm nicht gleich panisch werden

    Fest, weich oder flüssig: Der Stuhlgang gilt als Spiegel der Gesundheit. Wer dauerhaft Durchfall hat, macht sich deshalb natürlich Sorgen. Professor Ulrich Fölsch von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) aus Wiesbaden warnt vor Panikmache: „So lange man sich wohl und gesund fühlt, steckt dahinter häufig nur ein leichtes Reizdarmsyndrom, das völlig harmlos ist.“

    Viele Menschen kennen das: Bei Aufregung oder Nervosität müssen sie oft auf die Toilette und haben Durchfall. Auch Kaffee, Tee oder die erste Zigarette bei Rauchern kann für diesen Effekt sorgen. Ursache für das Reizdarmsyndrom ist vermutlich eine Störung im Informationsaustausch zwischen Gehirn und Darm. Bei Stress, Belastung oder anderen speziellen Auslösern, zum Beispiel innerhalb der Ernährung, wird der Darm aktiviert. Bei manchen Menschen ist der Verdauungstrakt durch das Reizdarmsyndrom so konditioniert, dass der Stuhl dauerhaft weicher ist. Doch Fölsch beruhigt: „Wer nur weichen Stuhlgang hat und ansonsten keinerlei weitere Beschwerden, kann mit so einem leichten Reizdarmsyndrom ganz normal leben.“

    Wer allerdings erst seit kurzem unter Durchfall leidet, ständig auf die Toilette muss oder über Tage und Wochen Gewicht verliert, sollte diese Veränderungen keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, denn dahinter könnten schwerwiegende Erkrankungen wie zum Beispiel eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder ein chronischer bakterieller Infekt stehen. „Auch Auffälligkeiten am Stuhlgang wie zum Beispiel Blut oder Schleim müssen umgehend ärztlich abgeklärt werden“, betont Fölsch.