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    Schnelle und einfache Vermehrung von Pflanzen

    Jetzt werden zahlreiche Pflanzen ins Winterquartier geräumt. Häufig steht zuvor ein Rückschnitt an. Aus dem herbstlichen Schnittabfall lassen sich leicht Kopfstecklinge gewinnen.

    Diese Art der Vermehrung gilt als einfachste und schnellste der Pflanzenvermehrung, wie die Gartenakademie Rheinland-Pfalz berichtet. Für den Stecklingsnachwuchs geeignet sind nicht nur krautige Pflanzen wie Fuchsien, Geranien und Fleißige Lieschen, sondern auch Gehölze wie Oleander, Gummi- und Buchsbaum. Der Weg: Die gut ausgereiften, aber noch nicht verholzten Trieb-enden mit einem scharfen Messer oder der Gartenschere abschneiden. Die Faustregel der Experten für die richtige Länge: Jeder Steckling sollte je drei Blattpaare aufweisen. Damit die Pflanze nicht zu viel Wasser verdunstet, sind Blüten, Knospen und ein Teil der Blätter zu entfernen. Große Blätter werden halbiert, eingerollt oder mit einem Gummi fixiert. Gesteckt wird der Pflanzennachwuchs fürs Folgejahr in einen größeren Kasten, in Multitopfplatten oder kleine Töpfe. Als Substrat empfehlen die Fachleute nährstoffarme durchlässige Erde, der gegebenenfalls Sand beigemischt wird. Sobald die Stecklinge in die Erde gesteckt und angegossen sind, kommen sie an einen hellen aber nicht direkt von der Sonne bestrahlten Platz. Als Verdunstungsschutz bietet sich eine Folie an, die über den Kasten oder den Pflanztopf gestülpt wird.